Was für ein Sportgerät is das? Talaria hab ich noch nie gehört. Empfehlenswert?
Beiträge von bwm
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Interessant, mir war so, als hätte das hier mal jemand anders berichtet. Aber das ist ja auch ein anderes Thema. Ich sage nur: Menschen haben unterschiedliche Toleranzschwellen für die Nervigkeiten des Autos und der ND3 reißt meine mit dem ihm auferlegten Gebimmel und Geassistiere. Deshalb sollte man den ND3 ausgiebig ausprobieren, bevor an ihn blind kauft. Gerade, wenn man eher älteres Equipment gewohnt ist, das diese ganzen Bimmeleien nicht hat
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Heute war ein schöner Tag. Ich habe zufällig ein paar geradezu exquisite Straßen rausgesucht, die offenbar in keinem Reiseführer stehen. Sehr "ursprünglich" und sehr leer, dabei nicht weniger schön. Herrlich.
Wir sind 335km in 5:31h gefahren. Es ging von Byrkjelo (wie immer - über Umwege) nach Yndestad.
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Das Wetter war heute so lala, deshalb haben wir anfangs auch kaum Fotos gemacht. Es war den ganzen Tag wechselnd stark bewölkt, geregnet hat es bis auf vielleicht 15 Minuten Niesel im letzten Drittel aber nicht.
Wir sind morgens erstmal nach Westen bis an die Küste gefahren. Auf dem Weg dorthin kamen wir die 615 entlang und die fand ich richtig schön. Die wirkte ein bisschen alt und runtergekommen und damit aber eben auch ehrlich und naturbelassen. Nicht so hochglanzpoliert, wie die Hotspots es sind, sondern alles ein wenig natürlicher. Da waren die Leitplanken ein wenig verrostet, der Teer hatte auch mal Schlaglöcher, die Randbegrenzungssteine waren mit Moos bewachsen und - natürlich - stand mittendrin auch einfach mal ne Herde Kühe rum.
Das ist Norwegen wie ich es kenne und sehen will. Die Straße war auch sehr schmal und hatte auch mal über längere Abschnitte keine Ausweichbuchten. Aber da war halt auch kein Verkehr, deshalb ging das.
An der Küste haben wir einen Rundweg genommen, der von Eikefjord einmal am Atlantik entlang um die Halbinsel herum führt. FV542 und danach 611. Genauso "naturbelassene" Straße, genauso leer. Nur eine handvoll Einheimische und genau 1 anderes deutsches Auto. Die beiden haben sich zeitgleich mit uns die Felszeichnungen in Ausevika angesehen.
Schon irgendwie beeindruckend, mit wie viel augenscheinlicher Absicht die Menschen vor 6.000 Jahren dort gemalt haben und mit welch scheinbar komplexen Gedanken und Konzepten. Ich kann das schwer beschreiben. In meinem Kopf waren Steinzeitmenschen immer so ein bisschen nach dem Motto drauf hauen, essen, UGA rufen und danach zuhause noch für Nachwuchs sorgen. Dass die Menschen damals das Konzept von Einsamkeit schon so weit verstanden haben und abstrahieren konnten, dass sie es in Kunst zum Ausdruck bringen könnten und dabei noch auf Wild übertragen haben, überrascht mich einfach. Wie gesagt: schwer zu beschreiben.
Auf dem Parkplatz dann mal wieder festgestellt, wie unzuverlässig selbst das Regenradar hier oben ist: laut Regenradar hat es zu dem Zeitpunkt, wo ich geschaut habe schon seit 20 und noch für mindestens weitere 20 Minuten geregnet. Tatsächlich war es trocken. Auch die Straßen rundum wussten nichts von dem Regen, der dort laut Regenradar 40 Minuten lang runter kam.
Es ging weiter und hier von Helle noch ein Bild vom Førdefjord. Ist nach einer Woche hier im Fjordland nix besonderes mehr, aber wie tief die Wolken da im Tal hängen sah für mich faszinierend aus.
