Wie lässt sich das Innengeräusch reduzieren (RF)?

  • - Sound Enhancer: Das klingt nach einer tollen Möglichkeit! In welchen Modellen ist er denn verbaut, denn die Preisliste schweigt sich darüber aus? Und sind die 3-4 dB im Stand oder während der Fahrt (mit Windgeräuschen) gemessen?

    Ich kann auch nur sagen, dass der Sound Enhancer den gefühlten Geräuschpegel spürbar nach oben treibt (ich schreibe bewusst "gefühlt", weil ich natürlich keine Messung durchgeführt habe ;) ). Das Ding ist bei mir ziemlich früh rausgeflogen, weil ich den Klang einfach als sehr unangenehm empfand...

    Gute Frage, welche Modelle den Enhancer verbaut haben. In der Preisliste wurde er nur anfangs explizit erwähnt. Der 1.5 Liter hatte ihn m.W. bei ND1/ND2 nie, der 2.0 anfangs nicht in der Basisversion, später aber immer. ND3 1.5 Liter: Kann ich nicht sagen.

    Welche NDs bist du probegefahren (Motor, Baujahr)?

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    Insgesamt muss man halt sagen, dass das ein leichtes, wenig gedämmtes Fahrzeug ist. Und das Drehzahlniveau ist für heutige Verhältnisse, wo man ewig lang übersetzte Automatikgetriebe gewöhnt ist, ziemlich hoch.
    Nachträglich dämmen wird's besser machen, aber ein Leisetreter wird das niemals.

  • Nochmals vielen Dank für die zahlreichen Zuschriften!

    - Tonhöhe und Gehörschutz: Gefühlt liegen die für mich störenden Geräusche im mittleren bis sogar tiefen Bereich, während im Soft Top noch die hochfrequenten Windgeräusche dominierten. Gerade da wäre der Weg des Maßgehörschutzes gut, da sich dieser sicher auch auf diesen Bereich anpassen lässt.

    - Sound Enhancer: Das wird wohl wirklich mein erster Ansatzpunkt, laut Anleitung sieht das auch wirklich machbar aus -danke. Wobei ich gestern Abend dachte, dass das störende Geräuschniveau nicht lastabhängig waren, und damit nicht vom Sound Enhancer kommen.

    - Mustang, Mercedes, BMW und Alternativen: Leider gefallen die mir alle nicht. Die Alternative zum MX-5 RF wäre ein Youngtimer, mit den verbundenen Komplikationen (wilde Fahrzeughistorien, fraglicher Zustand, Ersatzteilversorgung, Werkstattsuche, ...).

    - Strecken: Im direkten Vergleich zum Kleinwagen finde ich es schon bei der Probefahrt, also im normalen Alltagsverkehr, als störend. Mit etwas Gewöhnung fällt der Unterschied vermutlich weniger auf, bzw. die Freude am besonderen Auto jeden Tag überwiegt. Dennoch würde mich interessieren, was baulich machbar ist, um das Auto für mich "kompletter" zu machen.

    - Modell: Ich fuhr einen 2027er (mit Kamera...) Roadster und einen 2025er oder 2026er RF Probe. Beides 1,5 l, wobei das Getriebe beim 2027er interessanterweise viel angenehmer zu schalten war. Lag aber vielleicht am Vorleben.

    - Vergleich: Ich möchte den MX-5 gar nicht mit einem Mittelklassewagen mit Automatikgetriebe vergleichen, das wäre unfair. Aber selbst ein kürzer übersetzter Kleinwagen (mit Saugmotor) ist drastisch leiser.


