Der TE möchte anscheinend weiterdiskutieren, aber mehr kann ich zu diesem UNECE R155/156 "Ge-SUMS" auch nicht beitragen, außer mich darüber aufzuregen, wie man sowas als Hersteller/Zulieferer (meine damit die relevante Industrie) in der Form passieren lassen kann...
Beiträge von Kazari24
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Unter übergriffig verstehe ich Funktionen, die mir unter anderem, auch noch ungefragt bei jedem Neustart aktiviert, ins Lenkrad greifen und so schlecht implementiert sind, daß sich, wie z. B. im Miata der Spurhaltessistent aufschauckelt und man den Vorgang, bevor man für gemeingefährlich gehalten wird, abbrechen muß.
So getestet auf einer fast geraden und leeren Autobahn mit konstanter Geschwindigkeit um 100Km/h das Lenkrad mal losgelassen und geschaut, wie der Spurhalteassistent zwischen Randstreifen und Mittellinie immer wilder hin- und herregelt.
Ich hatte den Eindruck, wenn ich es hätte weiterlaufen lassen, irgendwann in den Leitplanken gelandet wäre.
In so einem Fahrzeug möchte ich nicht ohnmächtig werden (und auch nicht in der Nähe eines solchen sein)!
Anderer Fall, entgegenkommende landwirtschaftliche Mähmaschine, der man auf enger, aber ausreichend breiter Landstraße bis zum Straßenrand ausweichen muß. Jeglicher Assistenteneingriff in dieser Situation führt entweder in den Graben oder zur Kollision. Ansatzweise habe ich das im Miata erlebt.
Möchte mal wissen, wer in solchen Fällen vor Gericht haftet???
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Aus diesem Grund traue ich mich auch nicht, den Motorradführerschein zu machen. Kann man überhaupt entspannt fahren, wenn man ständig auf alles & jeden aufpassen muss? Ich wäre wahrscheinlich nach jeder Fahrt mit den Nerven fertig 😅
Bin lange, viel und gerne Motorrad gefahren und hab den Motorradführerschein auch erst im Studium gemacht. Wenn Du gerne engagiert Auto fährst, wird Dir das Motorradfahren auch viel Spaß machen.
Das eigentliche Problem beim Motorradfahren ist nicht unbedingt das Übersehenwerden, sondern allgemein die Schwere der Unfälle.
Habe das sozusagen nicht nur am eigenen Leib erlebt, sondern auch in der BGU Murnau (Klinik) die "armen Kerle", die ab dort ihr weiteres Leben querschnittsgelähmt weiterleben mußten. Das hat mich dann wieder zur Aufgabe bewegt. Einen Haufen Airbags und Blech rundherum ist halt sicherer.
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Nimm mal einen GPS Geschwindigkeitsmesser, der bringt Dich auf den Boden der Tatasachen zurück.
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Das Geld für die Schranke scheint es mir nicht wert zu sein.
In diesem Kontext mal die explizite Frage, was die Industrie falsch macht, wenn sie EU-Gesetze erfüllt und damit dafür sorgt, dass ihre Autos weiter zulassungsfähig sind?
Ich kann Euch versichern, dass niemand hurra gerufen hat, als klar war, dass man so gut wie alle Steuergeräte für viel Geld nach entwickeln muss. Als Sicherheitsmaßnahme gegen Manipulation und Hacking ist das aber absolut sinnvoll und aus Sicht des Entwicklers muss leider auch so mancher Kunde vor sich selber (und unwirksamen Tuningmaßnahmen) geschützt werden. In meinem neuen Job habe ich auch im Bereich Motortuning ein wenig Einblick bekommen und da muss man schon sehr sorgfältig suchen, wenn man etwas mit Substanz bekommen möchte.
Das ist ja aus meiner Sicht genau das Problem, daß Europas Automobilindustrie dies nicht intelligenter verhindert hat.
Es geht nicht um primär um Motortuning, sondern um übergriffige Kontrollfunktionen, die unter dem Deckmäntelchen von Verkehrssicherheit durchgepushed werden.
