Bessere Lautspecher für das nicht Bose System.

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    • Bessere Lautspecher für das nicht Bose System.

      Hallo Leute,

      es gibt gute Nachrichten für die nicht Bose Fahrer. Der Verstärker in unseren Autos ist wesentlich besser, als erwartet. Für die meisten Fahrer sollte es reichen, nur die Lautsprecher zu tauschen.

      Da ich nur andere Lautsprecher und nicht auch eine Endstufe verbaut habe, bin ich vom sauberen und glasklarem Klang erstaunt. Das ist für ein Werksradio wirklich gut. Die Bässe kommen druckvoll, knackig und trocken. Der Unterschied zu vorher ist wirklich sehr überzeugend.

      Die Musik kommt jetzt von vorne Kopfhöhe aus den Hochtönern, wie es sein soll.

      Der gute alte Pulsedriver – Megamix.mp3 als Härtetest lässt Türen und Türverkleidungen beben. Bei extrem Einstellung Bass auf +4 und Höhen auf +2 kann ich die Lautstärke so gut wie verzerrungsfrei auf 40 bis 45 drehen. Danach wird es zwar noch lauter, aber die Bässe kommen ab ca. 45 nicht mehr so recht mit. Für mich erübrigt sich der Einbau einer Endstufe. Habe noch eine alte Kenwood KAC 625 aus den 90gern liegen, die sich mit diesen Lautsprechern sehr bewährt hat. Aber für den ND brauche ich sie einfach nicht, auch wenn das nochmal mehr Druck geben würde.

      Mir ging es um eine vollständig rückrüstbare Lösung, die möglichst wenig Spuren hinterlässt und nicht die originale Verkabelung auftrennt oder verändert.

      Verwendet habe ich ein schon älteres 2 Wegesystem Infinity 6512cs, das ich noch liegen hatte. 4 Ohm Impedanz, was genau zum Verstärker passt.

      Der Kollege Slugg aus Tampa hat hier bei der Aufrüstung seines Bose Systems schon gute Vorarbeit mit seinem Vorgehen und vielen Fotos geleistet.

      Zuerst waren für die Frequenzweichen allerdings die Anschluss Fragen zu klären. Ich hatte das Glück, das in einem HiFi Forum ein Experte auf dem Gebiet meine Fragen beantwortet hat. Da steht ja wie es geht, deshalb verlinke ich es nur.

      Die einzelnen Teile der Frequenzweichen habe ich ausgelötet und den Tief- bzw. Hochtönern entsprechend zugeordnet eingelötet.

      Da die Türpappen nun einmal weg waren, wurden auch gleich die Türen gedämmt und Teroson Hohlraumwachs in die Türen eingebracht.

      So einfach wie z.B. beim NA ist es leider nicht. Der Ausschnitt für den Lautsprecher ist ziemlich „eirig“ und nicht rund. Der 165mm Lautsprecherrand überdeckt die Ausschnitte nicht vollständig. Da muss also noch etwas zugeklebt werden.

      Slugg hatte sich für die Ausschnittsvariante mit dem Plexiglas entschieden um die originalen, weiter außerhalb befindlichen 3 Befestigungsschrauben zu nehmen. Ich habe das auf einer Seite getestet und für zu instabil empfunden. Da gibt es noch 3 weitere, eigentlich sogar 5 Löcher bzw. Langlöcher, die sich im Lochkreis der Befestigungsschrauben der Sprecher befinden. Eine Stellung passt da immer. In die Löcher habe ich mit dem Dremel leicht nach gearbeitete Plastikstopfen mit Loch in der Mitte geschoben und die Lautsprecher mit viel Dichtungsband darunter, darin festgeschraubt.

      Die Infinity 6512cs gibt es nicht mehr neu zu kaufen. Die Nachfolger sind die 6500sc. Die haben aber 3 Ohm Impedanz, das könnte gefährlich für den Verstärker werden und können die auch nicht so befestigt werden. Die Membran haben sie größer gemacht und es gibt nun nur noch 4 kleine Löcher. Es gibt jedoch genug andere 165er Lautsprecher mit demselben Befestigung.

      Gut, die A-Säulenverkleidung geht fast genauso leicht herunter, wie die Schwellerverkleidung. Oben Anfangen und nach innen ins Wageninnere ziehen.