Dann haben wir eine kleine Mittagspause am Beginn des Gaularfjellet gemacht. Habe vor Ort leider vergessen, ein Foto zu machen, daher hier eins 5 Sekunden nach Abfahrt mit Paula drauf.
Von dort ging es dann weiter zum "Höhepunkt" (war der höchste Punkt) des Tages am Utsikten Gaularfjellet.
Diese wunderschöne Schlangenstraße sind wir dann mal ein wenig sportlicher runter und wieder hoch gefahren. Daher auch die für Koffer sportlichen Schräglagen dort.
Anschließend sind wir die Gaularfjellet Touristenstraße entlang gefahren. Da haben sie freundlicherweise schon vor vielen Jahren per Gesetz festgehalten, dass die Wasserfälle dort naturbelassen bleiben müssen und nicht für Wasserkrafr genutzt werden dürfen. Dadurch kann man solche Schönheiten wie den Eikjelandsfossen da noch bestaunen
Der soll wohl im Juli einen Durchsatz von durchschnittlich 75 m3/s haben. Fast 500 Badewannen, die da pro Sekunde runter donnern. Einfach wow.
Und ganz am Ende nochmal ein Highlight: wir sind von der E39 Richtung Sognefjord nochmal rechts nach Guddal abgebogen. Auch hier wieder eine Straße wie "damals" nur halt mir frischem Asphalt. Ein bisschen wie die vorhin, nur diesmal als Bergstraße. Teilweise nur Randbegrenzungssteine (keine Leitplanke) und dahinter 200m tiefer Abgrund. Die Straße kaum breiter als ein Auto und auf hunderte Meter keine Ausweichbuchten und auch kein Grünstreifen. Links Felswand, rechts Abgrund. "Ausweichbuchten" waren die Spitzkehren. Foto habe ich erst nach dem besonders spannenden Abschnitt gemacht (das war tatsächlich einfach überall zu eng, als dass man da irgendwo hätte anhalten können)
Aber man sieht es ja ein bisschen. Randstein teils Moosbewachsen, teils ausgebrochen. Das Metallschild zerdengelt und verdreht. Steine auf der Straße. Einspurig bis hinter den nächsten Hügel. Geil. Ich will keine Hochglanzbroschüre, sondern das "echte" Norwegen. Das hab ich heute bekommen.
Ja und zuletzt noch ein Bild von unserer "Hütte" heute Nacht.
Eigentlich hatten wir nur ein Zimmer im Haupthaus aber sie meinte es ist einfacher, wenn wir einfach ein Zimmer in der großen Hütte nehmen. Das Ding hat einen riesen Wohnbereich mit Küche, da bekommst du locker 20 Mann unter. Und nach hinten 10 Zimmer mit Doppelbetten. Mir solls recht sein

War ein richtig toller Tag mit einer hammergeilen Tour und trotz des mäßigen Wetters eins meiner Highlights.
Und ich habe speziell auf dem Gaularfjellet mal wieder festgestellt, was für ein Glück ich eigentlich mit Paula habe. Dass sie das nicht nur alles mitkommt, sondern wie souverän sie auf dem Bock sitzt und ihn dirigiert, das ist einfach eine wahre Freude. Selbst wenn da in der Kurve auf einmal Dreck oder ein Schlagloch kommt, brauche ich keine Angst um sie zu haben. Sie macht saß schon. Und selbst bei der sportlichen Runde Gaularfjellet (die Rasten hatten bei mir 2 mal Bodenkontakt) lässt sie sich einfach zurückfallen, wenn es ihr zu bunt wird (bergab) oder bleibt sogar dran (bergauf). Voll toll

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Der ND3 hat das gleiche Gebimmel wie alle modernen Autos. Geschwindigkeitsübertretungswarner, Spurverlassenswarner (bzw der ND3 hat glaube ich sogar den aktiven Spurhalteassi bekommen, oder?), Tote Winkel Warner usw. Es gibt eine Taste, mit der man alle Töne aus macht. Das beinhaltet aber auch die PDC (die man ja meist noch benutzen möchte).
