uaah, Hueni, was ist das für ein Avatar? Ne Mischung aus Torsten Sträter und Infantino? Mach ma wieder richtig, so wie vorher! ![]()
Norwegen 2026 (auf Motorrad)
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Schöner Bericht insgesamt

Wir nehmen immer die Color Class Meerblick-Kabine. Klar, kostet was mehr, aber man hat auch die Minibar, Internet und das Frühstück hinten im Oceanic A la Carte Restaurant mit drin.
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Es gibt auch Kühlwesten zum drunter ziehen…
Hitzeschutz auf dem Motorrad: Kühlwesten erklärt - und aktuelle ProduktübersichtAn heißen Tagen leiden Biker extrem. Kühlwesten können helfen. Doch welche Systeme gibt es aktuell? MOTORRAD erklärt.www.motorradonline.de -
Wir nehmen immer die Color Class Meerblick-Kabine. Klar, kostet was mehr, aber man hat auch die Minibar, Internet und das Frühstück hinten im Oceanic A la Carte Restaurant mit drin.
Hätte ich das mal gewusst. Den Zettel mit "WiFi Code an der Rezeption" habe ich gesehen und dachte, damit wäre "gegen Bezahlung" gemeint. Frühstück war mir nicht bewusst, ich hatte das Buffet Frühstück gebucht. Und Minibar habe ich mich schon gewundert, dass keine Preisliste auslag. Aber weil Sekt und Bier drin standen, ging ich davon aus, dass das was kosten muss. Da habe ich mich wohl geirrt. Nächstes mal sind wir schlauer

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Hätte ich das mal gewusst. Den Zettel mit "WiFi Code an der Rezeption" habe ich gesehen und dachte, damit wäre "gegen Bezahlung" gemeint. Frühstück war mir nicht bewusst, ich hatte das Buffet Frühstück gebucht. Und Minibar habe ich mich schon gewundert, dass keine Preisliste auslag. Aber weil Sekt und Bier drin standen, ging ich davon aus, dass das was kosten muss. Da habe ich mich wohl geirrt. Nächstes mal sind wir schlauer

Schon ein bisschen ärgerlich... Wir haben mit den Getränken aus der Minibar immer unsere Flaschen aufgefüllt und die Snacks für unterwegs mitgenommen.

Für WiFi bekommt man an der Rezeption so einen Einmalcode und das Frühstück ist hinten in dem Restaurant mit der großen Glasfront. Schade,dass ihr das nicht genutzt habt. Wir genießen das immer sehr.
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So, dann mache ich mich endlich mal an das Fazit. Wie immer wird das viel Text und eher wenig Bilder. Das richtet sich wieder eher an Leute, die noch nicht da waren.
Hier mal die Tour im Überblick
Den Teil in Deutschland (langweilige Autobahn von Brandenburg nach Kiel und zurück), sowie den letzten Fahrtag in NO (langweilige Autobahn nach Oslo rein) habe ich da nicht mit drin.
Gefahren sind wir insgesamt 4.364km in 18 Tagen (15 Fahrtagen), davon 3.556km an 12 Fahrtagen auf kurvigen Strecken in Norwegen. Wir hatten 3 Pausentage (insgesamt 60km gefahren) und zusätzlich noch 3 Autobahn-Fahrtage mit 748km. Pausentage sind immer dazu da, den Hintern auszuruhen und in der Gegend etwas zu erleben oder anzusehen. An Fahrtagen plane ich normalerweise 300-350km, wobei die Touren fast immer so geplant sind, dass man sie auf <250km abkürzen kann.
Anreise nach Norwegen mache ich inzwischen bevorzugt mit der Kiel-Oslo Fähre.
Es gibt andere Wege, die erheblich günstiger wären, oftmals aber länger dauern (mehr wertvolle Urlaubstage verbrauchen) und mit wesentlich mehr Land-Kilometern einher gehen. Standard dafür sind die wesentlich kürzeren Fähren z.B. von Dänemark nach Norwegen oder von Mecklenburg-Vorpommern / Schleswig-Holstein nach Schweden. Auf diesen hat man üblicherweise keine Kabine (weshalb sie so viel günstiger sind) und fährt auch nur wenige Stunden.