      Die Türpappen sitzen sehr fest. Seitlich hinten unten anfangen abzuziehen, dann die Seiten von unten nach oben. 4 Stöpsel haben sich aus der Türpappe gelöst und sind in der Tür stecken geblieben. Wenn das passiert, kann man sie nachträglich aus dem Türblech hebeln und die Stöpsel wieder in der Tür einhaken. Bei diesen Arbeiten hilf Plastik Aushebelwerkzeug ungemein.


      Gruß Ulli

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      Alt und neu zum Vergleich Der alte Hochtöner. Von den Infinity Hochtönern habe ich leider kein Foto gemacht.
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      A-Säulenverkleidung
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      G-184 EL von 2019 in purweiß. OEM Sport Fahrwerk, Michelin PS4, Rückfahrkamera.
      Fahrwerkseinstellung (Werte und Empfehlung).

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ulli ()

    • Ulli schrieb:

      ...Die Bässe kommen druckvoll, knackig und trocken.....

      ---Der gute alte Pulsedriver – Megamix.mp3 als Härtetest lässt Türen und Türverkleidungen beben....
      Das ist ein Widerspruch in sich.

      Resonierende Wände (egal ob bei einem "echten" Lautsprecher oder Bleche im Auto) haben immer negative Auswirkung auf die Impulswidergabe. Durch ihre Eigenschwingung (Resonanz) sorgen sie für eine zeitlich verschobene und länger abklingende Impulsantwort. Vom "knackigen und trockenen" Bass ist man dann sehr weit entfernt. Hinzu kommen tonale Verfäschungen vor allem im Grundtonbereich (Stimmenwidergabe), da sich durch Interferrenzen der schwingenden Wände/Türverkleidungen und der Membran Auslöschungen oder Additionen im Amplitudengang bilden. Bedenkt man, dass diese Resonanzen lauter sein können, als der vom Laustprecher abgstrahlte Schall, wird man schnell merken, dass hochwertige Musikwidergabe kaum machbar ist.

      Wenn es einem gefällt ist es OK, aber mit natürlicher Tonwidergabe hat das nichts zu tun.

      Dabei stellt sich die Frage, ob HiFi im Auto überhaupt machbar ist, zumindest im fahrenden Fahrzeug. Selbst in ruhigen Limousien sind 75 dB Grundgeräusch nicht ungewöhnlich. Gehen wir nur davon aus, das ich bei der Musikwiedergabe einen Danamikumfang von 20dB nutzen möchte, müsste ich 95 dB in die Ohren drücken. Nur mal so: Ab 85 dB sind von der Berufsgenossenschaft Ohrenschützer vorgeschrieben! Ebenfalls liegt der empfohlene Referenzpegel im Studio bei 85 dB.
    • Ich hätte ja - wenn überhaupt - erstmal die Türen gedämmt und dann nochmal Probe gehört als erste Maßnahme.
      Aber Hauptsache der TE ist zufrieden.

      Insgesamt sehe ich das ähnlich, wie @hifi_nok.
      Der ND ist mir einfach zu laut, als dass ich da Zeit und Geld in die Anlage versenke.
      Man kann da zwar verbessern aber das Ergebnis wird immer ein größerer Kompromiss bleiben und das ist es mir dann nicht wert.

    • hat er doch gemacht. Vielleicht nicht vollflächig, aber zumindest ein paat Bitumenmatten reingeklebt und Teroson reingemacht.

      Muss allerdings auch gestehen, dass mein Drang eine gute Anlage einzubauen nachgelassen hat. Da ich fast ausschließlich offen fahre und den FOX mit Mittelschalldämpfer drunter habe, ist der Mehrwert an Klang beim Bose im Verhältnis des Aufwand doch nicht mehr so doll. Wenn ich bei mir starte, dann allerdings zuerst mit neuem Amp anfangen und einem passenden DSP. Das ist vom Einbau viel schieriger und komplexer ins das System einzubetten. UNd das andere lohnt für mich nur, wenn es mit DSP später geht.

      Für das NonBose ist der beschrieben Umbau aber sicher ein Fortschritt.