Manche benutzen den Track Mode des ND3, da geht nämlich PDC noch, aber der Tempowarner ist aus. Dabei geht aber auch das ESP in einen sportlicheren Modus (der Serienmodus ist schon recht sportlich) und Tempomat geht nicht mehr. Bzw beim Anschalten des Tempomat word der Trackmode deaktiviert und damit gehen auch alle Warner wieder an. Einzelne Warner oder Systeme ausschalten geht nur in den Tiefen des Menüs. Das ist jedenfalls das, was ich hier mitgelesen habe. Habe selbst keinen ND3. Ich bin 1 mal mit dem ND3 meines Bruders gefahren, weil wir was mit dem Matrix LED Licht ausprobieren wollten (beim ND3 ist der Fernlichtassi immer an, man kann ihn nur ausschalten, indem man das Licht von Automatik auf Manuell stellt) und bei der ersten Fahrt ist mir der Geschwindigkeitsübertretungswarner schon auf den Keks gegangen, weil er halt in der Dunkelheit das aufgehoben Schild nicht erkannt hat.
Gibt aber auch genügend User hier, die damit klar kommen. Ich sage nur, dass du ihn ausprobieren solltest, bevor du ihn kaufst. Aber wenn du ein Auto von 2025 hast, kennst du das Gebimmel ja grundsätzlich.
Wenn dir die Homura Ausstattung inkl Bremse und Felgen wichtig sind, wäre theoretisch auch der 30th anniversary edition eine Option. Dafür musst du aber die Außenfarbe Orange mögen und darfst bei hohen Preisen nicht anfangen zu weinen

Der ist ein ND2, also ohne Gebimmel und mit dem alten Infotainment, hat aber alles, was der Homura auch hat.
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Zur eigentlichen Frage kann ich nicht viel mehr beitragen, als von anderen schon gesagt wurde. Der Markt ist leer gekauft, es kommt kein Nachschub mehr. Noch dazu wurde das von dir gewünschte Modell (2. Facelift ND3) nur 1 Jahr in Europa verkauft. 2024 kam der ND3 erst und 2025 dann schon das aus für den 2L
Aber ein Hinweis sei erlaubt
gutes Licht, dichtes und einigermassen leises Dach, Einspritzer, Klima, Sitzheizung, Navi bzw CarPlay, ACC, ... ihr versteht.
Falls du mit ACC adaptive cruise control meinst, also Abstandsregeltempomat: den hat der MX-5 in Europa nie bekommen. Der wurde in anderen Märkten mit dem ND3 eingeführt (z.B. USA), in Europa gibt es aber afaik bis heute nur regulären Tempomat. Falls dir das wichtig ist, ist der MX-5 aus Europa nix für dich. Da könnte man vlt über einen Import aus den USA nachdenken, wenn es das unbedingt sein sollte.
Ansonsten weiß ich nicht, was genau dich zum ND3 und da speziell zum Homura treibt? Gerade als jemand mit viel Erfahrung in älteren Autos könnte das Gebimmel des ND3 dir auf den Keks gehen. Solltest du ausprobieren, bevor du blind einen kaufst. Ansonsten könnte der ND2 eine Alternative sein, was den potenziellen Markt natürlich erheblich vergrößert. Den gab es zuletzt auch als Homura bzw. davor auch immer als Sportsline mit Sportpaket, wo dann die Brembo Bremse und die damit einhergehenden Schmiedefelgen nicht dabei waren, aber die Recaro Sitze und das Bilstein Fahrwerk waren mit drin.
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heute war ein Pausentag und ich habe nicht viel zu berichten. Wir haben gestern Abend noch die Wäsche gewaschen und getrocknet bzw aufgehängt. Heute früh habe ich dann gesehen, dass der rechte Koffer von meinem Fährensturz doch etwas mehr abbekommen hat, als ich ursprünglich dachte
Der Deckel hat ihn offenbar noch vorübergehend in Position gehalten. Der muss dann wohl mal getauscht werden.