Sorry, wozu hat die Deutsche Industrie überhaupt diesen VDA Verein, wenn der nicht mal in der Lage ist, solche Auswüchse zu unterbinden, die den Fahrer zunehmend zum Beifahrer machen...so verkauft man mir erstmal bestimmt kein neues (teures) Auto mehr...und wenn ich dann in 30 Jahren so einen automobilen Rollator brauche, nehme ich gleich ein FSD ohne Lenkrad...dann komm ich soundso auch nicht mehr in und aus dem Miata raus
.(Und um Mißverständnissen vorzubeugen, ich fahre seit Jahrzehnten punktefrei)
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Kreisel sind mit dem Kleinen gefährliches Terrain. Wir haben hier einen der mit 70km/h angefahren werden darf. Und offensichtlich sind andere Verkehrsteilnehmer nur noch auf große Fahrzeuge wie SUV fixiert. Mit kleineren, flacheren Fahrzeugen wird scheinbar überhaupt nicht mehr gerechnet und dann auch so eingefahren …
Scheiß SUV.
Im Kreisel treten die fahrerischen Defizite von Verkehrteilnehmern m. E. am offensichtlichsten zutage...Da hilft angesichts des Ausmaßes nur noch viel Nachsicht.
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Einen passenden Gastbeitrag dazu gab es heute auch in der FAZ, leider hinter der Bezahlschranke:
Wo die deutsche Automobilindustrie falsch abgebogen ist
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?? Beim 2025er geht nix ?? Cybersecurity? Ernsthaft? Also definitiv habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht und wenn dem so sein sollte, dann hätte ich wirklich das falsche Auto gekauft. Bin jetzt gerade ein wenig sprachlos…
Total vernagelt die neuen Kisten, leide auch beim G184.
Da kann man nicht mal diese Schrott-Mazda-"Sicherheitsfeatures" automatisch beim Start wegbekommen. Jedes Mal einzeln, in bestimmter Reihenfolge, im Stand, vor dem Beeper abschalten, etc.
Das hasse ich an dieser Kiste wirklich und es kommt ja demnächst noch schlimmer!!!
Im Moment ein guter Grund, kein Auto mehr nach BJ 2023 zu kaufen!
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Ist doch alles klar, was Du schreibst. Die Erfahrungen mit den durchgerosteten Stahlbändern merkt man halt erst später...und warum sollte ein Fachbetrieb für Reifen überhaupt so eine Reparatur anbieten??? Das rechnet sich nicht und die Haftungsfrage wird dann auch gern stilisiert.
Kurz gesagt, als Reifenhandels- und Montagebetrieb würde ich auch gegen diese Reparaturmethode Sturm laufen, bin ich aber keiner!
Wie schon so oft geschrieben, jeder muß das für sich entscheiden, ob er sich das zutraut oder nicht. Die Haftung dafür übernimmt man dann halt selber.
So wie wie zu schnell unterwegs sein und damit einen Unfall riskieren.
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Alles anzeigen
Gafcot meint wahrscheinlich in etwa so etwas:
https://www.stabilo-fachmarkt.…0_szaAEAQYBSABEgIY6PD_BwE
oder
https://www.xxl-automotive.de/…nkl.-30-reparaturstreifen
Soweit mir bekannt ist, werden aber solche "Reparaturen von außen" nur als Notfall-Reparatur angeboten (Fahrt zur nächsten Werkstatt).
Entsprechend amerikanischen Foren schadet so eine Reparatur dem Reifen nicht, solange der Fremdkörper nicht massiv die Stahlbänder zerstört hat. Die Belastbarkeit scheint durch so eine Reparatur erstmal auch nicht relevant reduziert zu werden.
Kritischer Punkt scheint das Eindringen von Salzwasser in die Karkasse zu sein, das dann im Laufe der Zeit durch Rost die Stahlbänder zerstört.
Allerdings "vulkanisiert" das Reparaturgummi derart mit dem Reifengummi, daß man die reparierten Stellen nach ein paar tausend Km nicht mehr findet.
Aus meiner Sicht, ist ein Reifen viel mehr durch Risse und Schnitte in der Profilschicht gefährdet, die nicht unmittelbar zum Druckverlust führen, aber trotzdem die Stahlbänder durch Rost über die Zeit ruinieren.
Also letztendlich eine Wahrscheinlichkeitsfrage, ob ein Reifen langfristig durch die Reparatur oder andere Vorschäden defekt wird.