Bei den meisten Fähren bekommt man Frühbucher-Rabatte, die durchaus erheblich sein können. Außerdem sind die Fähren meist in der Woche günstiger, als am Wochenende. Ein paar Spartipps hatte ich ja schon anfangs geschrieben.
Als Unterkunft in Skandinavien nehmen die meisten entweder ein eigenes Zelt oder kleine, einfache Holzhütten (auf norwegisch Hytter). Es gibt sehr viele Campingplätze in allen möglichen entlegenen Gegenden wie auch an Hauptverkehrsrouten. Die meisten davon haben auch zumindest eine handvoll kleiner Hütten, die meist zwischen 60 und 100€ kosten und dann mit 2-4 Personen belegt werden können. Es gibt auch dezidierte sog. Hytteutleie (Hüttenverleih), die oftmals sogar unbesetzt sind. Man macht vorher etwas mit denen aus und der Schlüssel steckt dann oder der Schlüssel steckt einfach so und spät abends oder früh morgens kommt jemand rum und checkt, dass alle Hütten, die besetzt sind, auch vermietet sind. Jeder Besucher reinigt nach seinem Besuch das Geschirr, die Küche (sofern vorhanden) und den Boden für den nächsten. Die Hütten streuen auch innerhalb dieses Preisbereiches stark. Manche haben eine Küche mit fließend Wasser und gelegentlich sogar eine eigene Toilette und / oder WC. Manche haben nur 2 Betten ohne Bettzeug und kaum Platz für 4 Motorradkoffer. Andere haben ein separates Wohnzimmer und 2 Schlafzimmer, sodass sogar 6 Leute darin hausen könnten. Wie gesagt: streut stark. So hier sieht eine typische Hütte aus
Kühlschrank, 2 Herdplatten, Stockbett für 2+1 und ein kleiner Tisch. Bad und Dusche gibt's im Sanitärgebäude. Dusche kostet manchmal extra, ist aber inzwischen weniger geworden. Wenn es was kostet, dann meist auch überschaubar (~3€ für ~3 Minuten oder sowas)
Leider sind bei wirklich vielen die Matratzen arg durchgelegen (würde schätzen ca. 50-60%), sodass dann manchmal sogar einer nach oben ausgewichen ist. Die Matratzen sind nämlich in der Mitte am tiefsten, daher rollt man dann zu zweit immer aufeinander zu. Außerdem ist die Matratze oben weniger stark benutzt und daher weniger stark verschlissen. Ärgerlich ist, dass manche Hütten kein Bettzeug haben. Das sind <10%, aber man braucht einen Backup-Plan, falls man auf eine trifft, wo das so ist. Daher haben wir immer auch einen Schlafsack bei, obwohl wir ihn so gut wie nie brauchen. Kochgeschirr und Besteck ist meist vorhanden, aber auch nicht immer. Sollte man idealerweise dabei haben.
Ich schlafe grundsätzlich nur in solchen Hütten, weil mir das ganze Equipment für's Zelten auf dem Motorrad zu viel Platz weg nimmt. Das Problem daran ist: wenn man kein Zelt hat, sollte man zumindest in der Hauptsaison (Juli / August) vorbuchen. Wenn es mal ein paar Tage am Stück regnet, suchen sich nämlich auch einige von den Zelturlaubern mal eine Hütte zum Sachen trocknen und wieder aufwärmen. Da kann es dann durchaus mal passieren, dass man kurzfristig keine Hütte mehr bekommt. Vorplanung ist sehr viel Arbeit, lohnt sich aber für mich. So braucht man keine Überlegungen mehr darauf verwenden, wo man die nächste Nacht schläft. Dafür kann man in Schwierigkeiten kommen, wenn ein Mopped ein technisches Problem hat o.ä. Nur eben: wenn man nicht vorbucht, sollte man entweder ein Backup-Zelt dabei haben oder sich darauf einstellen, auch mal in ein Hotel (und damit in eine Stadt) zu müssen. Hotels sind nicht günstig.