      Viele Grüße, Harry

      -> Lenkradverlängerung um 43mm

    • @hifi_nok, Entweder hast Du mich nicht verstanden oder was überlesen. Der Test mit dem Pulsdriver und der hoch eingestellte Bass war ein Extremtest um die Leistung des Verstärkers in etwa einschätzen zu können. Mit HIFi oder Hörgenuss hat das überhaupt nichts zu tun. Deine Aufführungen zu den Resonanzen unter diesen Umständen sind richtig, aber hat das nichts mit dem MS-5 speziell zu tun. Das die Türverkleidungen vibrieren/beben, war nur Bestandteil meiner (Leistungs) Beschreibung und natürlich ganz und gar nicht als Qualitätsmerkmal für hohen Musikgenuss gemeint.

      @Emmix5 Den Klang höre ich jetzt etwa auf dem Niveau der Bose Anlage. Das ist schon ein Unterschied hauptsächlich in der Klarheit und Präsens der Tweeter und dem nicht mehr dumpfen, sondern knackigen Klang der Woofer. Auch während der Fahrt.

      Wie schon @Harkpabst geschrieben hatte, konnte man recht gut gegensteuern, indem man die Kopfstützenlautsprecher zurückgenommen hat. Nun ist es so, das die Kopfstützenlautsprecher in Mittelstellung weit weniger das gesamte Klangbild stören. Ich habe sie trotzdem auch hier wieder zurückgenommen.

      Mit den Kosten sehe ich genau wie Du. Ich habe praktisch nur die zwei Dämmmatten gekauft, alles andere war eh noch da. Um die 150€ für die schon recht guten Lautsprecher hättte ich auch nicht nur für einen Versuch ausgegeben. Aber nun, wo ich weiß, das der Verstärker in den TAU (Tuner and Amp Unit) im ND recht gut ist, würde ich es sofort immer wieder machen. Nun kann ich alle dieser Arbeiten auch selbst erledigen, die allermeisten können das aus verschiedensten Gründen natürlich nicht und sind auf einen Dienstleister angewiesen. Das wird, weil der Aufwand für diese Arbeiten recht hoch ist, dann auch noch mal ein paar hundert € kosten. Ist aber längst nicht so teuer, wie der Aufpreis zum SL.

      Ich habe in Gesprächen schon von mehreren Sports Line Käufern gehört, das diese sich nur wegen dem Bose System einen SL gekauft haben und eigentlich einen Eexclusive Line bevorzugt hätten. Von den ganzen Prime und Centerline mal abgesehen.

      Wer im nördlichen Landkreis Hannover probe hören möchte, ist wirklich herzlich eingeladen und schickt mir bitte eine PN. Auch würden wir/ich einen SL mit Bose mal gern im direkten Vergleich hören, damit wir Erfahrungen sammeln und es auch hier für die Transparenz dokumentieren können.


      Gruß Ulli

      G-184 EL von 2019 in purweiß. OEM Sport Fahrwerk, Michelin PS4, Rückfahrkamera.
      Fahrwerkseinstellung (Werte und Empfehlung).

    • Hi Ulli,

      vorweg: erlaubt ist, was gefällt.

      Es ist nur so, dass die Erwartungen an "HiFi im Auto" von vielen komplett falsch eingeschätzt werden. Zu den resonierenden Wänden:

      Wir müssen uns an der Stelle einfach mal das ideale Boxenmaterial ansehen. Das ideale Gehäusematerial hat die Eigenschaften

      unendlich steif
      unendliche Dämpfung
      0 Masse

      Diese 3 Punkte widersprechen sich, daher können sich die Boxenbauer dem Ideal nur nähern. Es gibt einige Edelmarken im HiFi-HigEnd, die versuchen sich dem Ideal so weit wie es geht zu nähern. Die setzen auf Alu bzw. Carbonfaser als Gehäusemetrial. Wobei NUR ein gutes Gehäuse noch keinen guten Lautsprecher macht.

      Wahrscheinlich würde es hier zu weit führen, warum ein Gehäuse (fast) keine Masse haben sollte, nur so viel: Masse ist ein Energiespeicher.

      Haben wir jetzt eine dünne Hartfaserplatte (wie z. B. viele Innenverkleidungen) haben die zwar evtl. eine relativ hohe Dämpfung, sind aber nicht steif.

