Beiträge von Kazari24

    Taxidriver hat mir gesagt dass er mir das Fahrwerk gut einstellt, fährt sich auch klasse. Evt. kann dir Svanniversary die Werte erklären.

    Da bin ich raus, ich fahre nur und kann sagen ob es sich gut anfühlt oder auch nicht.

    Meins ist fast genauso eingestellt, bin sehr zufrieden, passt!

    (Die roten Werte sahen so aus, als hätte jemand das Bild editiert, aber jetzt versteh ich's)

    Ich hoffe, das betrifft erst die Fahrzeuge ab Zulassungsdatum 06.2026. Bei BMW hat es bisher keine Probleme mit sich gebracht, wenn die Online Dienste ausgelaufen sind. Es stehen dann einfach bestimmte Funktionen nicht mehr zur Verfügung. Hat sich dahingehend etwas geändert? Betrifft das den ND3???


    Mal OFF TOPIC: Die neuen Funktionen in den Fahrzeugen, dienen nicht dazu, mehr Fahrspass zu vermitteln, sondern eher dazu, den Genuss an Mobilität einzuschränken. Aus meiner Sicht, ist das absolut so gewollt.

    Das betrifft Reparaturen in der Werkstatt, wenn z. B. ein Steuergerät getauscht werden muß (wie letztes Jahr das ABS beim '24er ND3 2.0). Dann geht das nur mit der Online-Zustimmung des Herstellers per angeschlossenem und vernetztem Hersteller-Servicetool.

    Wenn es dann den Hersteller nicht mehr gibt oder er meint, keinen Support mehr für das Fahrzeug liefern zu müssen, ist Game over.

    Fahrzeug defacto stillgelegt, weil sich ein anderes intaktes Steuergerät nicht mehr ins Fahrzeugsystem integrieren lassen kann.

    Das betrifft m. E. auch recycelte Steuergeräte, z. B. aus Unfallfahrzeugen.

    Das hat fatale Parallen mit wertlos gewordener Hardware, weil es dazu keine SW-Unterstützung mehr gibt, wie z. B Heizkörperthermostate, Internetradios, Home Automation, etc., nur eben in einer neuen Größenordnung.


    Bei Mazda ist das schon seit meinem '24er Modell Realität.

    Nein, schlicht nein, aus der Praxis, nicht aus der Theorie. Ich kenne einen sehr netten Kollegen, der aktiv in die Lobbyarbeit eingebunden ist.

    Ich finde das maximal schräg der Industrie die Schuld an den politischen Auswüchsen zu geben.


    Und noch einmal die Frage, worum geht es jetzt und was stört speziell an der Cybersecurity, als Verbraucherschutz? Wie geschrieben, Warntöne und -meldungen sind ein anderes Thema.

    Es geht mir um die m. E. schlechte Implementationqualität neuer Funktionen (Sicherheit, Überwachung, Fahrhilfen, Bedienung).

    Aus meiner Sicht als Kunde ist das ein Konglomerat aus verpasster qualitative Einflußnahme der Industrie auf eine kundenfreundliche Implementation.

    Die Automobilindustrie versteckt sich hinter dem Gesetzgeber und der Gesetzgeber hinter m. E. übertriebenen Sicherheitsanforderung.


    Während es bisher für den Kunden (wenn auch teilweise schon mit Steuergeräte Parametrisierung) möglich war, das Fahrzeug und seine Funktionen (nicht Leistungssteigerung) auf seine Bedürnisse einzustellen, wird man neuerdings mit wiederkehrenden schwer konfigurierbaren Funktionen konfrontiert, die m. E. sogar schädlich für die Verkehrsicherheit sind. Solange die nicht immer wieder neu abzuschalten sind, sind mir die auch egal.


    Durch das ständige Aufoktruyieren ungewollter Funktionen fühle ich mich in meiner persönlichen (Wahl)-Freiheit eingeschränkt und mache deshalb grundsätzlich erstmal denjenigen verantwortlich, der mir ungefragt so eine Leistung verkauft, bzw. unterschiebt und erst in zweiter Linie diejenigen, die das initiiert haben.

