Hohlraumversiegelung und Unterbodenschutz

  • War gestern 700km unterwegs. Vom Bodensee nach Nürnberg und Erlangen. Zurück über Augsburg und Memmingen. Kein Schnee, kein Salz, Straßen meist furztrocken. Komme im Jahr in über 100 Häuser und bin immer wieder erstaunt in was für einem Zustand die Garagen sind, auch nach 40, 50 Jahren. Stahlprofile der Garagentore meist korrodiert, aber immer noch funktionstüchtig, obwohl über Jahrzehnte hunderte Liter Salzwasser eingetragen worden sind. Und sind wir mal ehrlich, nach 60 Jahren kann man sich auch mal ein neues Garagentor leisten, oder?

    Trocken ja, kein Schnee ja, aber kein Salz - das halt ich nicht nur für ein Gerücht, das ist eines.


    Bin selbst genug in der Region und auf der Höhe unterwegs.


    War zum Postzeitpunkt alles salzig ohne Ende. Staubte tlw. richtig.

  • Moin , von Fluidfilm gibt es nun die Spraydosen ASR auch in schwarz.

    Das ist für die Achsen interessant.


    Für die, diedsas nicht kennen. Das ASR ist recht flüssig und dickt dann wie Ketchup etwas an. Kriecht sehr weit, auch ohne viel Sonne. Bleibt feucht und wird Sand anhaften lassen. Spritzwasser lässt das auch wieder verschwinden. Dafür ein Naturprodukt.


    Mit der Sonde in die Achskörper satt und auf die Schweissnähte und Schnittkanten dünn sollte das die Achsen schick bleiben lassen. Einmaĺ im Jahr reicht. Aufwand minimal.

    Nicht auf Gummi bewusst sprühen.


    Grüsse Andreas

  • Moin, für meinen noch rostfreien Alltagswagen habe ich mir was zur Hohlraumkonservierung nach beratung beim KSD geholt.

    Ich habe auch schon heisses Sanders verarbeitet, Druckbecherpistole habe ich dort gefiehl mir nicht der fettige Geruch der etwas bleibt. Für Türen und Hauben ist das auch nicht, da man zwangsweise zuviel einbringt und in der Sonne das wie ein Stück butter in der Pfanne herunterrutscht und Abläufe verstopft.


    Bestellt habe ich KSD Kaltfett. Das ist bei 20°C etwa wie weicher Ketchup, fliesst aber an senkrechter Fläche nicht ab.

    Es soll Tage brauchen etwas anzuziehen, mal.

    Hat Ähnlichkeit optisch zu Fluidfilm NAS , riecht aber viel weniger, wie etwa fettige Hautcreme.


    Fluidfilm ölt ja stark aus , das macht das Kaltfett nicht so. Ein Ölschatten auf Rost kriecht etwa so wie Sanders weiche Mischung.


    Hier ein Testblech frisch aufgetragen, mal sehen ob es antrocknet, nach 24h war es aber noch wie aufgetragen flüssig.


    Also bisher ein Plus zu Sanders in Geruch und Verarbeitung da man es für die Druckbecherpistole nicht heiss machen muss.


    Bei Blätterteigrost im Hohlraum lieber Fluidfilm NAS nehmen, das sollte ein ND aber hoffentlich nicht haben.


    Grüsse Andreas

  • Da bin ich mal gespannt. Hatte 2019 auch vor meinen MX-5 mit dem KSD Kaltfett zu versiegeln. Druckbecherpistole, sommerliche Temperaturen, zusätzlich noch erwärmt, verschieden Sonden etc. Das Ergebnis bei der Kontrolle am nächsten Tag mit dem Endoskop war nicht überzeugend. Habe dann Fludifilm AR genommen und einen zweiten Durchgang gestartet. Dann stand der Nebel nur so in den Hohlräumen. Für den Unterboden hatte ich KSD Bernstein UBS. Das Zeug hingegen war super zu verarbeiten und sieht jetzt immer noch gut aus.