      Um festzustellen ob und wie stark die "Wände" vibrieren, reicht der sensorische Test mit den Fingerkuppen völlig aus. Einfach bei leicht erhöhter Lautstärke einen Musiktitel abspielen (möglichst natürliche Instrumente) und mit den Fingerkuppen die Verkleidungsteile abtasten. Den gleichen Test könnt ihr auch bei euren Boxen zu Hause machen. Bekommt aber keinen Schreck ;)

      DSP kann keine mechanischen Fehler wegbügeln, zumal DSP auch nur bis ~ 500 Hz überhaupt einen Sinn ergibt. Dann haben wir ein Wellenlänge von ~70 cm. Das heißt, während vielleicht beim Fahrer ein linearer Amplitudengang gemessen wird, hat der Beifahrer den Supergau. Es müsste also ein Mittelwert aus mehreren Messungen gebildet werden. Oberhalb von 2500 Hz (~14 cm Wellenlänge) wirken sich nur schon Kopfbewegungen so stark aus, dass jede Messung sinnlos erscheint.

      Die mechanischen Fehler ergeben sich nicht nur aus den resonierenden Wänden, sondern vermutlich schon durch die Fehlanpassung der Chassis auf ein kaum zu definierendes Gehäusevolumen. Was ist denn so eine Autotür? Ein luftdicht geschlossenes Gehäuse - kaum. Eine Bassreflex-Konstruktion kommt auch nicht hin. Das alles sollte aber schon bekannt sein, damit das Chassis mit seinen Parametern zum Gehäusevolumen passt.

      Und wirklicher Tiefbass im Cabrio? Wie soll das funktionieren? Das geht in einem geschlossenen Auto nur, weil sich Druckkammereffekte ausbilden. Aber im offenen Cabrio? Da gibt's nur eins: Membranfläche und Gehäusevolumen und vielleicht sogar noch zusätzlich auf Bass <60 Hz verzichten.

      Ich kenne die von dir genannte Aufnahme nicht, von daher darf ich mich nicht aus dem Fenster legen. Aber in den seltensten Fällen haben diese Aufnahmen wirklichen Tiefbass. Diese Aufnahmen werden für das breite Publikum abgemischt, die in der Regel nicht über sehr hochwertige Widergabeketten verfügen, von daher wird eher durch einen lauten Oberbass, als mit mit echtem Tiefbass gearbeitet. Aber wie gesagt, ich kenne die Aufnahme nicht.

      Wenn du echten (gemessenen) Tiefbass haben möchtest:
      Joss Stone: Sleep Like A Child
      Chris Jones: No Sanctuary Here
      The Oscar Peterson Trio: You Look Good To Me

      Für Impulse und Bass:
      The O-Zone Percussion Group: Jazz Variants

      Der Brutalotest für räumliche Abbildung, tonale Verfärbung und Resonanzen - also die ganz hohe Hörschule:
      Friend`n Fellow: Grandmas Hands
      Rebecca Pidgeon: Spanish Harlem

      Bei den beiden Aufnahme scheitern sehr viele edle HiFi-Boxen.

      Und irgendwann kommt man zum Schluss: HiFi im Auto - geht nicht.
      Was man erreichen kann: die Sprachverständlichkeit der Radio-Wetterfee verbessern - im Cabrio sehr wichtig :D

    • Ach so, noch ein Tipp: Wer mal so einen Vergleich wie von Ulli angesprochen durchführen möchte:

      Achtet auf peniblen Pegelabgleich. Das heißt, beide Auto-Anlagen MÜSSEN gleichlaut spielen. Hier haben Pegel-Abweichungen von 1 dB Auswirkungen auf den Klangeindruck. Die lautere Anlage wird dabei grundsätzlich als besser eingestuft.

    • Diese Ausführung ist fachlich richtig, führt aber mE viel zu weit für das, um was es hier geht.

      Ich habe im Audi Bang & Olufsen und sage ganz eindeutig: Echtes HiFi im Auto ist absolut möglich. Das wird aber mit einer selbst eingebauten Anlage, die nicht speziell auf das Auto angepasst ist, schwer.

      Wenn einfach nur etwaa besserer und druckvollerer Klang das Ziel ist, dann passt das schon so.

      Fahrzeuge:
      Audi A3 1.4 COD S-Line, Bj. 4/2016
      Mazda MX-5 Exclusive 2.0, Bj. 8/2016
    • Hi Hoschi,

      danke, genau so ist es. Es geht nicht um HiFi, sondern einfach nur Klangverbesserung, welche mit relativ einfachen und kostengünstigen Mitteln machbar ist.

      Wenn ich mit dem ND engagiert auf der Landstraße fahre, interessiert mich ohnehin keine Musik und nervt nur. Da will ich das Auto und die Umgebung hören.


