ND3 nervös bei hoher Geschwindigkeit in langgezogenen Kurven jenseits 180 km/h

  • Sieht fast so aus, wie in meinem Kofferraum.


    Gestern ist die Frau das erste Mal mit dem neuen Fahrwerk gefahren… und nicht mehr ausgestiegen bzw. mit mir gewechselt. Naja, immerhin war Sie total begeistert, wie er jetzt fährt. Kurze Bodenwellen nimmt er allerdings jetzt schlechter und davon haben wir leider eine Menge hier. Würde da die Weicher-Stellung helfen?

    MX5 ND3, 132 PS, Baujahr: 08.2025, Öhlins Fahrwerk von SPS, Unterstreben von IL Motorsport (Vorne + Mitte) Sportluftfilter, Hardrace Domstrebe vorne oben

  • Hast Du jetzt mal gezählt, wie das Fahrwerk aktuell eingestellt ist?

    Ohne die Basis zu haben, kann ich keine Tipps geben.

  • Abgesehen von persönlichen Feineinstellungen liegst du mit


    vorne 14 Klicks offen

    hinten 16 Klicks offen


    als Ausgangsbasis nicht komplett verkehrt.


    Das heißt also, das Wägelchen ist vorne ein klein wenig härter eingestellt als hinten, was insgesamt ein ausgewogenes Dämpferverhalten ergibt. Davon kannst du etwas abweichen (z. B. Urlaubsgepäck, Trackeinsatz, Straßenzustand, Regen...), allerdings sollte man das auch nicht zu wissenschaftlich mit Nachkommagenauigkeit sehen, insbesondere bei Urlaubsfahrten mit Gepäck.


    Generell ist aber deine Beobachtung völlig korrekt: Das Öhlins ist "härter" als das Serienfahrwerk. Es hält sich aber noch in Grenzen.


    Wie das mit dem Dämpferverhalten vorne/hinten zu verstehen ist:


    Im i-net findest du ein paar Filmchen, wie man ein Motorradfahrwerk gut einstellt. Klar, das Motorradfahrwerk ist nicht ganz so komplex wie das Fahrwerk im MX, aber es gibt bei der EInstellung der Dämpfer ein schönes Beispiel, was man sich auch als Gedankenmodell ganz gut vorstellen und auf's Auto übertragen kann.


    Beim Motorrad hält einer das Motorrad fest, der zweite drückt im Bereich des Tanks (Nähe Schwerpunkt) das Motorrad kurz aber sehr kräftig in die Federn. Dabei muss das Motorrad gleichmäßig vorne/hinten schnell einfedern und langsamer aber gleichmäßig vorne/hinten ausfedern ohne nachzuschwingen. Dann sind Federn und Dämpfer optimal aufeinander abgestimmt.


    Völlig klar, das ist ein Gedankenmodell, denn wir können ja unseren japanischen Kleinwagen nicht im Bereich des Schalthebels in die Federn drücken und das Ein-/Ausschwingen beobachten. Beim Auto muss man sich auf die erfahrenen Fahrer mit sensiblen Hintern verlassen, die diese Einstellungen erarbeiten. Aber das Motorrad-Beispiel zeigt, worauf es dabei ankommt. Daher auch die "Basis-Einstellung" beim MX, vorne etwas härter, was genau dieses gleichmäßige Dämpferverhalten ergibt.