Dann sind wir heute gegen Mittag los, Lebensmittel kaufen und außerdem beim Baker Jon 2 ein kleines Mittag und 2 Zimtschnecken gegessen. So lecker hatten wir die beide noch nie.
Joa und Nachmittags waren wir dann auf einer kleinen Bootstour im Knøsjesfjorden. Das ist ein See, der von Gletschern gespeist wird und der liebe Hans bietet dort Bootstouren an, auf denen er viel zu den Leuten, der Gegend und den Gletschern zu erzählen weiß. Total unterhaltsam und sehr interessant. Man merkt richtig, wie er das Leben dort genießt. Er ist aus einem Inseldorf mit 300 Einwohnern, dann aber im Großraum Oslo groß geworden und vor ein paar Jahren erst hier in die Gegend gezogen. Er weiß aber mehr über die Gegend und die Leute zu berichten, als ich aus meinen 10 Jahren in Berlin.
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Heute bin ich ganz schön genervt. Aber nicht vom Wetter. Heute war das schlechteste Wetter der ganzen Woche angesagt, wir hatten aber exakt gar keinen Regen unterwegs. Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad, leicht bewölkt - perfekt.
Genervt bin ich von Menschen. Unmengen an Menschen in den Touristenzentren des Landes. Unzählige Wohnmobile, die sich in quälend langsam den Berg hoch schieben. Dutzende Autos, die mitten im zähflüssigen Verkehr einfach mit Warnblinker stehen bleiben, um ein paar Fotos zu schießen. Es ist zum Mäuse melken.
Aber der Reihe nach
Hier die Calimoto Zusammenfassung: 299km in 6:06h
Screenshot_20260721_213957_calimoto.jpg
Gefahren sind wir von Eide nach Byrkjelo über Trollstigen und Geiranger. Norwegen-erfahrene wissen jetzt vermutlich schon, wovon ich genervt bin.
Aber von vorne: der Tag beginnt mit der positiven Überraschung, dass vom Regen weit und breit keine Spur ist, auch auf dem Regenradar nicht. 14 Grad und bewölkt lässt sich aushalten. Woohoo. Also Sachen gepackt, Hütte gereinigt und los. Nach weniger als einer Stunde kamen wir an die erste Fähre. Wir haben uns hinter den anderen Motorrädern in der 2. Reihe angestellt. Die Verladedame mag aber Motorräder nicht sonderlich. Nicht nur hat sie uns nicht eher rauf gelassen (was bei den meisten Fähren hier passiert), sondern uns dann auch noch so hingestellt, dass wir mit als letzte von der Fähre wieder runterkommen. Na toll. Und dann ist beim andocken der Fähre ein Malheur passiert: es gab einen ordentliche Ruck zur Seite. Motorradfahrer saßen aber alle schon wieder auf ihren Böcken. 2 der 7 Moppeds lagen anschließend, darunter auch Paulas F. Weil wir da hinten so gequetscht standen, ist sie mit ihrem Scheinwerfer mein Nummernschild entlang geratscht. Kleine Blessuren am Scheinwerfer der F (nix, was man nicht wieder raus poliert bekommen würde)
Und ein leicht verbogenes und zerkratztes Nummernschild an der AT. Die größte Delle war diesmal in Paulas Ego. Aber die bekommen wir auch wieder ausgebeult

Dann weiter und so gut es denn hinter den ganzen WoMos ging die Gegend genossen. Hier ein Blick auf den Rømsdalsfjorden von einem verlassenen Steg aus
Und dann kam schon der Trollstigen. Wetter war gut (unsere Wetter-Trefferquote ist hier bisher etwa 50%), aber der Verkehr ist zum abgewöhnen. Die Straße hoch ist halt relativ schmal. 2 Autos müssen schon aufpassen beim aneinander vorbei fahren. Ein jedes WoMo ist kaum schneller als mit Schrittgeschwindigkeit unterwegs. Und wenn sich 2 WoMos treffen, geht das üblicherweise mit 1-3 Minuten Komplettstillstand für mindestens eine der beiden Richtungen einher. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass zu jedem Zeitpunkt um die 10-15 WoMos pro Richtung versuchen, da hoch oder runter zu kommen, ist einfach kein vorankommen mehr. Merke: wird zukünftig ausgespart. Ich dachte beim letzten Mal, dass das Problem war, dass wir am Wochenende da waren. Dem ist aber nicht so. Der ist einfach nur inzwischen dramatisch überlaufen. Versteh ich, die Ausblicke sind schon schön. Kann man aber in der Saison einfach nicht mehr hin.