      Gruß Ulli

      G-184 EL von 2019 in purweiß. OEM Sport Fahrwerk, Michelin PS4, Rückfahrkamera.
      Fahrwerkseinstellung (Werte und Empfehlung).

    • Wer wissen will, was Hifi-mäßig im Auto geht, der besucht mal einen AYA Wettbewerb. Ich habe 10 Jahre lang Hifi Anlagen verbaut und bin jahrelang bei Klangwettbewerben bei der genannten AYA und EMMA gestartet, in Amateur- und Profiklassen. Mit entsprechendem Aufwand an Zeit und Geld geht richtig was im Auto. Einfach mal ein Auto aus dem Profilager anhören und staunen. Bang und Olufsen ist lächerlich, wenn man mal eine richtig verbaute und eingemessene Anlage gehört hat. Diesen Aufwand kann kein Hersteller betreiben, alleine aus Kostengründen schon nicht. Das so ein Einbau mehrere hundert Stunden dauert, dürfte klar sein, ist halt ein eigenes Hobby. Alleine für die Türen habe ich damals 3 komplette Wochenenden gebraucht. Da ist es nicht mit dem Einkleben von Dämmung getan. Man muss die gesamte Tür zum stabilen Lautsprechergehäuse umbauen. Das geht nur mit Schweißarbeiten und Stahlringen für die Lautsprecheraufnahmen, Lautsprecher richtig an die Türverkleidung ankoppeln, Türschaniere verstärken etc. Und auch in einem Roadster ist ein top Klang und Tiefbass bei geöffnetem Verdeck möglich. Mit einem Fußraumsubwoofer und der richtigen Ankopplung an das Fahrzeugchassis geht da einiges. Es gibt unglaublich leistungsfähige 20 cm Woofer, die schon in 12 Liter Gehäusen richtig tief und laut spielen (z.B. ein ARC Audio 8). Wenn jemand an so was interessiert ist, dann kann ich gerne den Kontakt zu den besten Einbauern herstellen. Ich kenne alle persönlich aus meiner aktiven Wettbewerbszeit.

      So viel zum Thema, dass man im Auto keinen Klang hinbekommt.

      Wolfram

    • Kann ich nur unterstreichen. Fahre einen ähnlich Umbau (vollaktiv mit DSP mit Kofferraumausbau mit jeder Menge Dämmung von Dirk Wölfinger eingemessen in meinem Golf). Hatte deshalb auch vor was im MX zu machen. Aber der Wunsch verblasst immer mehr. Der Spaß am offen fahren und Motor hören ist einfach geiler...
      Ich freu mich zwar wenn ich mal wieder Golf fahre, aber vermisse nichts wenn ich im MX sitze

      Viele Grüße, Harry

      -> Lenkradverlängerung um 43mm

    • @Wolli_Cologne
      Natürlich, mehr geht immer. Aber da fängt Hifi nicht an.

      Das wäre ähnlich wie "Wer mal wissen will, was spasstechnisch im Auto wirklich geht, der muss Porsche 918 fahren".

      Und bei HiFi geht es auch nicht um Tiefbass, sondern um alles.

      Ich habe zuhause eine HiFi-Anlage, die sicherlich schon ein wenig über die Durchschnittsanlage hinaus geht. Geht es besser? Natürlich. Aber trotzdem bewege ich mich schon im Mid- bis Highend-Bereich. Mit viel mehr Geld und viel mehr Aufwand geht immer mehr, nur steht beides ab einer gewissen Summe nicht mehr im Verhältnis zum Ergebnis.

      Ich gehe mal davon aus, bei deinem Hobby ging es nicht darum, dass am Ende jemand die Musik im Auto genießt, sondern lediglich darum, das maximal machbare zu simulieren.

      Das ist auch sehr beeindruckend. Habe damals als Student, während ich auf den Einbau der Kabel in meinem Punto gewartet habe, einen Chevy Van bewundern dürfen, der dort für einen Videospielehersteller mit einer etwa 35.000 Euro (inkl. Flatscreens) teuren Anlage ausgestattet wurde. Das war der absolute Wahnsinn, und nicht nur weil das Ding Druck ohne Ende hatte.

