Und weiter geht's mit Tag 2. In alter Tradition vorneweg wieder die Calimoto Zusammenfassung: 175km in 3:16h
Screenshot_20260714_184444_calimoto.jpg
Screenshot_20260714_184310_calimoto.jpg
Es ging vom Fährhafen Oslo zum Hekshusstranda Camping in Hekshus. Das liegt am Mjøsa, einem recht großen See im südöstlichen Teil Norwegens. Und es gibt hier außer uns irgendwie keine ausländischen Touris. Wir haben bisher nur Norwegische Kennzeichen gesehen und auch die Hinweisschilder und Erklärungen sind alle nur auf Norwegisch.
Die Einfahrt zum Platz hat schon eine tolle Aussicht
20260714_152941.jpg
Heute nur eine kurze Tour, weil man bei der Fähre nie weiß, wann man runter kommt. Das kann zwischen 0 Minuten nach Andocken (LKW-Deck 3, direkt am Tor) und 2h später (Autodeck 5, an einer ungünstigen Stelle) liegen. Wir haben Mittellange gebraucht (waren etwa 10:30 Uhr von der Fähre runter und gegen 11 dann aus dem Hafen raus) aber das weiß man halt vorher nicht, daher war die Tour heute recht kurz.
Hier daher 1 Bild vom abspannen und bereitstellen
20260714_093931.jpg
Und ein weiteres dann draußen, beim anstehen für die Zollkontrolle
20260714_102828.jpg
Ansonsten bin ich schon wieder geflasht, wie schön es hier ist. Dabei sind wir noch gar nicht in der spannenden Fjordgegend angekommen.
Hier ein kleiner Pausenort an einem See irgendwo im Nirgendwo
20260714_125027.jpg
Und ein hübsches kleines Sträßchen ebendort.
20260714_133105.jpg
Danach ging es noch einen theoretisch Mautpflichtigen Schotterweg entlang. Der war nicht allzu spannend, deshalb haben wir beide auch keine Bilder gemacht. Aber es war wieder mal eine automatische Mauterfassung mit Kamera, die unsere Kennzeichen augenscheinlich nicht erkannt hat. Ich vermute, dass die Dinger entweder mit deutschen Motorrad-Kennzeichen allgemein oder speziell den deutschen Saisonkennzeichen nicht klar kommen. Man soll da eigentlich innerhalb von 48h nach Durchfahrt online sein Kennzeichen eingeben und bezahlen, aber unsere Kennzeichen tauchen dort nicht auf.
Der Campingplatz ist wie gesagt offenbar für locals ein Geheimtipp. Wir haben wieder eine hübsche kleine Hütte für uns, diesmal sogar mit eigener Kochmöglichkeit
20260714_155500.jpg
Und zum See sind es auch nur 2 Minuten zu Fuß
20260714_191935.jpg
Was ich daran besonders interessant finde: es gibt hier (gar nicht wenige) Norweger mit einer biologischen Wärmschicht am Körper. Wir sind nun beide selbst übergewichtig, das ist also absolut keine Kritik. Aber überall sonst sieht man Norweger eigentlich nur beim Sport treiben mit ihren gestählten 1,80+m großen Körpern. Die haben außerdem alle blonde Haare und blaue Augen, quasi der feuchte Traum dessen, was sich einige nicht so freundliche Leute vor 90 Jahren unter dem Idealbild eines Ariers vorgestellt haben. Hier gibt es dagegen auch mal normale Menschen.
Wetter war heute sehr sonnig und uns fast schon zu warm. Um 11 in Oslo waren es 22 Grad und es sind bis 27 Spitzenwert hier in der Nähe des Ziels geworden.
Und weil ich heute nicht so viel zu berichten hab, noch ein Phänomen der skandinavischen Länder: Dauercamper
Jeder, der schon mal dort war, findet es nicht mehr erwähnenswert, weil es quasi normal ist, und jeder, der noch nicht dort war, versteht es bei der ersten Begegnung nicht.
Norwegen hat, wie die meisten anderen Länder auch, halbwegs strenge Vorschriften dazu, was man wo und wie bauen darf. Diese Vorschriften sind auf Campingplätzen aber afaik wesentlich weniger streng, wodurch es sich als Standard herausgebildet hat, dass man mit einem Wohnwagen anfängt und dann nach und nach immer komplexere Gebäude drumherum zimmert. Das führt dann dazu, dass die Anbauten solcher Dauercamper gerne mal 3-4 mal so groß sind, wie der eigentliche Camper, der schlussendlich nur noch als Bett benutzt wird. Da ist dann oftmals eine komplette Einbauküche und ein vollständiges Wohnzimmer im Anbau.
20260714_190803.jpg
Man sieht rechts den eher kleinen Wohnwagen, den mindestens doppelt so großen Anbau und Dann noch die riesige Terrasse mit mehreren Tischgruppen. Völlig verrückt das ganze. Aber typisch Skandinavien