Tieferlegung

  • Demnächst wird mein KW V3 Fahrwerk verbaut und eingestellt. Die Gesetzgebung hier in Österreich fordert den Einbau und die Vermessung durch eine Fachwerkstatt, weshalb ich einen lokalen Mazda Vertragshändler damit beauftragen möchte.


    Das Spannende an der Geschichte ist, dass die Werkstatt nach eigener Aussage mit dem MX-5 ND keine Erfahrung hat, geschweige denn mit dessen Fahrwerkseinstellung. Dennoch ist der Meister zuversichtlich, dass das klappen wird.


    Hat jemand vielleicht einen Tipp, in welcher Reihenfolge man am besten einstellt, damit ich den guten Mann im Zweifel auf den richtigen Weg führen kann? Ich habe hier mal gelesen, dass es diejenige ist, wie sie in den (meisten) Vermessungsprotokollen erscheinen, also Nachlauf vor Sturz. Das würde aber dem widersprechen, was ich hinsichtlich Nachlauf und dessen Einfluss auf den Sturz gelesen habe.


    Im Moment tendiere ich zu:


    1.HA
    - Sturz
    - Spur


    2. VA
    - Sturz
    - Nachlauf
    - Spur

    LG
    Nelle


    G160 Roadster 2018 SL + SP, rot.
    KW V3 optimiert, Dunlop Sport Maxx RT 205/50R16 + OZ Alleggerita ET37, I.L. Motorsport Dom- und Unterbodenstreben V+H, Fox ESD
    Fahrwerkseinstellung (ständig aktualisiert): *klick* (Post #85) - Und so schaut er aus: *klick*

  • Spur als letztes passt und Hinterachse zuerst wg. Fahrachswinkel passt auch.


    Vorne hängen Sturz und Nachlauf zusammen und können auch nur gleichzeitig eingestellt werden. Hinten hängen Sturz und Spur voneinander ab.


    Nach dem Einbau reicht ja eine Grobeinstellung, weil er sowieso nach dem Setzen nachgestellt werden muss.

  • Und wenn ich es noch richtig im Kopf habe, ist der Einstellbereich vorne links limitierend für die Vorderachse. Also erst Fahrerseite einstellen, dann die Beifahrerseite. Ist hier auch diversen Themen nachzulesen

    G160 EL mit TP, H&R Monotube, Autec Wizard 7.5x17 mit Yokohama AD08R, Fox ESD 2x70mm rechts

  • Ich danke euch! :thumbup:


    Edit:
    Zu den 60er Federn ...
    Hier in Ö ist alles nicht so einfach. Meine Erfahrungen auf dem Gebiet sind gering. Anscheinend ist man sehr vom guten Willen des jeweiligen Prüfers abhängig.
    Die OZ Felgen und das KW Fahrwerk zusammen stößt bei störrischen Gemütern schon mal auf prinzipielle Ablehnung.
    Ich habe aber einen Prüfingenieur gefunden, der die Überlegungen, auf die diese Kombination beruht, nachvollziehbar und vernünftig findet, und damit einer Eintragung zustimmen würde, sofern alle weiteren Kriterien erfüllt sind.
    Wenn ich jetzt gleich mit 60er Federn winke, würde er womöglich das Gesamtkonzept infrage stellen und ablehnen.
    Daher lautet meine Strategie, zunächst das KW V3 mit den originalen Federn in Kombination mit den OZ Felgen eintragen zu lassen und später mal "nachzubessern".
    Let's see ...

    LG
    Nelle


    G160 Roadster 2018 SL + SP, rot.
    KW V3 optimiert, Dunlop Sport Maxx RT 205/50R16 + OZ Alleggerita ET37, I.L. Motorsport Dom- und Unterbodenstreben V+H, Fox ESD
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  • Ich muss nochmal eine Frage stellen.
    Wenn man bei einem Gewindefahrwerk (!) (bei mir ST-X) die Höhe ändert. Hat das Einfluss auf die Fahrwerkseinstellung ?


    Ich meine gelesen zu haben das es einen Einfluss hat. Kann mir aber nicht erklären wieso das so sein soll.

  • Das Rad wird von den Querlenkern geführt. Diese sind unterschiedlich lang, also bewegt sich das Rad bei der Ein- oder Ausfederung nicht linear nach oben, sondern kippt dabei auch noch nach innen bzw. außen. Dabei verändern sich die Spur- und Sturzwerte, was ein genau so gewollter und konstruierter Effekt ist. Das nennt sich Kinematik, oder auch Wanklenken (und es gibt noch weitere Begriffe). Mit diesem Effekt kann man ein Auto bewusst bei Kurvenfahrt stabiler, oder auch agiler machen.


    In der Animation auf Wikipedia kann man das erkennen: https://de.wikipedia.org/wiki/Mehrlenkerachse


    Beim MX-5 ND gilt beim Einfedern:
    Vorderachse: mehr Sturz, weniger Vorspur
    Hinterachse: mehr Sturz, mehr Vorspur


    Alles andere führt jetzt denke ich hier zu weit, aber ich bin immer bereit bei einem netten Bierchen mehr zu erklären ;) .

  • Eine Frage an alle Tief(f)lieger: Hat bei euch eigentlich jemals ein TÜV-Prüfer (oder Polizist) den Abstand vom Tagfahrlicht zum Boden beanstandet? Mindestmaß sind 250 mm - und zwar bis Unterkante Tagfahrlicht gemessen, so sagte heute ein Prüfingenieur zu mir.


    Trotz minimalst möglicher Tieferlegung kratzte ich haarscharf an der Grenze!

    LG
    Nelle


    G160 Roadster 2018 SL + SP, rot.
    KW V3 optimiert, Dunlop Sport Maxx RT 205/50R16 + OZ Alleggerita ET37, I.L. Motorsport Dom- und Unterbodenstreben V+H, Fox ESD
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