Als wir dann endlich drüber waren, noch kurz ein Bild vom dahinter liegenden Nationalpark gemacht
Und dann weiter.
Beim Anstehen für die 2. Fähre nach Eidsdal (die, die man nehmen muss, wenn man vom Norden zum Geiranger will), dann das 2. Malheur. Diesmal komplett meine Schuld. Ich hatte den Seifenständer ausgeklappt und das Mopped darauf abgestellt, die Beine dann auf die Rasten und nach hinten ans Topcase angelehnt. Die Straße war aber leider nach rechts leicht abschüssig und das Fahrwerk ist offenbar unter meinem Gewicht langsam eingesackt. Bis ich gemerkt habe, dass ich umkippe, war es schon zu spät. Ich also nach rechts umgekippt und da stand natürlich Paula auf ihrem Motorrad. Paula Also nach rechts umgekippt und im Graben gelandet. Sie lag dann auf dem Rücken im Graben (vielleicht 20cm tief, also nicht schlimm) und kam erst nicht hoch, ich lag zwischen den Motorrädern mit einem Lachkrampf ob des dämlichen Umfallgrundes und die Moppeds lagen nebeneinander auf der Straße. Wir haben uns beide erstmal 2 Minuten lang die Seele aus dem Leib gelacht, bis Paula sich aus dem Graben hoch gekämpft und ich mich endlich aufgerappelt hatte. Zwischenzeitlich kam der Fahrer des Autos hinter uns dazu und wollte uns beim aufstellen der Moppeds helfen uns war sichtlich verwirrt von der Lage. Da liegen 2 Motorräder auf der Straße und die Fahrer liegen lauthals lachend daneben. Naja Wir haben also die Moppeds wieder hingestellt und weiter angestanden.
Es hätte uns bereits ein Zeichen sein sollen, dass wir erst auf der 3. Fähre nach unserer Ankunft drauf waren (40 Minuten Wartezeit für die 20 Minuten Überfahrt). Dann haben die die Fähre noch falsch beladen (die, die als letztes in die Warteschlange kamen, wurden als erstes verladen), wodurch wir dann wieder ganz hinten in der Ecke standen und im letzten Drittel der runter fahrenden waren.
Wieder unzählige WoMos in atemberaubend langsamer Geschwindigkeit die Straße Richtung Geiranger genommen und wir ganz hinten dran. Juchee. Die haben wir aber augenscheinlich alle überholt. Die sind nämlich alle in den Tunnel abgebogen, wir sind aber geradeaus weiter die alte Bergstrecke weiter gefahren. Und hatten danach auf einmal keine WoMos mehr vor uns. Aber unzählige andere Touris. Am "Adlerkehre" Aussichtspunkt (Ørnesvingen) war etwa 10 Minuten Stop and Go Stau, weil halt alle einfach anhalten und warten, dass da ein Parkplatz frei wird oder sich eben mit Warnblinker hinstellen und erstmal in Ruhe Fotos schießen. Am Geiranger kommt aber noch hinzu, dass sich abertausende Kreuzfahrttouristen in Bussen und zu Fuß die Berge hoch und runter schwemmen. Ihr macht euch wirklich keine Vorstellung davon, wie viele Menschen da sind. Wir haben knapp eine Stunde gebraucht für die 25km von kurz vor der Adlerkehre bis hinter den Dalsnibba. Wir haben nirgendwo freiwillig angehalten und keine Fotos gemacht. Ich war einfach nur noch des Todes genervt und wollte da so schnell wie möglich wieder weg.
