Beiträge von Svanniversary

    Und mit welchen Stabiraten/-einstellungen wird es gefahren? Eine Fehlabstimmung der Wankraten durch die Federn kann ich natürlich mit der Stabilisierung entgegenwirken.

    Wenn ich nur das Fahrwerk mit Serienstabis fahre, muss ich dagegen mit dem Problem leben.


    Um hier nicht herum zu orakeln, ich habe mich auf das KW V3 und die entsprechenden Pendants von ST mit den Federraten vo/hi 40/37 bezogen, die eine sehr ungünstige Wankratenverteilung mit instabilem Fahrverhalten ergeben.

    Ich habe jetzt zurück geblättert und es ging um den MX-5 an sich. Von 18“ finde ich da nichts und unabhängig davon ist 18“ für die Mehrheit kein Thema, so dass Du mir einen Beitrag der auf eine fehlende Verfügbarkeit in den Standardgrößen hinweist bitte gestattest ;) .


    Ich halte das übrigens für keine gute Idee, zumindest nicht wenn es um Performance geht. Das was Du mit 18“ verlierst wird schwierig nur über irgendwelche tollen Reifen wieder aufzuholen, gerade im GJR-Segment. Die können alle nicht zaubern und sind nur ein Kompromiss. GJR die was im Winter können, gehen Kompromisse bei den sportlichen Eigenschaften ein. Das ist unvermeidlich. Wenn ich einen GJR kaufe, der sportlich ist und dafür im Winter wenig kann, dann ist stehen lassen und/oder auf Sommerreifen fahren die besser Lösung.

    Wenn es um Optik und Vorlieben geht, ist das natürlich etwas anderes.

    Ja, beides. Auf der einen Seite unterscheidet die Norm nicht zwischen verschiedenen Reifentypen. Der Mindestdruck gilt also erstmal für alle Reifen.

    Und die Bauform der alten Winterreifen spielt auch eine Rolle. Früher wurde der Grip überwiegend über grobe Profile aufgebaut und über mehr Druck wurden die besser aufgespreizt und stabiler.

    Ein moderner Winterreifen verwendet entsprechende Mischungen und Lamellen und braucht das nicht mehr so unbedingt. Es schadet aber meist auch nicht, Winterreifen mit etwas höheren Drücken zu fahren. Ich mache das auch deshalb ganz gerne, weil sie dann etwas quersteifer und direkter werden. Aber auch da natürlich nur so weit, dass sie noch keinen Grip verlieren.

    Ja, genau das ist der Denkfehler. Das ist ein absoluter Druck und kein relativer. Der Reifen soll immer mit mehr als 2 bar gefahren werden, unabhängig von der Temperatur.

    D.h. wenn es 0° C hat stellst Du 2 bar ein, genau wie bei 20° C.

    Bei 20° einstellen und dann bei 0° fahren führt zwangsläufig zu Minderdruck.

    Den Fehler machen aber dennoch auch viele Werkstätten, dass sie immer in der warmen Werkstatt einstellen und das Auto so rausgeben.


    Das ganze ist auch technisch plausibel, wenn ich mir mal den Warmdruck anschaue. Der ist ja der Sinn hinter dem ganzen.

    Der MX-5 braucht ca. 2,2-2,3 bar warm. Ich stelle 2 bar ein, der Reifen erwärmt sich um 20-30° und es stellen sich 2,3 bar warm ein.

    Wenn ich jetzt mit 1,8 bar bei 0° losfahre und der Reifen erwärmt sich um 30° komme ich auf ca. 2,1 bar und erreiche den erforderlichen Warmdruck nicht mehr.


    Zu geringer Druck führt bei hoher Last und hoher Geschwindigkeit zu starkem Walken, einer starken Erwärmung der Seitenwand, was diese beschädigen kann, was dann irgendwann zum Reifenplatzer führt.

    Die Michelin sind hier im Forum bekannt dafür, dass sie sich mit 1-2 Zehnteln mehr besser fahren.

    Der Bridgestone Potenza Sport braucht das aber nicht und viele andere Reifen auch nicht.


    Etwas mehr ist ggf. Geschmackssache. Weniger ist schlicht nicht zulässig und liegt damit außerhalb einer Empfehlung, aber ggf. im eigenen Ermessen.

    Man sollte dann aber im Hinterkopf haben, dass sich volle Beladung, Vmax und weniger Fülldruck definitiv ausschließen.

    Meinungen gibt es viele. Fakt und Vorschrift ist, dass Du den Reifen bei der entsprechenden Temperatur auf den Solldruck einstellen sollst.

    10° Temperaturdifferenz entsprechen ca. 0,1 bar. D.h. theoretisch muss man relativ häufig kontrollieren und korrigieren, wenn sich die Temperatur ändert.


    Der MX-5, als sehr leichtes Fahrzeug, reagiert recht sensibel auf den Fülldruck. 2,0 bar funktionieren aber mit den meisten Reifen ordentlich.


    Du schreibst leider nicht dazu, wann Du das Gefühl hast, dass der Grip leidet. Trocken und Nass funktioniert meist ein niedriger Druck, als 2,0 bar, weil weniger nicht erlaubt ist, ganz gut. Auf Schnee profitieren die meisten Reifen von einem leicht erhöhten Druck. Der kann auch die Linearität und Quersteifigkeit von Winterreifen verbessern, aber ggf. eben auch zu etwas schlechterem Grip führen.


    „Deutlich mehr“ würde meinen eigenen Erfahrungen mit dem MX-5 auf verschiedenen Reifen widersprechen. Eventuell war das auch ein Einfluss von Temperatur, Straßenreibwert, etc.

    Unterschiede im Grip, spürbar, aber nicht riesig, sind aber plausibel.