Gehörschutz beim offen fahren?

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    • Was steht den in den Papieren? Die maximale Lautstärke des Fahrzeugs? Da sollte mal der ein oder andere genauer nachlesen.

    • Ja. In den Papieren steht das Standgeräusch. Das hat aber absolut gar nichts mit dem Lärmpegel bei offenem Verdeck und Autobahntempo zu tun, welcher dann innen beim Fahrer ankommt.

      Abgesehen davon, dürfte die Abgasanlage im Vergleich zu Windgeräuschen deutlich weniger ins Gewicht fallen, es sei denn man fährt ausschließlich im Drehzalbegrenzer und/oder 1-Zellen-Kat...

    • chickimicki-5 schrieb:

      Richtwerte:
      Wie lange kann man einen bestimmten Schallpegel aushalten bevor ein Hörschaden eintritt?
      85db Lärm: 8h
      88db: 4h
      jede weiter 3 db halbiert die Zeit die zum Schaden führt.

      Beim bissl täglich Düsen auf der Landstrasse wird man dies Einwirkzeit nicht erreichen, längeres schnelles Fahren auf der Autobahn aber schon.

      Das ist soweit richtig, dass auch die Einwirkdauer sehr wichtig ist. Aber die Einwirkdauer ist kumulierend! Bleiben wir bei deinen Werten, so heißt das, dass die Einwirkdauer PRO Tag gilt.

      Allein eine Fahrt durch einen Autobahntunnel mit Tempo 80 kann Werte von über 100 dB erreichen. Damit haben wir nur noch Minutenbereiche an Einwirkdauer.

      Was bedeutet aber überhaupt der Unterschied von 3 dB? In den meisten Publikationen wird dieser Unterschied als "gerade so wahrnehmbar" eingestuft. Das heißt, ohne Messung wären wir im Normalfall nicht in der Lage zu unterscheiden, ob 85 dB oder 88 dB anliegen .

      Wenn wir von "doppelt so laut" reden, ist es eine rein subjektive Größenordnung, die technisch ungefähr 10 dB ausmacht.

      Blöderweise ist unser Ohr kein Messmikro und wir empfinden die verschiedenen Frequenzen unterschiedlich laut. So werden tiefere Frequenzen nicht ganz so laut empfunden, wie mittlere Frequenzen, trotzdem werden hohe Pegel ans Ohr gedrückt. Wer hierzu mehr wissen möchte, kann mit dem Begriff "Fletcher-Munson-Kurve" googeln.

      Es kam der Hinweis auf die Lärmangabe im Fahrzeugschein. Die betrifft nicht die Lärmmessung im Innern. Die Messung im Fahrzeuginnern kann durch Luftverwirbelungen am Kopf massiv abweichen. Jeder Mopedfahrer kann davon ein Lied singen. Dort wirken sich schon Details wie Visierbefestigung oder Anströmwinkel der Verkleidungsscheibe extrem aus. Von daher kann die Körpergröße und auch die Sitzposition im Cabrio Einfluss nehmen.

      Vor allem deshalb kann und darf die Frage nicht als Aprilscherz gewertet werden. Und wenn es einem im Cabrio nicht so laut vorkommt - vielleicht liegt auch schon eine deftige Hörschädigung vor?
    • Detlef schrieb:

      U.1, U.2
      86 db bei 3750 U/min. (G-160)
      Kann ja jeder der möchte mit eiem db Meßgerät im Abstand von 75cm und einen Winkel von 45° zur Mündung messen. ;)
      Hmmmm. Im Stand bei 3750 U/min einen Wert einhalten... Klingt nach Abgastest mit nicht rollenden Rädern oder anderer Prüfstanderkennung. Da kann man einfach nix auf die Meßlatte hin optimieren und für alle anderen Fälle öffnen... Wieder was gelernt.
    • Kleiner Nachsatz zu meiner zynischen Frage oben:

      Ein gut angepasster Gehoerschutz fuehrt nicht dazu, dass man weniger hoert! Man hoert genau so viel wie vorher, nur die Laermspitzen und zu hohen Pegel werden herausgefiltert. Man kann diese Otoplastiken nicht mit einem Schaumstoffstoepsel aus dem Baumarkt, der einfach nur den Gehoergang verschliesst, vergleichen. Viele Leute, die agepassten Gehoerschutz das erste Mal tragen, glauben, er waere defekt und stehen wieder im Laden zum reklamieren. In der Praxis heisst das, man hoert den Motor und das Radio genau so gut wie ohne den Schutz, aber die lauten Windgeraeusche sind gedaempft. Oder mit den Worten meiner neunjahrigen Tochter die in einem Orchester spielt:"die Musik ist genau so gut, aber sie tut nicht mehr weh!" In ihrem Fall Pauke, Triangel, und Becken, etwa das Spektrum der Verwirbelungen des Fahrtwinds an Dach und Karosserie.