      Aber natürlich für den Endkunden auch vollkommen bescheuert. Macht kein Mensch, ausser Dr. Dre und Snoop Dogg :)

      Meine B&O halte ich aus Preisleistungs-Sicht für hervorragend. Nichts im Vergleich zu einer großen Anlage zuhause, aber hervorragend ins Auto implementiert und B&O-typisch sehr klar. Wer aber keine Höhen mag, kann damit nicht viel anfangen. Das eigene Gehör ist nämlich auch ein sehr eingrenzender Faktor.
      Fahrzeuge:
      Audi A3 1.4 COD S-Line, Bj. 4/2016
      Mazda MX-5 Exclusive 2.0, Bj. 8/2016
    • Wolli_Cologne schrieb:

      Mit einem Fußraumsubwoofer und der richtigen Ankopplung an das Fahrzeugchassis geht da einiges.
      Wenn ich das richtig verstanden habe....

      Der Sub wird an das Fahrzeug angekoppelt? Das widerspricht JEDER Physik des Lautsprecherbaus im Sinne von HiFi. An einer Lautsprecherbox darf nichts schwingen außer der Membran (außer BR-Konstruktion die Luftsäule).

      Neben den schon erwähnten Problemen überlagernder Interferrenzen mit den Auswirkungen auf den Amplitudengang gibt es das weitaus größere Problem der Transientenabbildung. Transienten beschreiben das Einschwingverhalten eines Signals. Die ersten Millisekunden sind so wichtig, dass unser Ohr diese Transienten zur Erkennung von Instrumenten und Klängen dringend benötigt. In sehr ernst zu nehmenden Diskussionen (auch unter den Tonmeistern) wird die saubere Transientenabbildung ÜBER den perfekten Amplitudengang gestellt!

      Hier mal ein Zitat aus Wikipedia:
      Durch die Transienten werden Naturklänge für unser Ohr eindeutig identifiziert, z. B. der Bogenanstrich einer Saite.


      Hier ist ein WESENTLICHER Punkt erwähnt: Naturklänge. Dazu zählt kein Synthie-Gequitsche irgendwelcher Dance-Trance-Hau-auf-den-Kopf-Mucke. Ob die Musik gefällt oder nicht, spielt keine Rolle. Man kann damit keine HiFi-Anlage bewerten.

      Was passiert aber, wenn große und vor allem schwere Wände mitschwingen? Es entstehen auf der Oberfläche dieser Flächen Resonanzen, die mehr oder weniger unkontrolliert hin- und herwandern und dabei mehr oder weniger stark lokalisierbare Phantomschallquellen bilden. Je höher jetzt diese Masse ist, desto länger schwingen die Flächen auf Grund der Masseträgheit nach und verfälschen somit wieder den nächst folgenden Impuls usw, usw. Daher die theoretische Forderung nach 0 Gehäusemasse.

      Zwangsläufig haben wir durch diese Überlagerung der Impulse keine sauberen Transienten mehr, die Erkennbarkeit von Stimmen und Instrumenten wird verschlechtert. Im Bassbereich haben wir dann das Problem, dass es vielleicht "mächtig tief" klingt, aber jede Form von Feininformation einfach fehlt.

      Spätestens jetzt wird klar, warum die Reduzierung auf einen per DSP glattgezogenen Amplitudengang noch nicht einmal die halbe Wahrheit einer guten Musikreproduktion ist. Linealglatte Amplitudengänge sind heute selbst mit kleinen und einfachen Passiv-Systemen keine Hexenkunst. Deswegen sind es nicht immer gute Speaker.

      Ich kenne das von dir genannte ARC-Chassis nicht, kann also nichts zu sagen. Ich gebe aber zu bedenken, dass so große Chassis in solch kleine Volumen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen hohen Wirkungsgrad haben können, da das Luftvolumen entsprechende Gegenkräfte ausübt. Das geht soweit, dass durch die hohen Kompressionen des kleinen Volumens sogar sie Innentemperaturen steigen, die ihrerseits wieder die Parameter der Schwingspule verschieben.

      Mit dem Anstieg des Membranhubes steigen unweigerlich die Verzerrungen an. Auch das ist ein systemimmantes Verhalten eines jeden dynamischen Chassis. Selbst die Angaben über "linearen Hub" sind da nicht immer zielführend, weil die Chassishersteller diesen Wert bei "vertretbaren" Verzerrungen angeben. Was an der Stelle "vetretbar" ist und wie das die Hersteller definieren...? Oftmals wird das auch vermischt/verwechselt mit "maximalem Hub", der aber wieder einen anderen Wert darstellt. Denn wird die Membran über den linearen Hub bewegt, steigen die Verzerrungen dramatisch an, da die Schwinspule den linearen Bereich des Magnetfeldes verlässt. Trotzdem geht das Chassis nicht kaputt und somit kann der Maximalhub deutlich über den linearen Hub liegen.