Hinterm Geiranger mussten wir dann den Gamle Strynefjellsvegen einsparen (etwas über 20km lange alte Schotterstraße aus der Zeit vor den Straßentunneln), weil wir schon viel zu spät dran waren. Sind dann noch auf einen Parkplatz abgefahren und gesehen, dass 2 Schafe das eine Auto dort ziemlich schaf fanden
Die wollten eigentlich los fahren, die beiden Schafe haben sich aber erstmal genüsslich an der Stoßstange geschuppert. Während Mama Schaf den Blick in die Ferne genießt
Da war meine Laune wieder etwas besser.
Von dort dann weiter und in Hjelle noch ein eher erschreckend es Bild vom Bondshusbreen gemacht
Kaum noch was da.
Dort dann weiter über Stryn, den Innvikfjorden umrundet und von Utvik noch ein schönes Foto geschossen
Und anschließend in Byrkjelo in unsere Unterkunft eingekehrt. Morgen ist wieder Pausentag, also wird es weniger Bilder geben.
Aber noch ein Exkurs zu Spritpreisen: die sind tendenziell deutlich niedriger als in D , aber die Ausschläge (Preisunterschiede zwischen beieinander liegenden Tankstellen) sind noch krasser. Das günstigste, was ich bisher gesehen habe, sind knapp unter 16 NOK, also etwa 1,40€
Das teuerste war heute mit fast 23 NOK, also etwa 2,10€
Gestern war an einer Stelle der Preisunterschied zwischen 2 Tankstellen, die vielleicht 5km auseinander lagen, ganze 6 NOK, also 55 Cent. Ganz so krass kenne ich das aus Deutschland nicht.
Der niedrige Verbrauch gleicht das aber wieder aus. Ich habe bisher hier im Land 89 l verbraucht und bin 2049km gefahren, macht also einen Schnitt von 4,34
Mein langfristiger Schnitt mit der AT (2017er CRF1000L) sind 4,78
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Nach dem Aursjø-Intermezzo ging es zum Pausenort. Zunächst am Eikesdalsvatnet lang
Mit kurzem Blick auf den berühmten (inzwischen aber künstlich am Leben gelassenen) Mardalsfossen
Wir haben eigentlich den Pausenort am Langfjorden von 2023 gesucht, auf dem wir den Aursjøvegen überhaupt erst entdeckt haben. Haben ihn aber einfach nicht gefunden. Mehrere kleine Rastplätze später dann beschlossen, dass das nichts mehr wird und daher eine ehemalige Küstenstraße genommen, die inzwischen eigentlich von einem Tunnel umfahren wird und dort dann ein paar Bänke entdeckt und spontan Pause gemacht. Diesmal ist ein Alex-Suchbild enthalten
Der eigentlich gesuchte Pausenort kam dann übrigens ungefähr 2km später, war aber ziemlich voll und nicht ansatzweise so schön, wie der "neue".
Von dort ging es dann stramm nach Norden bis zum Ende. Vorbei an mehreren Fjorden (wo man dann zeitweise auch mal ein ganzes Stück gen Süden gefahren ist, um auf die andere Fjordseite zu kommen und dort dann weiter nach Norden zu fahren). Es ging auch über die Gjemnessundbrua
Und weiter nach Norden bis Kristiansund. Und wir haben uns ein wenig gewundert, wie viele Geschäfte es dort gibt. Scheinbar halten dort gerne mal Kreuzfahrtschiffe und auch die Hurtigruten fährt hier hin. Gut für uns: im dortigen Biltema gab es für einen sehr schmalen Taler (unter 1€) 2 CR2032 Batterien (Paulas Motorrad hat seit ein paar Tagen gemeckert, dass die Schlüsselbatterie bald alle ist) und wir konnten im ersten Self Wash, den wir entdeckt haben, mal die Motorräder waschen
Früher gab es häufig self wash Anlagen an Tankstellen. Inzwischen sind die meisten Tankstellen unbemannt und auch die ehemaligen Self Wash Boxen stehen zwar noch, gehen aber nicht mehr. War jetzt tatsächlich das erste Mal diesen Urlaub, dass wir so eine Anlage in funktionstüchtig entdeckt haben.
