Welches Motoröl ab Werk?

  • Wäre da ein 0W40 demnach nicht super, wenn man sein Auto im Winter und Sommer fahren will?

    Der zweite Wert steht für die Viskosität bei hohen Betriebstemperaturen, die hast Du auch im Winter. Die Ölprofis hier im Forum haben bestimmt genau Temperaturen und Definitionen parat.

  • Wäre da ein 0W40 demnach nicht super, wenn man sein Auto im Winter und Sommer fahren will?

    Damit habe ich mich letztens auch beschäftigt. Bin kein Profi, aber so wie ich es aufgefasst habe:


    - Je höher die W-Viskosität, desto dicker meist das Grundöl, also das Öl bevor alle anderen Zutaten dazukommen. Ein dickeres Grundöl hat Vorteile wie geringere Verdampfungsverluste oder höherer Flammpunkt.

    - Ein 0W40 ist bei 0 Grad dicker als ein bswp. 0W20. Nur weil bei beiden 0 vor dem W steht, heißt dass nicht, dass sie bei kalten Temperaturen gleich viskos sind.

    - Die hohe Heißviskosität trotz dünnerem Grundöl erreicht man durch Zugabe von Viskositätsverbesserern. Die werden bei hoher Belastung aber „gequetscht“ und verlieren reversibel ihre Wirkung. Langfristig verschleißen sie aber auch irreversibel. Das Problem hat man bei einem dickeren Grundöl weniger.


    Grundsätzlich kann man sagen: Die Spreizung zwischen Kalt- und Warmviskosität sollte so nur groß wie nötig und so klein wie möglich sein, da man die größere Spreizung nur mit Nachteilen erreicht.

  • Das ist so. Die Zahl vor dem W gibt die Viskosität bei -17,8Grad Celsius an. Die Zahl dahinter die Viskosität bei 100 Grad. Da die bei der Entwicklung des Öls ja auch nicht zaubern können, nehmen wir den Anstieg zwischen den beiden Punkten mal als linear an.

    Bei -17,8 sind beide Öle ungefähr gleich viskos. Bei 100 ist aber das 0W20 erheblich dünner, als das 0W40. Also ist es auch bei allen Punkten zwischen -17,8 und +100 dünner. Also auch bei 0

  • Da man die Viskosität bei 0 Grad in Datenblättern nicht findet und man ihn auch nicht exakt berechnen kann, misst jemand verschiedene Öle bei 0 Grad: https://oil-club.de/index.php?…&postID=398637#post398637


    Dort sieht man, dass ein 0W40 bei 0 Grad eine doppelt so hohe Viskosität haben kann als ein 0W20. Oder dass die meisten 5W30 bei 0 Grad sogar dünner sind als ein 0W40.

    Erklärung dafür ist wie von bwm geschrieben. Mit dem Unterschied, dass die 0W-Viskosität bei -35 Grad gemessen wird. https://oil-club.de/index.php?thread/800-sae-grenzwerte/


    Bei -35 Grad müssen also 0W20 und 0W40 etwa gleich viskos sein. Mit steigender Temperatur kommt aber die Wirkung der VI-Polymere zum tragen. (Eigentlich komisch, dass man noch keine Viskositätsverbesserer entwickeln konnte, die erst ab einer bestimmten Temperatur, zum Beispiel 50 Grad zunehmend „aufploppen“ oder so…)


    Wenn man gemäßigte Temperaturen um 0 Grad annimmt, liegt der Vorteil vom 0W40 gegenüber einem 5W30 nur in einer etwas besseren Heißviskosität (HTHS 3,7 vs 3,9 bei Ravenol REP 5w30 vs. REC 0W40). Allerdings wird dieser Vorteil im Laufe des Wechselintervalls vermutlich schmelzen, da das Mehr an VI-Verbesserer beim 0W40 schneller verschleißen.


    Wenn man eine bessere Durchölung bei um 0 Grad haben will, würde vielleicht (aber auch nur vielleicht) ein 0W30 helfen, falls es bei 0 Grad dünner sein sollte als ein 5W30.

    Wer wie auf Schienen fahren will, soll Bahn fahren.

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  • Frage zum Threadthema:

    Handelt es sich hierbei [random Google-Ergebnis] um das Öl, das nach Herstellervorgabe in unseren (in meinem Fall G184) Motor kommt?

    Hat jemand eine Teile-Nr. für das OEM-Öl? Damit könnte ich auch direkt vom fMH das korrekte Öl kaufen - ist i.d.R. bei OEM-Teilen der günstigste Weg und es fallen keine Versandkosten an. Ohne Teile-Nr. vertraue ich da aber niemandem.


    Hintergrund (um auch Diskussionspotenzial zu liefern ;) :(

    Ich fahre seit ein paar Jahren mit dem Ravenol REP SAE 5W-30 durch die Gegend und verstehe auch die Argumente dafür. Allerdings braucht der Motor nach dem Start immer eine ganze Weile, bis das Tickern aufhört. Ich möchte schlichtweg im Praxiseinsatz (für 1 Jahr) ausprobieren, ob sich daran etwas durch das etwas dünnere OEM-Öl etwas ändert. Ich fahre keine Rennstrecke oder Pässe, drehe selten bis nie in den Begrenzer und mache mir beim OEM-Öl, das für den Motor ausgesucht wurde, auch keine Sorgen, dass mir sofort Kolben durch die Motorhaube kommen. Wie gesagt: Ich verstehe die Argumente für das 5W-30 bei Leistungsabruf und wechsle vermutlich auch nach dem Experiment wieder dahin zurück, da sich beide zumindest am Black Friday preislich nichts geben.


    Ich würde ja auf einer Rechnung vom Service beim fMH nachschauen, aber dort wurde mir immer nur "M600 5W30 Hightech Leicht" [MÖL3] eingefüllt. Keine Sorge, ich mache den Service jetzt immer selbst.

    MX-5 ND G184 (08|2018) Signature Line, magmarot
    gr. Wischwasserbehälter; FOX ESD schw.; Trunkcover (Eigenbau); Batterietragegriff (Eigenbau); AAD Low Profile Seat Mounts; H&R Spurplatten (2x9mm bzw. 2x9mm+2x15mm); Lenkrad: meinlenkrad.de; Radhausflaps schw.gl. foliert; Sommer: BBS CS012 7,5x17 ET38, Winter: Schw. OEM; Zymexx dunkle LED-Blinker; mx5things Fensterautomatik+ACC-Power-Controller+Trunk-Lid-Popper+DLR+Silhouette+TrunkLight; ATH Frontflaps+Heckschürze; OEM Seitenschweller; Stubby; AA+CP

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  • Ich weiß nicht, ob ich unbedingt das Mazda-Öl ausprobieren würde. Es gibt sicher von Ravenol auch ein gutes 0W20 mit Freigabe, dass man stattdessen probieren kann.

  • Ich weiß nicht, ob ich unbedingt das Mazda-Öl ausprobieren würde. Es gibt sicher von Ravenol auch ein gutes 0W20 mit Freigabe, dass man stattdessen probieren kann.

    Ich meine, dass es eine gute Idee sei das Mazda Öl zu fahren, wenn man 0W20 fahren möchte.

    Ich habe im Kopf, dass gerade das 0W20 eine gute Additivmischung hatte.

  • O.k., dann war es das Mazda 5W30, dass nicht so gut war, während das 0W20 gut war? Ja, kann gut sein.