Touch, BlingBling, Pieps und Volt

  • Zum Thema Sprachbedienung, ja sie werden immer ausgereifter, jedoch in Kombination mit Online-Diensten/-Verbdundenheit immer unberechenbarer. Da reicht schon das Smartphone, das immer zu hören könnte.


    Ansonsten, wenn viele sowieso wenig während der Fahrt bedienen, tun es auch ein klein(er)es Display und zumindest ein paar Knöpfe.

    Da halte ich es mit Ferrari, wie im Artikel:

    https://de.motor1.com/news/790496/ferrari-touch-bedienung-doppelt-so-teuer-wie-echte-tasten/

  • Stiffler,


    du musst das immer auf Menge sehen. Nur weil du oder ich auch mal eine Betriebsanleitung lesen, heißt das nicht, dass das alle machen. Ganz im Gegenteil, die meisten Menschen lesen keine Betriebsanleitung. Gerade im Bereich der Elektronik werden kaum bis gar nicht Anleitungen gelesen. Lieber wird in irgendwelchen Foren oder sonstigen i-net-Bereichen angefragt "wo schalte ich das Gerät an?" Gerade im Bereich von Software-Produkten passen Betriebsanleitungen und Endnutzer so gut zusammen, wie Weihwasser und Teufel.


    KfZ-Mechaniker lesen nicht einmal den kleinen Aufdruck in der Fahrertür, wie der Luftdruck im Reifen sein sollte!


    Sofern überhaupt noch Anleitungen mitgegeben werden. Wie du schon erwähnt hast, in Neuwagen sind die zum Teil gar nicht mehr vorhanden. Da geht in unserem Wolfsburger ein Lämpchen an, was ich nicht deuten konnte. Ich hab knapp 10 Minuten benötigt (einschl. der Suche nach einer Haltemöglichkeit), bis ich lesen konnte, dass die Sensoren in der Stoßstange wegen Dreck, Schnee/Eis nicht korrekt arbeiten.


    Sinnvoll und logisch wäre in diesem Falle, dass das Warnlämpchen aufleuchtet und im "Radio-Display" erscheint sofort eine nähere Erklärung. Was ist daran so schwer? Jeder kleinste Fehler wird im Auto protokolliert, Google-Navi nöhlt ständig rum, Musik dudelt im Dauerbetrieb, die Verkehrszeichenerkennung blinkt und trötet, der Lane-Assi rüttelt am Lenkrad... Aber wenn ein Warnlämpchen aufleuchtet muss/sollte ich anhalten und "Hilfe suchen in anderen Unterlagen"?

  • hifi_nok

    Einerseits verstehe ich Dich schon in Bezug auf die Warnlämpchen nebst deren Bedeutungen. Andererseits kann sich jeder der es will, sich auch dort einlesen und-/oder nach Hilfestellungen/Erklärungen dieser Lämpchen im u. A. World Wide Web bei Tante Google oder ähnlich suchen.

    Die Bürger sollen doch in so vielen Dingen im Leben nicht vom Staat, Gesetzgeber oder sonstigen bevormundet werden. Da wird ja wenn, auch immer wieder drüber gemosert.

    Also ein bisschen mitarbeiten/mitdenken und sich proaktiv informieren, egal ob nun Tekkis oder der Durchschnitt. Das macht man doch bei u. A. Haushaltsgeräten, Fernsehern, Computern, Smartphones und Co. auch nicht anders.


    Wie gesagt, für mich persönlich ist das Ganze ziemlich zwiegespalten, da ich mich mein Leben lang allen neuen Herausforderungen gestellt habe und auch weiterhin versuche zu stellen. Irgendwann wird es für mich alten Sack mit Sicherheit auch immer schwerer werden, keine Frage.

    Aber bevor ich über irgendetwas Motze oder in Frage stelle, informiere ich mich über die technischen Hintergründe des jeweiligen Systems nebst Betrachtung derer Eingriffe im Alltag.

    Manche sind vollkommen nachvollziehbar und andere aber halt auch nicht unbedingt.

    Als wir am 03.01. auf der Rückreise aus Skt. Peter Ording waren und es seit dortigen Start sehr viel geschneit hat, stiegen die zum ACC gehörenden Assistenzsysteme kurz vor Hamburg kollegial aus, da die zugehörigen Sensoren wohl wie in Deinem Fall verschmutzt und-/oder vereist waren.

    Die zugehörige Meldung beim Golf 8 Variant meiner Frau, wurde dann auch so oder ähnlich im Display des digitalen Tachos angezeigt.