Mahlzeiten: Wir haben uns überwiegend selbst verpflegt. In den Hütten oder mindestens auf dem Campingplatz in einem Gemeinschaftsgebäude gibt es immer eine Möglichkeit zu kochen. Wir waren 3 mal "richtig" essen für ca. 34€ pro Person. Dabei allerdings keine Sternerestaurants oder sowas, sondern ganz normale "side of the road" Restaurants. Wir haben ca. 1,5 mal am Tag Brot gegessen (immer Frühstück und ca. jeden 2. Tag Mittag), sonst gab es Mittags eine Kleinigkeit unterwegs. Abends dann immer gekocht. Wir haben dabei nicht darauf geachtet, die günstigsten Lebensmittel zu kaufen oder sowas, sondern sind immer in den Supermarkt, der am besten auf der Tour lag. Lebensmittel sind dort einfach teuer. Kleiner Preispunkt: die Billig-1,5l Wasserflasche mit Kohlensäure kostet 10 NOK (ca. 90 cent) plus 3 NOK Pfand (ca. 27 Cent). Die gab es aber selten. Meist gab es nur das teure "Farris" Wasser für 35 NOK (ca. 3,15€) plus 3 NOK Pfand.
Das Wetter in Norwegen ist sehr wechselhaft und insgesamt kühler und regnerischer, als hier. Wir hatten diesen Urlaub nur an 4 Tagen überhaupt regen, dafür dann aber richtig (einen Tag waren wohl ca. 40mm Regen). Bei früheren Urlauben hatten wir eher jeden Tag ein bisschen regen, aber <20% der Fahrzeit. Man muss aber auf Regen eingestellt sein. Wenn es dann regnet, wird es meist auch erheblich kühler, sodass es durchaus passieren kann, dass man auch im Juli dann bei 5 Grad und Dauerregen auf dem Bock sitzt.
Dieses Jahr hatten wir das erste mal auch so richtig eklige Hitze. Höchstwert waren glaube ich 32°C. Das ist für Norwegen eher ungewöhnlich, aber in den letzten Jahren häufiger geworden.
Auf manchen öffentlichen Straßen gibt es in Norwegen eine Maut, von der Motorräder aber im Normalfall ausgenommen sind. Norwegen macht es bei komplizierten Bauprojekten (Tunneln und Brücken) oftmals so, dass eine Maut eingeführt wird, die erhoben wird, bis das jeweilige Gebäude abbezahlt ist. Danach wird diese Strecke kostenlos. Es gibt aber Privatstraßen, die Mautpflichtig sind. Das sind dann normalerweise landschaftlich lohnenswerte Schotterstraßen in sehr entlegenen Gegenden.
Außerdem gibt es in der Küstengegend nicht selten auch Fähren, die man bezahlen muss. Die sind aber relativ günstig (im Schnitt 4,50€ pro Motorrad und Überfahrt). Nur: man muss sie zeitlich mit einplanen. An Hauptverkehrsachsen fahren diese Fähren alle 20 oder 30 Minuten. es gibt aber durchaus auch mal welche, die nur alle 1,5h Fahren oder unregelmäßig, wo dann zwischen 2 Abfahrten auch mal 3h liegen können. Deshalb empfehle ich, bei allen Fähren auf der Route einmal den Fahrplan raus zu suchen. Nur, um sicher zu gehen, dass man die Fähre auch wirklich so nehmen kann, wie geplant. Gerade, wenn man mehrere Fähren pro Tag hat, lohnt es sich je nach Häufigkeit vielleicht auch, sich die Abfahrzeiten in den Kalender einzutragen, damit man dann nicht versehentlich zu viel Zeit beim Mittag verbummelt und auf einmal 2h auf die nächste Fähre warten muss.