    Beste Grüße

    Goat in a Coat

  • Auf dem Motorrad ist es ab einer bestimmten Geschwindigkeit für die Lautstärke sch..egal, ob da ein Boxer, ein Einzyliner oder japanischer 4-Zylinder werkelt, weil irgendwann der Punkt kommt, dass das Windgeräusch alles andere übertönt. Ab wann dieser Punkt kommt, ist aber nicht exakt zu sagen, weil sehr viele Faktoren eine Rolle spielen. Ist das Motorrad verkleidet, hat es eine hohe/niedrige Scheibe, wie bilden sich hinter der Scheibe Verwirbelungen aus, wie groß ist der Fahrer, wie aerodynamisch ist der Helm, offenes/geschlossenes Visier....


    Daher ist es nicht einmal ein Widerspruch, wenn mehrere MX-Fahrer zu unterschiedlichen Aussagen kommen. Es kann schon ausreichen, wenn einer etwas größer/kleiner ist oder den Sitz weiter vor/zurückschiebt Je nachdem wie sich hinter der Scheibe die Verwirbelungen bilden, werden sich in Kombination mit der Sitzposition auch die Erfahrungen unterscheiden. So ungefähr steht das auch im o. a. Artikel mit dem Anstellwinkel der Frontscheibe.


    Unterm Strich kommt irgendwann der Punkt, wo du entscheiden musst: Der MX (egal welche Version) passt oder passt nicht.

  • Guten Tag,

    ich habe meinen MX5 ND 1,5-132- Bj, 12/25 wie folgt gedämmt, und kann nur sagen- ein deutlicher Unterschied zu vorher.

    Alle Kofferraumverkleidungen raus und Boden und Seitenteile mit Alubutyl und dann mit wasseresistenter Noppendämmung zusatzlich beklebt - auf allen Flächen die zu erreichen waren. Kofferraumdeckel von innen nicht vergessen.

    Alle Innenkotflügel demontiert und alle Radkästen mit Alubutyl beklebt ebenso alle zu erreichenden Bleche im Radkastenraum ( Stehwände etc.) dann wieder Noppendämmung drauf , Ebenso die Kotflügelinnenseiten- Alubutyl und Noppendämmung.

    Die Rückwand hinter den Sitzen ausgebaut und ebenso gedämmt, wichtig auch um den Gurtaustritt mit Noppendämmung dämmen. Die Türen ebenso mit Alubutyl und Noppendämmung und auch die Türplatten von innen mit Noppendämmung. Gebrauchte Zeit : ca.6-7 Stunden.


    Grüße Udo aus Neunkirchen Seelscheid.

  • Ich mache Rund 22'000km pro Jahr und fahre ganzjährig egal bei welchem Wetter, ausser es wäre lebensgefährlich (schwerer Sturm oder Orkan), ausser wenn es sich nicht vermeiden lässt.

    Anfangs ist mir der höhere Lärmpegel aufgefallen, bald darauf hatte ich mich daran gewöhnt. Ich würde den Wagen, der für ein Serienauto sehr auf Leichtbau getrimmt ist, nicht mit schweren Folien oder Dämmung schwerer machen. Dieses Auto wurde bewusst so gebaut, der Lärm gehört irgendwie dazu. Mir fällt die Ruhe im Mazda 6 2023, von meiner Frau auf, dort gehört sie dazu, genauso selbstverständlich wie der Lärm zum MX-5 RF.

    Mazda MX 5 RF G184 Homura EZ Dez. 2023, soul red crystal.

    Am 4.10.2023 in Hiroshima vom Montageband gefahren.

    Alles bleibt original 8) .

    2. Getriebe.

  • Noch mal ein anderer Ansatz. Mein CX30 ist im Vergleich zu meinem MX5 natürlich deutlich leiser. Wenn da mal was anfängt zu knarzen, hört man das sehr genau. Das geht mir dann auch auf den Keks.

    serienmäßig bis auf Neomax S Fahrwerk, ATH VSD und ESD und ein bisschen sonstigen Klimbim

  • Weil immer wieder wieder dieses "Größenmaß halb so laut/leise" oder "deutlich lauter/leiser" ins Spiel gebracht wird, schauen wir uns das mal ganz oberflächlich an.


