Neomax S - Harter Durchschlag

  • Hallo zusammen,


    auf folgendes Problem bin ich bei meinem Neomax S Fahrwerk gestoßen und ich komme leider selbst nicht weiter.


    In einer 90° Rechtskurve bei etwa 50kmh hat eine Bodenwelle in der Kurve dazu geführt, dass das Fahrwerk hinten links durchgeschlagen ist.

    Die Kurve wurde recht sportlich genommen, aber noch im Rahmen des machbaren.

    War sehr laut und hat sich in den Recaros angefühlt wie ein harter Schlag gegen den Sitz.


    Direkt danach in der Werkstatt inspiziert, der originale Federwegsbegrenzer hatte definitiv Kontakt mit dem Domlager.

    Screenshot 2026-09-03 231027.pngScreenshot 2026-09-03 230149.png

    Als Soformaßnahme habe ich die Federvorspannung auf der Hinterachse geprüft und von 200mm auf das maximale Maß von 195mm erhöht.

    Außerdem die Dämpfer um zwei Klicks ringsrum härter gestellt. (16 Klicks von komplett hart ausgehend)


    Jetzt steht das Fahrzeug natürlich hinten höher, die unteren Hülsen lassen sich auch nicht weiter reindrehen.


    Irgendwie bin ich ein bisschen ratlos was ich da machen soll, mir wird das Fahrzeug bei ruppigen Strecken definitiv wieder durchschlagen.

    Die originalen Federwegsbegrenzer sind anscheinend auch nur zum Begrenzen des Federwegs da, eigentlich sollten das doch Anschlagpuffer sein, die wie eine zusätzliche Feder wirken.

    Fühlen sich auch sehr hart an, im Gegensatz zu diesen hellen geschäumten PU Anschlagpuffern, welche bei Serienfahrwerken oft verbaut sind.


    Gibt es Erfahrungen mit Anschlagpuffern von anderen Herstellern? Ist das Thema vll bei SPS auch schon einmal aufgekommen?

    Sollte ich die Karosse prüfen lassen ob das noch alles grade ist?


    Sonstige Daten:

    - G184 zwei Insassen, Gesamtzuladung unter 200kg

    - König Hypergram 8x17

    - SCC Spurplatten HA: 15mm pro Seite

    - Hardrace Domstrebe VA+HA

    - Dämpfereinstellung vorher: Wie vorgegeben 18 Klicks von komplett hart ausgehend.


    Ich freue mich auf euren Input, Vielen Dank vorab :)

    ND2 Cabrio :thumbsup: G184 Selection machine grey

    Fahrwerk: Neomax S / Hypergram 8x17 / SCC Spurplatten und Rändelbolzen VA: 10mm x2 HA: 15mm x2 / MPS 5 215/40 17 / Hardrace Domstrebe VA&HA

    Innnenraum: Recaro PP

  • Direkt danach in der Werkstatt inspiziert, der originale Federwegsbegrenzer hatte definitiv Kontakt mit dem Domlager.

    Dafür ist er da.


    Bei den SPS Neomaxen sind idR zu kurze Puffer verbaut (realen Verbau mit Daten im TG abgleichen). Ob der längere Puffer (ist auch so ein Hartgummi) den Anschlag deutlich weicher gestaltet weiß ich nicht.


    Sind denn die Stoßdämpfer an sich iO.? Nicht das es denen an Dämpfungsvermögen fehlt und der Schlag deshalb so hart durchgegeben wurde.

  • Ich hatte das mit meinem Neomax S auch mal, als ich ein Schlagloch getroffen habe. Ich bin mir relativ sicher, das dabei nichts passiert. Ich habe das S bei SPS auf die mittlere Einstellung von den drei von SPS vorgeschlagenen einstellen lassen.

    Im Zweifelsfall würde ich empfehlen, SPS direkt zu kontaktieren, Bilder sind ja da

    serienmäßig bis auf Neomax S Fahrwerk, ATH VSD und ESD und ein bisschen sonstigen Klimbim

  • Verstehe ich das richtig? Du hast eine grobe Bodenwelle mitgenommen bei 50 km/h, das Ganze hat sich hart angefühlt und das Fahrwerk hat den vollen Einfederweg sowie den Anschlagpuffer beansprucht. Und sonst gibt es keine Symptome (Lenkrad schief, Knacken oder irgendwas ist locker)?



    Wie lange hast du das Fahrwerk denn schon drin?

    Der Satz "Man sieht nur mit dem Herzen gut, das wesentliche ist für die Augen unsichtbar." ist nicht Teil der StVO.

  • Es ist genau wie Mr. Pink schon geschrieben hat, die Druckanschläge und -federwegbegrenzer sind genau dafür da die Kräfte aufzunehmen, wenn der Federweg nicht ausreicht. Da muss man sich erst einmal keine Sorgen machen, dass da gleich etwas kaputt geht.


    Ansonsten sind die Maßnahmen einfach und sinnvoll, den maximalen Federweg nutzen, die Dämpfer härter stellen, starke Unebenheiten meiden.


    Wenn das generell nicht passt und das Fahrwerk öfter durchschlägt, würde ich auch als erstes prüfen, ob die Dämpfer noch ausreichend Kraft liefern und ggf. über härtere Federn nachdenken.

  • Eigentlich wollte ich garnix dazu berichten, aber da jetzt tatsächlich ein scheinbar ähnlicher Fall hier diskutiert wird, erwähne ich mein Erlebnis trotzdem.

    Ein quasi identischer Vorfall passierte mir vor 2 Wochen bei einer Eifeltour (erster Teil der L16 zwischen Mürlenbach und Schönecken, für die Ortskundigen).