Hinter Kristiansund ging es dann weiter über Hinterstraßen der Atlantik-Straße
Zur berühmten Brücke in den Himmel, der Storseisund-brua
Ist ganz witzig anzusehen, gerade aus der Perspektive. Man sieht ja nicht, wo die Brücke hin führt. Aber: viel zu bekannt und deshalb viel zu voll. Für die 2 Sekunden, auf denen dort mal kein Fahrzeug drauf sichtbar war, musste ich ~5 Minuten warten und immer wieder versuchen. Auch auf dem Parkplatz wo wir standen, alles voller Menschen und deren Blechdosen. Also wenn man in der Gegend ist, kann man sie mitnehmen, aber würde bei mir jetzt nicht auf einer "muss man unbedingt mal hin" Liste landen.
Da schon eher unsere heutige Hütte. Die hat ein eigenes Wohnzimmer,
Eigenes Bad
Und eine Veranda mit Ausblick auf den Nåsavatnet
Hier lässt's sich aushalten.
Ab morgen soll es hier wohl überall ziemlich viel Regen geben, also stellt euch auf weniger schöne Bilder ein
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Und auch Tag 8 war wieder herausragend schön. Es ging von Ålvund über den Aursjøvegen und die Atlantikstr nach Eide. Die Tour war mit 291km etwas kürzer, weil dank Aursjøvegen ein signifikanter Schotteranteil dabei war. Fahrzeit daher dennoch 5:54h
Screenshot_20260720_195444_calimoto.jpg
Und eben weil wir den Aursjøvegen gefahren sind und heute auch wieder Bombenwetter hatten, brauche ich 2 Beiträge für die Bilder. Entschuldigt bitte.
Ja also morgens habe ich noch eine Anfrage im Mini Forum beantwortet (hatte da eine Anleitung zur "unsichtbaren" Kabelverlegung für eine Handyhalterung angefangen, aber nie fertig geschrieben), dadurch kamen wir etwas später los als üblich. War aber nicht schlimm, habe dennoch alles geschafft.
Ja also morgens ging es direkt zum Aursjøvegen. Man hat richtiges Alpenfeeling da, wenn sich die Sonne morgens gegen 1030 Uhr langsam über die Berge kämpft und Paula die schnurpseligen Kurven mit Wonne nimmt
Wenig später kommen auch schon die ersten nur mäßig befestigten Wege, noch immer tief im Schatten
Und dann kam ich auf die besonders schlaue Idee, statt der eigentlichen Straße einen Weg, der keiner war, aber so aussah zu nehmen. Am Anfang sah das noch nach einer guten Idee aus
Und war auch aus der Ferne schön anzusehen
Schlau war die Idee aber trotzdem nicht. Wenig später ging es nämlich für mich auf dem Motorrad nicht mehr weiter
Sehr grobes Geröll, komplett unverdichtet. Das war von oben so nicht zu sehen.
Die tollste Frau der Welt durfte dann ein ganzes Stück in Motorradklamotten zu mir hin stapfen, mit beim Aufstellen des Moppeds helfen, und danach wieder zurück stapfen. Danke, Schatz

Während sie zurück gestapft ist, habe ich kurz das Ego wieder gerade gerückt und bin zurück gefahren. Das Ego war dringend nötig, ich hatte nämlich auf dem Weg dorthin schon ein ähnlich schweres Stück bezwungen (auch grobes Geröll, aber etwas fester und eben) und das musste ich ja jetzt nochmal fahren. Mit genügend Gas ging aber auch das und dann haben wir unsere Tour danach fortgesetzt.
