Was für Stümper! Jetzt stell dir vor, dir fackelt die Karre ab. Kannste nie beweisen, wie es dazu kam!
Erinnert mich an ein Ding, das ich mit meinem Daily (Astra J 2.0 Diesel) erlebt habe. Vor ein paar Jahren habe ich in unserer Opel Werkstatt die Dichtung (eine Art Simmerring) zwischen Ölpumpe und Ansaugrohr ersetzen lassen, weil die im Laufe der Zeit hart wird und sich setzt. Dann zieht die Pumpe Luft, ohne daß es einem über eine Warnlampe angezeigt wird. Geht ratzfatz dem Motor hops. Zum Tausch muß halt die Ölwanne runter und ggf. das Getriebe beiseite geschwenkt werden. Soweit so gut, keine billige Aktion, aber da ich den Wagen noch ein paar Jahre fahren wollte, habe ich da mal investiert.
Einige Wochen später fahre ich von der Arbeit mit offenen Fenstern los, weil es warm war. An der ersten Ampel rieche ich Diesel. Denke mir nix dabei, hat vielleicht einer schlabbrig getankt vor mir. Richtung Autobahn abgebogen und an der nächsten Ampel riecht es immer noch, aber die Autos vor mir waren andere. Hmm, bin das etwa ich??? Die Autobahnauffahrt naht, ich muß mich entscheiden: drauf fahren und daheim mal schauen, oder schnell rechts auf die Tanke und dort sofort gucken. Bin dann zum Glück zur Tanke und Haube auf - da kommt mir eine Dieslegeruchswolke entgegen. Scheixxe, was ist das, wo kommt das her? Hinterm Motor, beim Turbo, alles feucht. Na suuuper! Ok, Risiko, Motor an und schnell schauen, ob man sieht, wo es raussuppt. Ein Blick verrät: Kraftstoffleitung zur Pumpe, da spritz es munter raus. Motor aus, genauer geschaut: Es war der Übergang von der Kunststoff-Spritleitung zum Pumpensammelrohr. Da sitzt als Verriegelung eine große Clips-Schelle, extra gelb, damit man sieht, daß die wichtig ist. Moment, die Leitung scheint wohl nicht richtig auf dem Rohr zu stecken? Tatsächlich, sie ließ sich locker nen Zentimeter weiter draufschieben UND DANN DIE SCHELLE VERRIEGELN! Die Schelle war entriegelt! Motor wieder an: Alles dicht! Ja leck, wer fummelt an der Leitung rum? In 10 Jahren war da nie was undicht, und der Dieselfilter sitzt beim Tank, da ist kein Handlungsbedarf an der Leitung bei einer Inspektion. Sollte etwa die Werkstatt bei der Arbeit mit Pumpedichtung da was gelöst und nicht korrekt befestigt haben? Auch kaum vorstellbar, da die Reparatur nur unter dem Auto stattfand, die Leitung aber oben drauf sitzt.
Daheim hab ich erstmal mit Wasser alles ewig abgespritzt und die obere Motorabdeckung (war auch vollgesogen) ein halbes Jahr zum Auslüften in der Garage gelagert. Mir ist bis heute unklar, wie das passieren konnte und wer da diesen extremen Mist gebaut hat. ![]()