Bremsen (Scheiben/Klötze) für sporadischen Rennstreckeneinsatz

  • Bitte nicht nachmachen bzw. nachkaufen :(

    Die Ferodo DS Performance FDS1667 passen nicht. Die Beläge sind ca. 1,5mm stärker als für den ND geschlüsselte Standarbeläge und das ist zuviel. EBC Yellowstuff sind lt. Herstellerseite so dick wie die DSPF. Passen also auch nicht.

    Ärgerlich.

  • Ach Mist, den Pagid Street+ hatte ich nicht auf dem Schirm. Sonst hätte ich gleich den bestellt :(

    __

    Interessanterweise listet AT-RS auch EBC Yellowstuff für ND mit Brembo, allerdings Lieferzeit "auf Anfrage". Auf der EBC-Seite finde ich nur Beläge für die Standardbremse.

  • Nach über 2 Jahren habe ich mich jetzt erst auf die Nordschleife getraut. Wollte die Erfahrung teilen damit andere das ggf. auch besser einschätzen können was die Standard Bremse aushält. Bremsflüssigkeit auf Motul 600 gewechselt, ansonsten alles Serie. Temperaturen waren nicht so hoch (16 Grad oder so), also eigentlich perfekte Bedingungen, aber NLS + GP Sprint Variante war offen.

    Bin offen gefahren, also nicht ganz die Top Speeds erreicht. Die Beifahrerin war das erste Mal mit auf einer Rennstrecke und ich musste ein bisschen Rücksicht nehmen, also erste Runde vielleicht 70-80% von dem was ich mich getraut hätte, zweite Runde eher Richtung 90%. Beide Runden jeweils mit langer Gelb-Phase (Runde 1 Mutkurve bis Hohe Acht, Runde 2 Flugplatz bis Ausgang Fuchsröhre). Also auch wenn die GP-Strecke natürlich extrem stark fordert, eigentlich relativ viel Abkühlungsmöglichkeiten für die Bremse.


    Runde 1 habe ich auch nichts gemerkt. Stau auf der Döttinger Höhe. Dann etwas über eine Stunde Pause mit etwas kühl fahren und dann beim Pflanzgarten zuschauen. Runde 2 meine ich beim Anbremsen auf das kleine Karussell eine etwas schwächere Bremsleistung festgestellt zu haben, kann mich aber auch vertan haben. Auf der Döttinger Höhe dann wieder Stau und dann kamen ein paar leichte Rauchschwaden von der rechten Vorderbremse. Die hat so 2-3 Minuten vor sich hin gekokelt und dann war auch wieder alles ok. Bremsleistung danach auch wieder ok.

    Tendiere jetzt zu den Ferodo DS 2500 für die Vorderachse. Denke hinten mache ich erst mal nichts. Vielleicht reicht das ja sogar mal für 2 Runden am Stück.

  • Das reicht auf jeden Fall für zwei Runden, WENN man nicht so hart auf der Bremse fährt. Man kann die Schleife sehr schön rund fahren und dabei Schwung mitnehmen und dennoch sehr zügig unterwegs sein.

    Ich bin da letztens beim Einfahren einer Bremse immer noch im Bereich 8:30-8:40 gewesen (mit einem Golf). Also in einem Bereich, wo man sich als ungeübter Fahrer schon ganz schön langmachen muss.

    Es bringt nach meiner Erfahrung auch nicht so viel, zu versuchen die Zeit nur auf der Bremse gut zu machen, wenn man die Schleife nicht gut kennt. Dann lieber an den Kurven arbeiten und es etwas gemütlicher angehen lassen.

  • So um 2004 rum, als die Tourifahrten unter der Woche noch äußerst schwach besucht waren, haben wir (Ringers-Forum) mitunter versucht, eine zügige Runde OHNE zu bremsen zu fahren.

    Da merkte man dann, wie schlecht man die Nordschleife doch kennt.

  • Ich habe jetzt die DS2500 drauf, die Werkstatt meinte die müsste man nicht groß einbremsen, auf der Webseite wo ich sie gekauft habe stand:

    Einfahrhinweise Ferodo Racing Bremsbeläge: Bremsbeläge, insbesondere Sportbremsbeläge müssen korrekt eingefahren werden, um das Gefüge im Belag bzw. des Bindeharzes zu verdichten. Bremsen Sie ca. 25 mal mit hoher Bremskraft, jedoch nicht mit voller Bremsleistung das Fahrzeug ab. Dabei ist unbedingt eine Überhitzung der Bremsanlage zu vermeiden! Lassen Sie die Beläge/Scheiben während der Fahrt abkühlen (nicht im Stand). Damit ist das Einfahren abgeschlossen. Schlechtes bzw. falsches Einbremsen wird sich in der Bremsleistung / Verschleiß bemerkbar machen und kann z.B. zum Verglasen von Bremsbelägen führen.