      Große Membranhübe erfordern aber auch entsprechende Sicken und Zentrierspinnen. Das heißt, sie sind hochflexibel. Gleichzeitig sollen aber genau diese beiden Bauelemente die Membran am Taumeln hindern. Kaum zu lösen dieser Konflikt.

      Ich habe nur ganz kurz oberflächlich gestöbert, daher korrigiere mich ruhig, sollte ich falsch liegen:

      Ein Anbieter empfiehlt für das ARC ein geschlossenes Volumen von 6 bis 12 Liter. Da einen tiefen und lauten Bass herauszuholen, ist schon deftig, zumal auch der Wirkungsgrad des Chassis nicht außergewöhnlich hoch ist. In einem geschlossenen Volumen steigt mit abnehmender Frequenz der Membranhub extrem an, gleichzeitig wird der Leistungsbedarf durch das geringe Luftvolumen und der entgegenwirkenden Federkraft immer größer. Wir haben also die Probleme eines großen Membranhubes plus einen enormem Leistungsbedarfs. Von daher verstehst du vielleicht meine Zweifel an laut und tief, wenn auch noch Qualität eine Rolle spielen soll

      Einen Ausweg könnte eine BR-Konstruktion sein, hier gibt der gleiche Anbieter ein 17 Liter Volumen an. Aber ein 20er Chassis auf ein 17 Liter BR-Volumen ist nun nichts revolutionäres.
      fortissimo-shop.de/epages/1637…77fe9d3/Products/ARC8D2V3

      Bisher hat noch kein Hersteller die Physik ausgehebelt, weder Bose, noch B&O, JBL oder ACR.

      Es gilt natürlich bei all diesen Umbauten: "erlaubt ist, was gefällt". Wir sollten aber einige Dinge nicht aus den Augen verlieren.

      1. Die extrem schwierige und noch dazu stark asymmetrische Akustik sowie die Umweltgeräusche im fahrenden Fahrzeug, sollten bei einer kritischen Überlegung zu "HiFi im Auto" nicht außer Acht gelassen werden.

      2. Wer es im Auto "krachen" lassen möchte, sollte bedenken, dass Hörschäden irreparabel sind. Wer mehr als 94 dB hören möchte, sollte beachten, das dies nicht länger als 1 Stunde/Tag erfolgen sollte.
      Siehe: sengpielaudio.com/ZulaessigeEinwirkungszeit.htm


      Von der Verkehrssicherheit mal abgesehen....

      3. Hört man im "gesunden" Bereich Musik, sind viele Musikinformationen leiser als das Umweltgeräusch im fahrenden Fahrzeug und somit (fast) nicht hörbar. Daher stellt sich die Sinnhaftigkeit nach manchen "HiFi-Umbauten" schon.

      Und im stehenden Fahrzeug.....? Ich hoffe immer, dass ich so wenig wie möglich meine Freizeit in einem stehenden Auto verbringen muss. Und wenn, gibt es dafür richtig gute Portables mit Spitzenkopfhörern. :D
    • Ich mache es kurz. Wenn ich dir alles erklären müsste, würde ich ein dickes Buch damit füllen. Ich habe das Ganze 10 Jahre lang professionell betrieben und unzählige Pokale (immer unter den ersten 3 bei teilweise internationalen Veranstaltungen der EMMA) abgegriffen. Irgend was muss ich da richtig gemacht haben. Ich habe mit den besten Einbauern und Lautsprecherentwicklern (Fortissimo, Anselm Andrian, Maik Kruck ...) zusammengearbeitet und tausende Stunden entwickelt und umgesetzt. Anselm Andrian hat mir Lautsprecher nur für ein ganz bestimmtes Wettbewerbsauto entwickelt und bauen lassen. Wir reden hier von Projekten im Bereich 10.000 - über 30.000 Euro. Das ist ein Bereich, in dem du vermutlich noch nicht warst. Es wäre also müßig, auf einem Level zu diskutieren, den du nicht haben kannst. Was du schreibst, hört sich für einen Laien wichtig an, kratzt aber nur an der Oberfläche. Lassen wir es dabei gut sein.