    Wobei die Wahlfreiheit diese Funktionen zu nutzen oder auch nicht, ja grundsätzlich (noch) gegeben ist, nur durch die Implementation, durch die Hintertür immer wieder erzwungen wird, was das eigentliche Problem ist. Das meine ich auch mit "übergriffig".


    Noch als Anmerkung: Ich habe kein Problem mit irgendwelchen Regularien, wie z. B. der für Cybersecurity an sich, nur wenn ich mir die offenen Punkte, die eine Reparatur und damit den Betrieb eines Fahrzeug nach Auslaufen der Online-Hersteller Unterstützung defacto unmöglich machen, vor Augen führe, vor allem ohne beim Kauf explizit darauf hingewiesen zu werden, halte ich das für sittenwidrig.

    Ohne jetzt in die Details zu gehen, schau Dir mal die aktuelle vereinfachte Arbeitsweise des UNECE an, da werden explizit die Hersteller angesprochen.

    Wenn man sich nicht genug kümmert, dann passieren halt solche Regulations wie 155/156, die dann die Kunden auszubaden haben:


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    Eben, Gesetze passieren und die Betroffenen (die Industrie) werden normalerweise dazu gehört und Abgeordnete dieser Gruppe definieren im Regelfall den Inhalt mit, damit die Gesetze inhaltlich Sinn machen.

    Mittel- und langfristig kann ich als engagierter Verbraucher nicht erkennen, daß die Qualität der relevanten o. g. Regelungen dazu geeignet ist, den Fahrzeugabsatz zu steigern, was ich als Aktionär erwarten würde.



    (...aber meine Autoaktien habe ich ja schon vor geraumer Zeit in anderweitige ETFs gewandelt...)

    Unter übergriffig verstehe ich Funktionen, die mir unter anderem, auch noch ungefragt bei jedem Neustart aktiviert, ins Lenkrad greifen und so schlecht implementiert sind, daß sich, wie z. B. im Miata der Spurhaltessistent aufschauckelt und man den Vorgang, bevor man für gemeingefährlich gehalten wird, abbrechen muß.


    So getestet auf einer fast geraden und leeren Autobahn mit konstanter Geschwindigkeit um 100Km/h das Lenkrad mal losgelassen und geschaut, wie der Spurhalteassistent zwischen Randstreifen und Mittellinie immer wilder hin- und herregelt.

    Ich hatte den Eindruck, wenn ich es hätte weiterlaufen lassen, irgendwann in den Leitplanken gelandet wäre.

    In so einem Fahrzeug möchte ich nicht ohnmächtig werden (und auch nicht in der Nähe eines solchen sein)!


    Anderer Fall, entgegenkommende landwirtschaftliche Mähmaschine, der man auf enger, aber ausreichend breiter Landstraße bis zum Straßenrand ausweichen muß. Jeglicher Assistenteneingriff in dieser Situation führt entweder in den Graben oder zur Kollision. Ansatzweise habe ich das im Miata erlebt.


    Möchte mal wissen, wer in solchen Fällen vor Gericht haftet???

    Aus diesem Grund traue ich mich auch nicht, den Motorradführerschein zu machen. Kann man überhaupt entspannt fahren, wenn man ständig auf alles & jeden aufpassen muss? Ich wäre wahrscheinlich nach jeder Fahrt mit den Nerven fertig 😅

    Bin lange, viel und gerne Motorrad gefahren und hab den Motorradführerschein auch erst im Studium gemacht. Wenn Du gerne engagiert Auto fährst, wird Dir das Motorradfahren auch viel Spaß machen.


    Das eigentliche Problem beim Motorradfahren ist nicht unbedingt das Übersehenwerden, sondern allgemein die Schwere der Unfälle.

    Habe das sozusagen nicht nur am eigenen Leib erlebt, sondern auch in der BGU Murnau (Klinik) die "armen Kerle", die ab dort ihr weiteres Leben querschnittsgelähmt weiterleben mußten. Das hat mich dann wieder zur Aufgabe bewegt. Einen Haufen Airbags und Blech rundherum ist halt sicherer.