    Grüße


    Andreas


    MX-5 G184 Signature in schwarz, Öhlins Road & Track (70/40), I.L. Motorsport Domstrebe (Front + Heck), Zymexx Blinker

  • Vom Werkswachs ist das KSD Kaltfett nicht abgeperlt. Es zog sich einfach nicht richtig in die Falze. Lag einfach oben drauf. War zwar mit dem Endoskop schwer zu sehen, da dauernd die Linse wieder im Fett hing, aber wir haben uns da mehrere Ecken angesehen und waren nicht zufrieden. Dabei war die Ausgangslage gut. Wir hatten über 20 Grad, das Material selber war temperiert etc. Keine Ahnung. Oder einfach nur Pech gehabt.

    Das Unterbodenzeugs hingegen ließe sich bombe verarbeiten. Werde in diesem Sommer mal damit nachbearbeiten.

    Grüße


    Andreas


    MX-5 G184 Signature in schwarz, Öhlins Road & Track (70/40), I.L. Motorsport Domstrebe (Front + Heck), Zymexx Blinker

  • Ja mal schauen, ich mache da dann auch Endoskopbilder. Bei Sanders ist das auch so, aus der Düse raus kühlt das so ab, dass sich da eher nasse Kügelchen auf das Blech legen. Ich hatte mein Testblech nun mal drinnen. Das Kaltfett schwitzte genauso Öl aus wie das Sanders weiche Mischung, beide blieben aber am Platz bei 25°C.


    Grüsse Andreas

  • Das Ergebnis hatten wir mit Mike Sanders aus. Sah auch wie eine Schneelandschaft, aber eben kein glatter Überzug der in Falze ging. Wurde erst besser mit einer beheizten Düse,

    Grüße


    Andreas


    MX-5 G184 Signature in schwarz, Öhlins Road & Track (70/40), I.L. Motorsport Domstrebe (Front + Heck), Zymexx Blinker

  • Das Ergebnis hatten wir mit Mike Sanders aus. Sah auch wie eine Schneelandschaft, aber eben kein glatter Überzug der in Falze ging. Wurde erst besser mit einer beheizten Düse,


    Bei Sanders ist das auch so, aus der Düse raus kühlt das so ab, dass sich da eher nasse Kügelchen auf das Blech legen

    Hmm, kann ich so nicht bestätigen.
    Habe die normale MS Mischung verarbeitet, das Fett legt sich bestens aufs Blech, auch sehr glatt. Mein Laien "Tipp" wäre an der Stellen:
    Viel Hilft viel, Düse/Materialanteil weit aufdrehen, bevor man die Düse in die Hohlräume einführt vorher außerhalb des Autos (Eimer/Flasche etc.) abdrücken bis es richtig nebelt, die Spritzpistole muss erstmal für 2-3 Sekunden (durchgehend abgedrückt) auf Temperatur kommen. Danach schnell weiter in die Hohlräume, Abzug gedrückt halten und langsam durchziehen. Das Fett wird aus allen größeren Öffnungen rauslaufen, gerne auch >50% von dem was man verarbeitet. Die ganze Aktion sollte in 2min erledigt sein (so habe ich es gemacht).
    Dieses voll draufhalten, langsam durchziehen und viel rauslaufen lassen ist wichtig -> damit stellt man sicher dass alles erwischt wird. Gleichzeitig sorgt man mit dem vielen heißen Fett dafür dass sich das Blech erwärmt, dadurch baut sich dort nicht ewig weiter eine Fettschicht auf, es fließt dann einfach wieder ab -> glatte Oberfläche bleibt zurück.

    Endresultat ist dass alles eine ~2mm starke Schicht hat, bei kleineren Hohlräumen auch perfekt verteilt.
    Wenn man ne geringere Schichtstärke will, muss man die Hohlräume auf 60-70°C vorheizen (geht halt nicht überall). Wenn man das ohne starkes Hochheizen des Blechs dünn bekommen will, dann wird man wohl mit weniger Material/viel Luft arbeiten müssen (nie getestet)?

    Habe es bisher bewusst nur an einfachen (kleiner Durchmesser, gut erreichbar, horizontal, große Ablauflöcher vorhanden) Hohlräumen eingesetzt, für komplexere Hohlräume ist mir das bisher mit meiner "Technik" nen bisschen zu heiß, da so kaum anwendbar.