    Von Ferodo gibt es ein Dokument "Einfahranleitung:

    Ziel des Einbremsens ist, die Beläge sauber an die Scheiben anzulegen und die Festigkeit des

    Belagkuchens durch das Ausgasen der Bindemittel und Harze herzustellen.

    Dies sollte nach der Montage nicht schockartig, sondern durch einen progressiven

    Temperaturaufbau erfolgen. Ein zu hoher Wärmeeintrag in die Bremse kann bei neu montierten

    Bremsbelägen zum Aushärten oder Verglasen führen und die Funktion als auch die Haltbarkeit

    der Komponenten entscheidend beeinträchtigen!

    Starten Sie zunächst mit leichteren Bremsungen und Pedaldrücken, um den Belag mechanisch

    anzulegen und ein sauberes Tragbild auf den Bremsscheiben zu erzielen. Nachdem die Beläge

    sauber tragen, können Sie die Bremse mit normalem Pedaldruck weiter verwenden.

    Nach Erreichen der 500 km Marke sollten Sie die Bremse anschließend durch 5 Bremsungen mit

    stärkerem Pedaldruck von ca. 150-160 km/h auf 80-90 km/h verzögern und den Wärmeeintrag

    erhöhen. Bitte beachten Sie hierbei zwischen den Bremsvorgängen Abkühlphasen von ca. 500 –

    700 Metern.

    Ziel des Einbremsens ist, die Beläge sauber an die Scheiben anzulegen und die Festigkeit des

    Belagkuchens durch das Ausgasen der Bindemittel und Harze herzustellen.

    Dies sollte nach der Montage nicht schockartig, sondern durch einen progressiven

    Temperaturaufbau erfolgen. Ein zu hoher Wärmeeintrag in die Bremse kann bei neu montierten

    Bremsbelägen zum Aushärten oder Verglasen führen und die Funktion als auch die Haltbarkeit

    der Komponenten entscheidend beeinträchtigen!

    Starten Sie zunächst mit leichteren Bremsungen und Pedaldrücken, um den Belag mechanisch

    anzulegen und ein sauberes Tragbild auf den Bremsscheiben zu erzielen. Nachdem die Beläge

    sauber tragen, können Sie die Bremse mit normalem Pedaldruck weiter verwenden.

    Nach Erreichen der 500 km Marke sollten Sie die Bremse anschließend durch 5 Bremsungen mit

    stärkerem Pedaldruck von ca. 150-160 km/h auf 80-90 km/h verzögern und den Wärmeeintrag

    erhöhen. Bitte beachten Sie hierbei zwischen den Bremsvorgängen Abkühlphasen von ca. 500 –

    700 Metern.

    Generell sollten in den ersten 300-500 km Gewalt- oder Schockbremsungen sowie längere

    Passabfahrten im Gebirge vermieden werden. Dies gilt selbstverständlich nicht für

    Gefahrbremsungen!



    Es ist wie immer bei solchen Sachen, jeder hat eine Meinung, aber was genau man tun soll weiß keiner so genau. Die Kilometerangabe bei der Ferodo Beschreibung ist ja auch quatsch, wenn ich viel Autobahn Rolle, schnell fahre oder Stadt fahre ist der Bremsverschleiß ja komplett anders.
    Wie habt ihr die Bremse eingefahren? Eigentlich wollte ich am Freitag schon auf die Nordschleife...

  • Meine Philosophie mit der ich bisher gut gefahren bin:


    200km Straßenbetrieb, möglichst ohne besonders starke Bremsungen, um die Reibpartner Belag und Scheibe miteinander bekannt zu machen. Dazu gelegentliches, leichtes Linksbremsen.


    Danach Einbremsprozedur gemäß Belagherstellerspezifikation. Nach dem "Heißbremsen" das Auto noch längere Zeit mit gemäßigtem Tempo fahren um die Bremsanlage wieder abkühlen zu lassen.