    Die Straße ist nicht besonders glatt, hat aber trotzdem wenig Teerflicken oder Kanten.

    Auf einem relativ geraden Stück zwischen 2 Kurven habe ich auf ca 90 beschleunigt und plötzlich gibt es bei einer nicht als solche erkennbaren Bodenwelle einen Knall, als ob ich quer auf einen Bordstein gedonnert wäre. Man hörte es innen wie von außen, und die Wind- bzw. Motorgeräusche waren bei dem Tempo nicht gerade leise. Gespürt habe ich eigentlich keinen harten Schlag, hatte aber trotzdem erstmal den Worstcase (Haubenlifter) im Kopf. Die Haube sah aber noch unberührt aus.

    Auch sonst spürte man nichts außergewöhnliches im Fahrverhalten, keine Öllache im Rückspiegel oder Öldrucklampe zu sehen.

    Etwas später an geeigneter Stelle habe ich angehalten und mal grob geschaut, aber nichts entdecken können. Bin dann einfach im bisherigen Tempo weitergefahren. Wat willse maache?! Hät noch immer joot jejange...


    Gestern habe ich dann mal den Wagen grob von unten inspiziert, es ist aber keinerlei frischer Bodenkontakt zu sehen. Auch in den Radhäusern sieht man keine Schleifspuren. Da bin ich beruhigt, soweit sollte also alles ok sein.


    Was das nun war, weiß ich trotzdem nicht. In den +2 Jahren, wo ich das Fahrwerk nun verbaut habe, ist mir sowas noch nie passiert, nicht mal ansatzweise. Und es geht in der Eifel desöfteren mal mit höherem Tempo über kleine kurzhubige Bodenwellen.


    Ich vermute

    1.) Zusamentreffen ungünstiger Umstände für die Vorderachse - hohes Tempo, Bodenwelle, vielleicht gerade von einer Welle zuvor noch nicht ganz ausgefedert. Dämpfer gehen mit Karacho auf Block, durch die Domstrebe wird das Geräusch ja auch direkt in die Spritzwand weitergeleitet.

    2.) Verstärkung des Knalls auch durch die harten Türführungen, welche grundsätzlich mehr Geräusche übertragen als die (wohl aus gutem Grund) weicheren Originalgummis.


    Heute oder Sonntag werde ich wieder eine Tour machen, mal sehen, oder das Auto auseinanderbricht... :/

    seit 3/24 ein Kinenbi von 12/22 mit K-Tec Street, 30mm/40mm Spurplatten und Domstreben v+h - Getriebetod bei 4.500km :rolleyes: Tauschgetriebe bei 8.500km :)

  • MrPink

    Nach kurzem Längenabgleich per powerpoint ^^ müssten die Puffer 15mm statt 25mm haben. Das würde eine deutlich höhere Federrate der Puffer ergeben.

    Bin ich mir jetzt aber auch nicht sicher ob ich längere haben will, dann schlägt er ja noch früher durch.

    Die Stoßdämpfer sind äußerlich i.O. und fühlen sich auch straff an. Das Auto hat 16000km gelaufen, Fahrwerk wurde bei 12500km verbaut, Anfang des Jahres.


    Hueni

    Was meinst du mit mittlerer Einstellung? Achsgeometrie? Die ist bei mir mit leichten Abweichungen auch eingestellt. (Nachlauf VA)

    Oder gibt es für die Härte der Dämpfer noch andere Vorgaben von SPS? Ich hatte mich an die Einbauanleitung gehalten (VA 12 klicks von hart / HA 18 klicks von hart)


    str0nkberG

    Fahrzeug fährt meiner Meinung nach unverändert, kein klappern, knacken, etc.


    GAFCOT

    Unter 200kg Gesamtzuladung, inkl. zwei Insassen.


    Rausposaunen

    Ja ist eben ein sehr unangenehmes Gefühl und kennt man so von Serienfahrwerken etc. nicht.

    Selbst bei meinem NB mit FK Fahrwerk ist der Bottom out kein Schlag, sondern ein spürbar progressiver Anstieg der Federrate.

    Hast du mal geschaut ob es tatsächlich der Anschlagpuffer war? Theoretisch könnte auch die Feder auf Block gehen.


    Am liebsten würde ich auf Anschlagpuffer von einem anderen Fahrwerk umbauen, dabei besteht nur leider das Risiko, dass der Dämpfer intern auf Block gehen könnte.

    Beispiel ST X, rechts ist HA. Wesentlich länger und aus dem üblichen, deutlich weicheren Material.

    Screenshot 2026-09-04 113217.png




    Vielen Dank an alle :) , ich werde mal überlegen wie es jetzt weitergeht.

    ND2 Cabrio :thumbsup: G184 Selection machine grey

    Fahrwerk: Neomax S / Hypergram 8x17 / SCC Spurplatten und Rändelbolzen VA: 10mm x2 HA: 15mm x2 / MPS 5 215/40 17 / Hardrace Domstrebe VA&HA

    Innnenraum: Recaro PP

  • Theoretisch könnte auch die Feder auf Block gehen.

    Das wäre das Resultat eines gravierenden Fehlers in der Systemauslegung. Genau um das zu verhindern ist ein ausreichend langer Anschlagpuffer zu verwenden. Ich gehe jetzt aber, zumindest an der Hinterachse, aufgrund der recht geringen Federrate (und daraus resultierender kurzer Blocklänge bedingt durch Drahtstärke und Windungsanzahl) davon aus, dass das beim Neomax S passt. Bei Bedarf kann ich das aber gern anhand der konkreten Daten der Feder berechnen.