Der Aursjøvegen ist klasse. Es gibt Schotterwege bis zum Horizont
Asphaltstraßen bis zum Horizont
Und Ausblicke zum dahin knien
Einfach wow
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Heute war wieder ein Hammertag. Wir sind 334km in 5:28h gefahren, von Hitra nach Ålvund.
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Und wir sind endlich in der Fjordgegend angekommen. Bei geradezu kaiserlichem Motorradwetter (zwischen 11 und 20 Grad, strahlender Sonnenschein) macht die Fahrerei hier einfach eine Riesenlaune. Man sieht ja am Höhenprofil, dass wir uns viel auf niedrigen Höhen aufgehalten haben (wobei die Angabe nicht wirklich stimmen kann, wir waren auf mehreren Fjordfähren, die ja nun per Definition auf 0m liegen müssten. +- eine handvoll Meter Tidenhub, aber auf keinen Fall die ganze Zeit über 50.
Nun ja sei es drum. Die Tour war absolut GEIHEL!
Morgens ging es bei leichter Bewölkung und 11 Grad recht dick angezogen los. Weil die Wäsche über Nacht nicht trocken geworden ist, mussten wir uns was einfallen lassen. Das gute ist ja, dass man am Motorradlenker rechts eine Einrichtung hat, mit der man den Fahrtwind schneller machen kann. Wenn man den Wind schnell genug macht, trocknen auch die Klamotten recht zügig
Allerdings muss man aufpassen, dass man den Wind nicht zu schnell macht. Die Polizei hier hat da sehr teure Einwände dagegen. Auf manchen Strecken kann sich die Fahrt dann ganz schön ziehen. Manchmal fühlt es sich so an, als ob man Rückwärts fährt. Das dachte sich wohl auch diese Fliege und klebte dann von hinten an meinem Tacho
Alternativ ist es natürlich theoretisch auch möglich, dass sie mit deutlich über 100 Sachen von hinten angerauscht kam, das weiß ich nicht. Es ging alles so schnell. Jedenfalls ist auch die tote Fliege dank dem Fahrtwind-Drehregler am Lenker relativ schnell getrocknet.
Aber ihr wollt ja Bilder sehen. Daher hier erstmal ein Bild unserer heutigen Unterkunft (in Einheit mit einem "ja wo ist denn die Paula?" Suchbild für die Kinder)
Und unserem heutigen Blick aufs Meer
Heute hatten wir auch die ersten regulären Fähren dieses Urlaubs , hier eine über den Valsøyfjorden von Arasvika nach Hennset
Zum Mittag sind wir heute in einem herrlichen kleinen Restaurant eingekehrt. Das Gebäude mehrere hundert Jahre alt und mit ganz viel originalem Charme erhalten. Die sehr freundliche Bedienung dort, die vermutlich um die 30 war, konnte neben Norwegisch und Englisch sogar ganz passables Deutsch. Das ist eher ungewöhnlich. Ältere Menschen hier können zu großen Teilen noch Deutsch aus der Schulzeit, bei den jüngeren ist das aber selten geworden. Die Karte ist sehr überschaubar, was ich grundsätzlich sehr sympathisch finde. Es gibt mehr Parkplätze für Boote, als für Autos aber das sei hier in der Gegend verziehen (von den 5 Gästegruppen inklusive uns, die da waren, kamen 3 mit Booten). Das Essen war aber super frisch und extrem lecker. Hier eines der scheinbar auch Norwegischen Nationalgerichte: Fish & Chips
Dann hier noch ein Bild von einer kleinen Fjordbrücke
Und mein bisheriges Foto-Highlight von der Insel Tustna über einen Fjord (ich finde es unglaublich schwer, den Namen eines Fjordes herauszufinden) auf den Innbergsalen (der rechteste der Gipfel, der immerhin 908m aus dem Meer herausragt)
Ich liebe Norwegen einfach