Der Verbrauch ist in Norwegen tendenziell niedriger, als anderswo. Mein Langzeitschnitt sind 4,78l/100km, sportlich gefahrene Alpentouren liegen meist bei um die 5. In NO bin ich bei 4,4-4,5.
Insgesamt habe ich 198,62l getankt auf 4.409km (vom Motorrad ausgegebene km), macht 4,50l/100km. Ohne die Autobahnetappen lande ich bei 4,43l/100km
Die Kosten eines solchen Urlaubs sind der große Dämpfer.
Wir haben für die 18 Tage / 17 Nächte bezahlt (immer für 2 Personen / 2 Motorräder):
13 "normale" Hüttennächte für 1.110,20€ (Schnitt 85€) + 2 Extravagante Hüttennächte für 412,45€ (erhöht den Schnitt auf 101,51€)
Fähre Kiel - Oslo für 2 Personen und Motorräder jeweils mit 2*Abendessen und 2*Frühstück 1.194,40€
Fähren im Land 6 x 51,98€ + 2 x Maut 39,76€ + Lysebotn Fähre 183,81€
16 x tanken 660,08€ (2 Motorräder)
1 Mal Moppeds waschen 13,59€
1 x Wäsche waschen (2 WaMa-Ladungen voll inkl. Trockner) 14,57€
2 x Duschen 5,47€
14 x Lebensmittel-Einkäufe 462,43€
12 x Essen gehen 324,95€ (wobei da mehrere sehr kleine Mahlzeiten dabei waren (2 belegte Brötchen oder 1 Waffel oder sowas) - wir waren 3 mal "richtig" in einem normalen Restaurant essen und haben da im Schnitt 64€ für 2 Personen bezahlt, sonst haben wir gekocht)
2 x Eis 11,26€
2 x Eintritt Show auf der Fähre 29,74€ + Getränke 44,37€
Eintritt Rafting / Ziplining 306,59€ + Bootstour 107,40€
1 x Postkarten online verschicken 10€ (mit Gutschein)
Macht in Summe 4.570,60€
autsch
Ansonsten wer die kosten mal überschlagen will:
Zelt pro Nacht ca. 40€, Hütte ca. 75€
Sprit ca. 1,80€/l, macht bei etwas unter 4,5l Verbrauch also ca. 8€/100km
Verpflegung so wie wir (gelegentlich eher günstig essen gehen, ansonsten Stullen und 1* pro Tag kochen) ca. 25€ pro Tag und Person. Wwenn man täglich 1 mal ins Restaurant geht kommen ca. 30€ pro Tag und Person drauf
große Fähre ca. 1.000€ (ohne Mahlzeiten), 1.200€ mit 4 Mahlzeiten. wenn man rechtzeitig bucht (spätestens Januar). Wer später bucht, zahlt ca. 20% mehr
Kleinigkeiten (Wäsche waschen, Duschen, Fähren) ca. 5€ pro Person und Tag
Und dann eben die Sachen, die man machen und sehen will.
Aber: für die Landschaft lohnt es sich
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Das kam oben im Fazit ein wenig kurz, weil ich es ja in den Tagesberichten schon mit drin hatte, aber ich wollte nochmal separat darauf hinweisen: die Landschaften in Norwegen sind wirklich absolut umwerfend schön. Wir hatten in jedem unserer bisher 4 Norwegen-Urlaube mehrmals die Situation, dass wir irgendwo die Pause viel länger gemacht haben, als eigentlich geplant war, weil wir einfach da saßen und die Landschaft genossen haben. Hinter jeder Kurve kann schon wieder ein neuer beeindruckender Ausblick oder eine neue tolle Szenerie warten. Deshalb hier nochmal eine Auswahl an Bildern
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Die Kosten sind natürlich schon ordentlich. Aber Ihr habt ja auch eher nicht auf die Krone geschaut. 😉
Mich reizt Norwegen bzw. Skandinavien mit dem Mopped sehr. Die Alpen in den Sommermonaten sind mir einfach zu voll.
Danke für‘s mitnehmen. Hoffe ich kann auch bald die Tour starten.