    Was in der Tat nervt, jedenfalls bei meinem Z4 aber auch schon im ND vorher, dass die zugehörigen Sensoren in der Heckstoßstange bei unserer Garageneinfahrt mit einer wirklich minimalen Steigung, so gut wie jedes Mal anschlagen und des Öfteren sogar eine Notbremsung eingeleitet wird.

    Das könnte in der Tat besser kalibriert/weniger Empfindlich eingestellt werden meiner Meinung nach.

    Potential zur Verbesserung/Optimierung jeglicher Assistenzsysteme ist also gegeben. Aber die Ingenieure aller Hersteller sind mit Sicherheit dran, immer das jeweils aktuelle und mögliche Optimum dieser stetig weiter zu entwickeln.


    Ansonsten wünsche ich allen noch einen schönen Vater-/Feiertag und vielleicht kann der Ein- oder Andere ja auch noch irgendwo trockenes Wetter für eine kleine Runde genießen :)

    Fahrzeug: BMW Z4 sDrive30i. Baujahr 02/2024 in schwarz mit unfassbar vielen technischen Spielereien

  • Die Warnlämpchen:

    Es bringt nix, wenn ich eine Anleitung lese und in ein oder zwei Jahren blinkt mal ein Lämpchen auf. Gerade weil es so selten passiert, wird die Bedeutung der Warnung irgendwo im Nirvana des Gedächtnis abgelegt. Ob ich in dem Fall bei Google oder in einer 300-seitigen Anleitung mit mehreren Querverweisen suche, spielt dann keine Rolle.


    Das ist durchaus vergleichbar mit Schulungen an technischen Geräten. Wenn ich eine Schulung durchführe, die Mitarbeiter sitzen aber erst in 6 oder gar 12 Monaten vor dem Gerät, ist komplette Leere im Gehirn.


    Für eine PC-Anwendung musste ich mal eine Anleitung schreiben, einfach, weil es vom Personalrat gefordert wurde. Ungefähr drei Monate Arbeit und kein Mensch hat die je gelesen. Wie mein Nickname vermuten lässt, bin ich noch in einem anderen Gebiet unterwegs, überwiegend im Bereich Lautsprecher. Glaubst du irgendwer liest sich eine Anleitung z. B. bei den sog. Smart-Lautsprechern durch? Da wird sich lieber in einem Forum angemeldet und gefragt, um letztlich die Antwort zu bekommen, die in der Anleitung steht.


    Bleiben wir bei der Fahrzeugbedienung. Wenn du (oder ich) ein Auto kaufst, wird die Anleitung gelesen. Du fährst dieses Auto täglich und gewöhnst dich an das Bedienkonzept. Ein völlig anderes Bild hast du, wenn du aus verschiedenen Gründen häufig das Fahrzeug wechseln musst. Denke hier z. B. an Car-Sharing, in dem ja viele "Visionäre" die Zukunft sehen.


    Klar, vieles ist "normiert", wie z. B. die Anordnung der Pedale, der Blinkerhebel.... Aber wenn es um Funktionen (oder Warnmeldungen) geht, die nicht "alltagsüblich" sind, wird's doch sehr oft chaotisch. Ich habe jetzt auch keine Patentlösung, aber eine Kombination aus "altgedienter Tastenbedienung" und "sinnvoller Display-Unterstützung" wäre vermutlich ein gangbarer Mittelweg.


    Und vielleicht wäre auch "weniger ist manchmal mehr" eine Überlegung wert.

  • Warum einfach wenn es auch kompliziert geht?


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    Wieso versteckt man Funktionen?

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    Karl Valentin

  • Tja, die einen schwenken wieder auf Tasten um (z.B. VW ePolo), Mazda macht es unnötig kompliziert und ist wieder mal mindestens 4-5 Jahre hintendran. 🤪


    Herr Schuster wird für Mazda DACH immer wichtiger … Es muss schlimm sein eine solche Entwicklung, mit einem Lächeln auf den Lippen, als Innovation zu verkaufen. Ich kann für die übrigen Verkehrsteilnehmer nur hoffen, dass die Assistenzsysteme wie Notbremsassistent und Spurverlassenswarner zuverlässig funktionieren …


    Beim Mazda 6e wurde offensichtlich der Scheibenwischerhebel vergessen einzubauen … Was passiert hier nur mit dieser tollen Marke?

    DLzG, Frank

    🏳️‍🌈✌🏻🇪🇺🇯🇵

    „It‘s not about miles per hour, it‘s about smiles per hour.“ Bob Hall

    Mazda MX-5 Kazari 1.5 MY 2023

    130/80/50/30

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