Beiträge von Svanniversary

    Dann, sorry. Ja, das wurde auch schon öfter mal behandelt, aber ich habe absolutes Verständnis dafür, dass das mittlerweile extrem unübersichtlich geworden ist.


    Ich versuche mal, in Kurzform die wesentlichen Vor- und Nachteile aufzuschreiben.


    Vorteile:
    - Optik (je nach Geschmack)
    - bessere Fahrdynamik und Fahrstabilität durch breitere Spur (der Effekt ist aber moderat)


    Nachteile:
    - Verschraubungsgüte bzw. Radfestsitz schlechter als Serie, durch zusätzliche Verschraubung bzw. Trennfuge (dieses Problem kann man ggf. dadurch entschärfen, dass man die Verschraubung regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf nachzieht)
    - deutlich höhere Belastung der Radlager u.a. anderer Fahrwerksteile durch längeren Hebelarm (rechnerisch klar nachweisbar, bisher keine berichteten Probleme beim MX-5)
    - An der Vorderachse: anderes Lenkgefühl, weniger direkt, behäbiger
    - An der Vorderachse: Verschiebung des Lenkrollradius (s.u.)
    - je nach Spurverbreitung Probleme mit Schleifen im Radhaus, oder am Kotflügel


    Fazit: Wenn eine Spurverbreitung gewünscht wird, es sinnvoller diese über Räder mit einer passenden Einpresstiefe umzusetzen. Bei Spurplatten handelt man sich an der Hinterachse weniger Probleme, als an der Vorderachse ein, so dass man ggf. darüber nachdenken sollte die Platten nur hinten zu fahren. An der Vorderachse greifen die Platten recht deutlich in die Kinematik ein und haben Nachteile beim Lenkgefühl.


    Zusatzinfo: Spurplatten haben keinen Einfluss auf die Fahrwerkseinstellung. Es können die normalen Werte verwendet werden.


    Erklärungen zum Lenkrollradius:
    Bei heutigen Serienfahrzeugen wird ein sogenannter negativer Lenkrollradius verwendet (https://www.kfz-tech.de/Biblio…ng/Lenkrollhalbmesser.htm). Das bewirkt, dass Störkräfte von der Straße, oder das Verziehen des Autos durch z.B. einen Reifenplatzer, z.T. kompensiert werden, so dass sich das Auto ohne Zutun des Fahrers zumindest zum Teil selber wieder stabilisiert.
    Durch Spurplatten an der Vorderachse verschiebe ich diesen Lenkrollradius in RIchtung null, oder mache in schlimmestenfalls sogar positiv. Letzteres hätte dann den Effekt, dass Störungen verstärkt werden, was schlimmestenfalls in gewissen Situationen, wie einem Reifenplatzer, zum unkontrollierten Ausbrechen des Autos führen könnte.

    Hier noch zwei Detailpics der Muttern alten Designs sowie der Vgl. der beiden Mutterndesigns:
    20200224_151952.jpg20200224_152023.jpg


    2HuMu.jpg

    Nur als Information, Mazda verbaut diese Radmuttern seit zig Jahren, seit Alufelgen erstmals verbaut wurden.
    Und es gab niemals und gibt auch jetzt und Zukünftig keinerlei Probleme bei fachgerechter Verwendung und vorgegebenem Anzugsmoment!

    Kannst Du mir das oben dann bitte erklären? Für jemanden, der selber schon Radschrauben entwickelt hat, sieht das nicht gesund aus.
    Und bitte nicht verweisen auf fehlerhafte Drehmomente etc. Erstens kenne ich @BJ323F sehr gut und weiß, dass er gewissenhaft ist und die richtigen Werkzeuge hat, und zweitens muss so eine Kontruktion auch bei Missbrauch eine gewisse Grundrobustheit haben, die dazu führen sollte, dass Mutter oder Rad beschädigt werden.
    Die Bilder weisen klar darauf hin, dass hier Festigkeitsgrenzen überschritten und das Material überlastet wurde.

    So schlecht sah die Oberfläche der neuen Mutter für mich gar nicht aus und - Produktionsumstellung bereits nach einem Jahr aufgrund von Korrosionsproblemen?


    Aus dem Feld liegt da mit Sicherheit noch nichts nennenswertes vor und Probleme in der Erprobung hätte man hoffentlich vor dem Serieneinsatz erkannt und abgestellt.


    Deshalb vermute ich da schon stark einen anderen Hintergrund, z.B. Kostenoptimierung, oder ein Problem mit dem neuen Lieferanten.


    Waren die 17er auch noch in anderen Mazda-Derivaten im Einsatz? Ja, oder? Ansonsten könnte man auf die Idee kommen, dass die neuen Muttern für die Annie Schmiederäder notwendig waren und die Produktion nur für den Zeitraum umgestellt wurde, in dem diese Fahrzeuge gebaut wurden.

    Ich habe gerade diese merkwürdige Aussage auf Facebook zu den Radmuttern gefunden:
    „letztes Jahr hat mazda zu 17er gewechselt. Aber durch korrosionsionsprobleme an den Muttern, werden mittlerweile wieder 21er drangeschraubt ab Werk.“


    Kann das jemand bestätigen, dass wieder die alten Muttern ab Werk verschraubt werden, oder ist das ggf. eine dritte Variante? Oder Unsinn?

    Tja schade @Brot. Wird dann wohl nichts mit unserer geplanten gemeinsamen Ausfahrt, dank Corona.


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    Herzlich Willkommen, Micha.


    Die meisten Deiner Fragen sind hier schon sehr ausführlich besprochen werden. Ich gebe Dir mal ein wenig Lesestoff, als Anregung für die eigene Suche:
    Sitzproblem Mazda MX-5
    G132 oder G184
    Lenksäule Teleskop vs. fest
    Vergleich Langlebigkeit 2.0l 160PS/184PS
    Tieferlegung
    Spurverbreiterung G 160
    Unterschied zwischen 2 Setups: Serie Bilstein / Eibach Pro-Kit VS Bilstein B8 / Eibach Pro-Kit (Bilstein B12 Fahrwerk)
    Einfluss von Spur und Sturz auf das Fahrverhalten u.a. Fahrwerksfragen
    Datensammlung Fahrwerksfedern


    Das Fahrwerkthema ist wahrscheinlich am unübersichtlichsten. Hier gibt es bei uns im Forum die Empfehlung ein Gewindefahrwerk zu nehmen, wenn gute Fahrdynamik eine Rolle spielt, da die Kombi Tieferlegungsfedern mit Seriendämpfern immer ein paar Nachteile hat. Empfehlungen dazu sind das SPS Street, oder das Öhlins Road@Track.


    Viel Spass beim Lesen ;) . Wir haben hier auch einige Ex-Smart-Fahrer, die sicher noch einen spezifischen Vergleich Smart vs. Mazda liefern können.

    Hi @Jan#SPS, hi @Oggy,


    üblicherweise ist nicht alles was einstellbar ist auch zulässig, egal wieviel Restgewinde noch da ist.
    Das hängt mit Gewindeüberdeckung, Biegung und Lastabtragung zusammen.
    Ich würde da sicherheitshalber noch einmal in die Anleitung bzw. das Gutachten schauen und mich an die vorgegebenen Werte halten.