    • Michael XXXX schrieb:

      Kleiner Nachsatz zu meiner zynischen Frage oben:

      Ein gut angepasster Gehoerschutz fuehrt nicht dazu, dass man weniger hoert! Man hoert genau so viel wie vorher, nur die Laermspitzen und zu hohen Pegel werden herausgefiltert. Man kann diese Otoplastiken nicht mit einem Schaumstoffstoepsel aus dem Baumarkt, der einfach nur den Gehoergang verschliesst, vergleichen. Viele Leute, die agepassten Gehoerschutz das erste Mal tragen, glauben, er waere defekt und stehen wieder im Laden zum reklamieren. In der Praxis heisst das, man hoert den Motor und das Radio genau so gut wie ohne den Schutz, aber die lauten Windgeraeusche sind gedaempft. Oder mit den Worten meiner neunjahrigen Tochter die in einem Orchester spielt:"die Musik ist genau so gut, aber sie tut nicht mehr weh!" In ihrem Fall Pauke, Triangel, und Becken, etwa das Spektrum der Verwirbelungen des Fahrtwinds an Dach und Karosserie.
      Absolute Zustimmung von mir. Aber warum muß ich die Ursache (u.a. Lärm durch Auspuff), wenn ich es nicht vertrage, zusätzlich beflügeln? Das erschließt sich mir nicht. :)
    • Das Auspuffgeräusch ist nicht das Problem, der Pott röhrt bei voll geöffneter Drosselklappe am lautesten, ergo beim beschleunigen. Auf der Bahn bei 140 oder so fährst du mit 1/4 Gas also kaum Abgaslärm, dafür wesentlich höheren Windgeräuschen, letztere erhöhen sich analog zum Wiederstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit.
      Im Automobilbau gibt es Akustiker, die Lärmquellen aufspüren und eliminieren, eine Sauarbeit, denn je nach Geschwindigkeit hast du Motor, Reifen, Fahrtwind, und alle variieren je nach Last und Geschwindigkeit.

    • Zu dem Thema gibt es eine nette App für iOS. Sie heißt "Mimi-Hörtest" und liefert mit den Apple-Standardkopfhörern eine grobe Aussage, wie gut das eigene Gehör noch funktioniert. Da kann man auf die schnelle mal schauen, wie es aussieht.

      Hat denn schon einmal jemand konkret im MX-5 unter verschiedenen Umständen Geräuschmessungen gemacht?

      Viele Grüße Sven
      MX-5 G184 30th Anniversary, Oehlins Road&Track (70/40), I.L. Streben (Domstreben und Unterbodenstreben), Fahrwerkseinstellung (nur Werte)

      „The speed was okay, but the corner was too tight.“ (Juha Kankkunen)

    • Oh man... ich wollte ja eigentlich keine ‚Oberlehrerdiskussion‘ vom Zaun brechen, aber war eigentlich klar, dass das passiert ;)

      Ich wollte ‚nur‘ Erfahrungen von denen, die Erfahrungen mit Gehörschutz im Cabrio haben. Habe ich jetzt, DANKE! Ich werde mir mal solche Motorradstöpsel für den Anfang besorgen, ggfls später so einen Satz vom Akustiker.

      Dass es Leute gibt, die das nicht gut finden, war klar, so wie ich auch bewusst auf Konzerten ohne Schutz gehe, macht es denen halt Spaß ohne zu fahren. Ich bin aber so frei diese Aussagen hier als OT zu ignorieren :P
      Die, die ihren MX künstlich lauter machen, kann ich nicht nur in diesem Thema nicht verstehen...
      Mir ist er in der Serie schon mehr als laut genug, und wenn ich den mal morgens um 5 starten muss, ist mir das klanglich tolle, kurze Hochdrehen, schon unangenehm. :huh:

      TSchau

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