Beiträge von Svanniversary

    Ah, nein. Nichts davon kann ich gerade technisch nachvollziehen ;) .


    Wenn das Fahrzeug versetzt heißt das, dass das Rad die Bodenhaftung, also die Radlast verliert, was in der Regel an harten Federn und zu wenig Dämpfung liegt. Also so ziemlich genau das, was degressive Dämpfer so machen.

    Degressive Dämpfer heißt weniger Raddämpfung. Gut für Curbs und Rennstrecke, schlecht für Landstrasse und schlechtere Strassen.

    Radprellen ist schlecht für den Grip.

    Das ist nicht per se ein Komfortfeature, sondern dient dazu auf Rennstrecken die groben Stösse abzumildern.


    Auch hier sollte man sich wieder sehr genau überlegen, was man möchte.


    Lowspeed - Aufbaubewegung

    Highspeed - Radkontrolle


    Beim Öhlins funktioniert das etwas anders, weswegen es keine signifikanten Nachteile in der Raddämpfung hat.

    Ah, sorry, falsch verstanden.

    Ich persönlich würde das nicht einmal beim Daily machen, ich weiß aber auch, wie ich so fahre ;) .

    Mich würde auch alleine die permanente Überwachung stören und dass ich immer im Hinterkopf habe, dass ich „gut“ fahren muss.

    Ich fasse es mal kurz zusammen.


    Die Balance wird mit absteigender Bedeutung von den folgenden Bedingungen bestimmt:

    - Verhältnis Federrate vorne zu hinten (korrekt Wanksteifigkeit)

    - Verhältnis Stabi Wanksteifigkeit vorne zu hinten

    - Kinematik

    - Sturz/Sturzverhältnis vorne/hinten

    - Hinterachsspur


    Mit der Hinterachsspur stellt man die Balance nicht ein, sondern unterstützt die Fahrstabilität (oder verbiegt sie beim Fronttriebler).


    Beim Hinterradantrieb braucht man eine stabile Hinterachse, weil sie Brems- und Antriebsmomente abstützen muss.

    Ideal ist das Auto momentenfrei leicht untersteuernd, so dass die Hinterachse mit Lastmoment mitlenkend wird.

    Die o.g. Werte sind genau dafür ausgelegt worden.


    Darüberhinaus kann man das Auto weiter trimmen, in Richtung Fahrsicherheit oder Agilität.

    Mehr Agilität ist immer mit einem unruhigeren Heck verbunden, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten, Ausweichmanövern, schnellen Kurven. Das muss man mögen und der fahrerische Skill sollte dafür sehr, sehr hoch sein.

    Was viele möchten, ein loses, spielerisches Heck, um bei moderatem Tempo zu spielen, führt zwangsläufig dazu, dass das Auto bei höherem Tempo und schärferer Fahrweise giftig wird. Gerade der MX-5 wird dann sehr schnell in der Rotation, so dass man z.B. bei schnellerer Landstrassenfahrt ständig ins ESC fährt, oder das Auto ausbalancieren muss. Das ist eigentlich nur etwas für Profis und die Rennstrecke. So etwas versuche ich mit den Forenwerten zu vermeiden.


    Jetzt ist ja für Dich nur die Frage, mit welchen Werten Du startest, um es dann für Dich anzupassen. Ich empfehle die Forenwerte.

    Wieviel Hinterradantrieb Erfahrung hast Du? Das Thema Spur und Hinterachse bei Frontantrieb ist etwas ganz anderes.

    Der MX-5 braucht das tatsächlich für eine stabile und gut führbare Hinterachse.

    Das macht ihn weder unhandlicher und das Heck arbeitet trotzdem mit, wenn die Fahrtechnik passt.


    Wenn Du tiefer einsteigen willst, schau Dir meine Videos bei YT an (siehe Signatur).

    Mir persönlich ist das direkte ansprechen, das Gefühl für die Straße und die Reifen, unverzögerte Reaktion usw. wichtiger. Etwas weniger refined und dafür etwas mehr Kante hat mir in der Vergangenheit meist besser gefallen.

    Genau das erreichst Du mit mehr Spur hinten, im Gegensatz zu einer querweichen, eher matschigen Hinterachse, die viel mitarbeitet und damit das Auto auch zweiphasig macht und das Anlenken durch nachschwingen hinten verschlechtert.


    Keine Ahnung was Du hier mit „Kante“ genau meinst. Ich möchte meine Autos präzise, einphasig, „sauber“ haben. Darauf basieren auch die Forenwerte.


    Das war von mir ganz neutral gemeint. Ich bin ja den genau den Weg gegangen, dass ich mir meine eigene Einstellung erarbeitet habe. Ich hatte aber auch eine klare Zielvorstellung wo ich hin will. Die finde ich bei Dir gerade noch nicht, weswegen ich mir nicht sicher bin, ob Dein Plan zielführend ist, oder am Ende nur Geld verbrennt. Aber es ist Dein Geld, also natürlich Deine Wahl ;) .

    Ich sehe nur überhaupt keinen Grund von Stock-Werten abzuspringen, denn die mag hier wirklich niemand ;) .

    Das kommt auf Deine Fachkenntnis, Deinen Kontostand und Deine Leidensfähigkeit an.

    Ich bin vom Fach und habe mein Fahrwerk 6 x einstellen lassen und daraus sind die bewährten Forenwerte entstanden.

    Für die meisten passen sie, für alle anderen sind sie in der Regel ein guter Startwert für eigene Experimente, definitiv besser als die Stockwerte.

    Aber es steht Dir natürlich völlig frei mit Deinem eigenen Geld noch einmal von vorne anzufangen ;) .


    Was sich sehr bewährt hat ist hinten ca. 0,5° mehr Sturz und mindestens 24‘ Spur zu fahren. Da weichst Du im Moment ab.