    Stellen wir uns vor, wir sitzen im Publikum vor einem Geigenspieler. Der fiedelt so, dass bei uns am Hörplatz ungefähr 70 dB anliegen.

    Jert kommt der zweite Geiger und fiedelt genau so laut, wie sein Partner.


    Haben wir jetzt eine Verdoppelung des Pegels?


    Nein. Am Hörplatz wird es ~ 3 dB lauter, obwohl ja eigentlich die "Energie", die die Geigen abstrahlen, verdoppelt wurde. 3 dB Pegelunterschied wurde vor einigen Jahren noch an der Grenze der Hörschwelle eingestuft. Geübte Ohren können aber sehr wohl einen Unterschied wahrnehmen. Es ist aber niemals "doppelt so laut".


    Jetzt kommt unser Lautheitsempfinden ins Spiel. Da es sich um ein Empfinden handelt, was von vielen Faktoren beeinflusst wird, lässt es sich nicht ganz exakt definieren. Im Rahmen vieler Versuche wurde vor längerer Zeit empirisch ermittelt, wie die überwiegende Anzahl der Hörer diese "Verdoppelung" wahrnimmt. Dazu gibt es sogar eine Maßeinheit: Sone.


    Zum Thema Lautheitsempfinden hier

    Wer sehr viel tiefer einsteigen möchte, wird bei Sengpiel fündig. Dort wird auch der Unterschied zwischen Phon, dB und Sone erklärt.


    Demnach ist also eine gefühlte Verdoppelung (oder Halbierung) der Lautheitsempfinden ein Sprung von 10 dB. Im Falle unserere Geigen bedeutet das:

    Es müssen 10 Geiger spielen, damit wir eine gefühlte Verdoppelung des Lautheitsempfinden erreichen.


    Übrigens, das gilt auch für unseren Verstärker in der Stereo-Anlage. Für "doppelte Lautstärke" wird die 10-fache Lesitung erforderlich. Daher ist es für den max-Pegel, den unsere Anlage vielleicht abgeben kann, in der Praxis völlig irrelevant, ob ein Verstärker 100 Watt oder 110 Watt liefern kann.


    Wie "laut" wir etwas empfinden oder wann ein Geräusch sogar "störend" wird, ist unglaublich kompliziert und höchstwahrscheinlich auch nicht messbar.


    Bestes Beispiel: Wir schlafen in einer lauen Sommernacht bei offenem Fenster und stören uns nicht daran, wenn ein Bach plätschert. Summt aber im gleichen Zimmer, in der gleichen Nacht eine Mücke um unser Ohr, drehen wir durch.

  • Ich glaube, die meisten von uns wollen nicht tiefer die Thematik einsteigen, sondern einfach nur ein leiseres Fahrzeug (falls das gewünscht ist). Maßnahmen wurden genannt, die kann der TE jetzt ggf. umsetzen. Fahrzeugdämmung .. wenn richtig und sinnvoll angewendet .. hilft auf jeden Fall, den Lärm deutlich zu reduzieren. Nicht jeder mag mit Ohrstöpsel rumfahren. Auf dem Motorrad unter dem Helm noch praktikabel (die habe ich selber bei längeren Touren drin), möchte ich die Dinger im Auto nicht in den Ohren haben. Grundsätzlich stellt sich natürlich die Frage, ob ein Leichtbau MX-5 mit minimaler Dämmung das richtige Fahrzeug ist, wenn man Lärmempfindlich ist oder wenn einen die Geräusche arg stören. In einem Roadster ist das nun mal alles kerniger. Wer sich mal so richtig die Geräuschkulisse geben will, möge mal in einem Caterham mitfahren. Leisere Alternativen sind BMW Z4, Porsche Boxster oder Audi TT. MX-5 fahren, bedeutet pures Erleben, auch beim Sound. Das ist Bauart bedingt so und die meisten lieben es. Ich gebe allerdings zu, dass mich sehr lange Autofahrten (1.000 km plus) mit dem MX-5 akustisch schon belasten (in dem Fall wären die Stöpsel vielleicht doch angebracht).

