8,9 Mio. Fahrzeuge mit 13 Milliarden Gewinn, macht dann 1.460 Euro Gewinn pro Fahrzeug. Minimal besser, als bei Mazda, obwohl da margenstarke Marken wie Porsche und Audi dabei sind.
Hintergrund dieses Gewinns, aus eigener Erfahrung, ist auf der einen Seite ein optimiertes Portfolio, gute Beiträge der höherpositionierten Marken, aber auf der anderen Seite auch konsequenteste Sparmaßnahmen, die richtig weh tun.
Die Rendite ist insgesamt deutlich unter 10 %. Dafür würde eine Bank, oder andere Industriezweige Ihre Türen nicht aufsperren.
Was zusätzlich dieses Jahr stark verfälscht sind Sicherungsgeschäfte auf Rohstoffe und anderes. Gut gemacht, aber de Facto heißt das, dass der Gewinn pro Fahrzeug noch deutlich geringer ist, weil die Gewinne nicht aus dem Fahrzeug-Geschäft stammen. Die Bank wird da mit sehr guter Rendite z.B. auch mit bilanziert.
Falls Dich das interessiert, hier zum nachlesen - https://www.volkswagenag.com/d…tions/Annual_Reports.html
Man muss das alles ein bisschen verstehen und relativieren. Die Zahlen hören sich bombastisch an, aber wenn man sieht, wie viele verkaufte Fahrzeuge, Mitarbeiter, Fabriken, etc. dahinter stehen, welche anderen Geschäftszweige mit bilanziert werden, dann ist das alles schon nicht mehr so groß oder toll.
Wenn Du gute Renditen und Zahlen sehen willst, dann solltest Du bei anderen Marken schauen, die nicht im Volumensegment unterwegs sind.
Weil die Zahlen belastbarer sind, mal ein paar Beispiele des VW-Konzerns aus 2021 (Gewinn pro Fahrzeug):
- VW PKW: 511 €
- Skoda: 1.233 €
- SEAT: -494 €
- VW Nutzfahrzeuge: 203 €
Beeindruckende Zahlen, wenn man bedenkt, dass so ein Auto den Endkunden meist so 30-40 T€ kostet und man dann sieht, wie wenig davon beim Hersteller hängen bleibt.
Man sieht im Vergleich Skoda/VW auch gut, wie teuer es ist in Deutschland Autos zu bauen. Ich bin sehr froh, dass VW es dennoch tut.
Ich sage ja, die Zahlen sind alle verfügbar. Man muss nur ein wenig damit umgehen können und darf sich nicht einfach davon blenden lassen, dass irgendeine Zahl groß wirkt. Da entstehen schnell sehr große Zahlen, wenn man bei den weltweit größten Herstellern schaut, aber um zu analysieren, wie das Geschäft läuft, muss man schon tiefer einsteigen.