Ich dachte, zwar findet an dem Punkt keine Bewegung in Folge des Einlenkens wie beim McPherson-Strut statt, das Lager übernimmt also keine Führung oder geometrischen Aufgaben, demnach ist es nicht zentraler Geometriepunkt und die Randführung übernehmen eigentlich die Querlenker, jedoch übernimmt der Dämpfer neben seiner eigentlichen Arbeit doch auch die Kraftübertragung ins Chassis. Ein pillowball sollte damit dann neben einem präziseren Ansprechen der Dämpfer auch für eine konstantere Kinematik unter Last sorgen, da ich keine Verformung des Gummis habe, die Auswirkungen auf die Geometrie hat. Bevor also der Dämpfer wirklich das tut, was er soll, arbeitet erst das Lager und dämpft damit das Ansprechen, oder verstehe ich das falsch?
Nee, ist richtig (bis auf die Kinematik, die wird über die Lenker und Lagerung selbiger definiert).
Das potenziell etwas direktere Ansprechen des Dämpfers kann man als Pro-Argument aufzählen. Die Gummilagerung bei den üblichen Verdächtigen ist aber auch kein ausgelutschter Weichgummi. Man erkauft sich mit der Gelenklagerung geringe Vorteile beim Dämpfer (ob die Dämpfer dieser Preisklasse davon profitieren sei dahingestellt) auf Kosten von NVH und verschlechterter Haltbarkeit bzw. erhöhtem Wartungsaufwand (offene Gelenklager verschleißen, insb. im Alltagsbetrieb).
Bei McPherson ist das aufgrund der Radführung natürlich anders, da gibt es dann mehr Pro-Argumente. 