    MX-5 NC (FL3) 2.0 Sports-Line, EZ 02/14, Chrystal White Pearl, KW V3 (Federraten angepasst), H&R DRM (20 mm), BPS, IL Motorsport Domstrebe und ESD "Edition", Tarox Sport / Pagid Street+ / Endless / Stahlflex, Recaro Pole Position (Leder/Alcantara), Kennfeldanpassung (169 PS|196 Nm), Support by Manthey Racing. Golf 7 GTI Clubsport mit APR-Auspuff und High-End-Hifi, 83er Käfer und ein paar Motorräder.

  • ...das ist schon so, wie du schreibst, Wolfram. So toll finde ich Ohrstöpsel im Auto, auch nicht. Ich habe sie einmal genutzt, bei der Heimfahrt von Kobern-Gondorf bis Herne, über die Autobahn, ergo knapp 180 KM, nachdem ich schon knapp über 400 KM offen über Landstraße von Riquewihr bis Kobern-Gondorf gefahren bin. Das war ein Versuch, und der hat funktioniert. Auf dem Motorrad nutze ich die überwiegend wegen der Windgeräusche. So gesehen, hätten sie für mich auch den Nutzen im Cabrio beim offen fahren. Auf der Landstraße würde ich die aber nicht nutzen wollen. Ich werde mich jetzt mal nach maßgefertigten erkundigen. Die hatte ich zuletzt vor 23 Jahren und war nicht so glücklich damit.

    Was den RF angeht, ich denke im Ergebnis ist es so, dass man entweder viel Material verbaut um dann ein leiseres Auto zu haben, sich gelegentlich mit Ohrstöpseln behilft oder ein anderes Auto kauft.

    serienmäßig bis auf Neomax S Fahrwerk, ATH VSD und ESD und ein bisschen sonstigen Klimbim

  • Hueni, ich weiß ja nicht, ob du schon einmal maßangefertigte Stöpsel hattest.


    Aber Maßanfertigungen kannst du nicht mit den handelsüblichen Stöpseln vergleichen (die sog. Tannenbäume).


    Ich persönlich komme z. B. mit handelsüblichen In-Ear-Hörern überhaupt nicht klar. Das drückt, nach einer gewissen Zeit tut's sogar weh, die Dinger schließen bei mir nicht nicht richtig ab, dadurch ist der Bass eher sch...e. Nicht viel anders war es bei den "Tannenbäumen". Die Dinger fand ich immer ätzend im Ohr.


    Was natürlich nicht heißt, das andere damit super klarkommen. Der Gehörgang ist bei jedem Menschen unterschiedlich.


    Ich habe dann mal einen Versuchsballon bei einem Hörgeräte Akustiker gestartet und das war überhaupt kein Vergleich zu den Standarddingern. Die Maßstöpsel sind "saugend-schmatzend" ins Ohr gerutscht, sitzen fest, ohne auch nur ein bisschen zu drücken. Da sollte man mal mit dem Hörgeräte-Akustiker reden, ob der ein paar Probe-Abdrücke machen kann, dass man mal ein Gefühl dafür bekommt.


    Das war so genial, dass ich mir sogar maßangepasste In-Ear-Hörer machen ließ. Nicht ganz billig, aber jeden Cent wert. Stundenlang können die im Ohr bleiben, da drückt absolut gar nix. Da kannste sogar auf der Couch "drauf liegen".



    Noch'n Nachtrag.

    Sollte sich jemand für Maßanfertigungen entscheiden, sollte vorher der Ohrenarzt den Gehörgang gründlich reinigen, damit der Abdruck perfekt wird. Aber das sagt euch der Hörgeräte-Akustiker sicherlich auch.