Du bist das ja anscheinend kürzlich im direkten Vergleich gefahren. Kannst du beschreiben wie sich die Brembo-Bremse im Vergleich zur Standard-Bremse anfühlt?
OEM-Brembo´s nachrüsten?
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Das ist verbal total unspektakulär und vorhersehbar, aber: direkt. Die originale Bremse ist beim stärkeren anbremsen an die Kurve ein wenig teigig. Wenn man stärker oder weniger rein tritt, passiert auch mehr oder weniger, aber das lässt sich nicht übermäßig gut dosieren und man merkt es vor allem an der Reaktion des Autos, nicht so sehr am Fußgefühl in der Bremse. Die Brembo ist da einfach direkter. Man hat nicht das Gefühl, erstmal ein paar cm Wolle zusammen zu drücken, sondern drückt direkt auf die Bremse. Dadurch lässt sich die Bremse besser dosieren und auch mit höherer Wiederholgenauigkeit von Anfang an die richtige Dosierung treffen.
Dabei ist aber wichtig: Man erreicht auch mit der Serienbremse natürlich die volle Bremskraft und man kann auch die Serienbremse schlussendlich so dosieren, wie man sie braucht. Man trifft halt nur nicht immer die richtige Dosierung auf Anhieb.
Dabei ist aber auch wichtig: bei meinem Test hatte ich soweit ich weiß noch die Serienbremsbeläge drauf und die 3 anderen Bremsen hatten Pagid Street+, andere Pagids ohne Zulassung und die Stoptech eben die Stoptech Beläge. D.h. Ich habe eine andere Bremse mit anderen Belägen getestet. Ich weiß nicht, was ein reiner Belagwechsel bei der Serienbremse bringen würde, weil ich nur die Gesamtveränderung bemerkt habe. Keine Ahnung, wie viel davon auf den Sattel und wie viel auf die Beläge geht.
Die thermische Kapazität der Serienbremse hat bei mir auch bei unserer Dolomitenwoche ausgereicht. Kein Fading o.ä. erkennbar. Das ist also meiner Meinung nach nur für Rennstreckeneinsatz relevant.
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und eine Rückmeldung zur Eintragung: ich hab bei der Dekra bei mir um die Ecke mal angefragt wegen Eintragung. Ich habe ein Öhlins Road & Track schon eingetragen und will die Brembo Bremse mit 4x15mm Spurplatten nachrüsten (die sind benötigt, um den Abstand zur Bremse herzustellen...das Problem ist ja bekannt)
Er meinte Spurplatten und Fahrwerk in Kombination sollte kein Problem sein, solange die Freigängigkeit noch sichergestellt ist (was sie laut einschlägigen Erfahrungen tut). Zur Bremse meinte er, dass er ein Dokument von Mazda bräuchte, in dem drin steht, was man alles ändern müsste, um die Sportbremse zu verbauen. Da könnte ja z.B. ein anderes Kennfeld auf dem ABS Steuergerät sein oder sowas. Da es dieses Dokument aber nicht gibt, wird das schwierig. Scheinbar kennt er das so von BMW mit der M Bremse. Da wird von BMW fahrgestellnummernspezifisch aufgeschlüsselt, was alles geändert werden muss, um die M Bremse zu verbauen. Dazu zählt dann eben auch eine neue Software auf dem ABS Steuergerät.
Faktisch gibt es laut gewissen Laien hier im Forum keinen weiteren Unterschied bis auf die Bremse selbst (plus Leitungen) und eben die Felgen. Steuergeräte haben wohl die selbe Bestellnummer und kommen geflasht. Nur weiß das ja der Mann von der Dekra nicht.
Da der G184 aber mit der Brembo Bremse homologiert würde, müsste überhaupt erstmal jemand darauf kommen, dass die nicht original ist. Deshalb mache ich das mit der Abnahme jetzt so, dass ich die (nötige) Abnahme der Kombination Spurplatten plus Fahrwerk mache, bevor ich überhaupt die Bremse verbaue. Danach verbaue ich die Bremse und die war dann halt schon so.
Bremse will ich auch ggf. (kommt auf die Kosten an) vor Verbau silber oder blau pulvern lassen. Silber hätte den Vorteil, dass es schön unauffällig aussieht. Blau hätte was besonderes. nur wird sich vermutlich das Blau der Bremse mit dem Turmalinblau beißen.
Big-J unsere Antworten haben sich gerade überschnitten, aber beantwortet habe ich die Frage ja auch.
Neue Felgen: nein, sind mir zu teuer. Die originalen BBS / Rays kämen ja nochmal locker 2-3k€ und auch Felgen aus dem Zubehör würden vermutlich irgendwo zwischen 500 und 3.000€ landen. Da sind mir Spurplatten für ~300€ lieber.
Felgen aus dem Zubehör gibt es wenige, die passen, aber es gibt sie. MrPink hat zum Beispiel OZ Ultraleggera in 16 Zoll wenn ich richtig informiert bin
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Bitte beachten, die Brembo bremse ( ich habe sie in meiner Anni) fühlt sich mit den Serien Belägen ebenfalls etwas teigig an, vor allem wenn die geforderten wird.
Das hat aber per se wenig bis gar nichts mit der Brembo Brense zu tun, sondern kommt eher von der HA Bremse in Kombi mit den Serien Belägen von Mazda. Vorne sind ja Brembo Beläge drin, hinten, Mazda bzw Nissin Beläge. Nachdem ich auch hinten Brembo Beläge montiert hatte, ist das weg, die Bremse ist nun am Pedal deutlich steifer, und auch in den Bergen, gibt sie nicht mehr so nach.
Nachteil, die Brembo Beläge an der HA neigen zum quietschen.
Wenn man also nur die VA Brembobremse montieren will, wird man vermutlich enttäuscht sein. Oder, wer auf den standard Schwimmsätteln andere Belöge fährt, braucht vermutlich die Brembo nur aus Optischen Gründen.
Wenns also rein um die Bremsleistung bzw Standfestigkeit geht, sollte vielleicht erstmal andere Beläge probieren.
Schwimmsattel ist per se nicht immer schlecht, und Festsattel ist nicht immer gut.
Was das ABS/ESP betrifft, da dies nicht anders abgestimmt ist, bestätigt, dass die Brembo VA weder nennenswerte Unterschiede in Volumenaufnahme (Elastizität) noch in der Bremsleistung hat. Sonst hätte man in der tat eine Variante in der SW kodieren müssen. Event auch einen anderen HBZ .
Es geht also im wesentlichen um die Standfestigkeit. Was eher etwas mit dem zustand der Bremsflüssigkeit, der Belagmischung, und den Bremsschläuchen zu tun hat.
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Ich finde den Unterschied Mazdabremse zu Brembobremse nicht riesig.
Die Anmerkung von Wums, daß es an den hinteren Bremsbelägen liegen könnte, finde ich bemerkenswert.
Bei dem Thüringentreffen hatte ich die Möglichkeit, einen - zu meinem - fast identischen RF mit Big-Brake-Kit (Stoptech) von SPS zu fahren. Jaaaa, eeendlich, da war das von mir gewünschte Bremsgefühl a la Sportwagenbremse! Ich warte jetzt auf das Black-Friday-Angebot von denen. Mal sehen, ob ich mir das finanziell antue...
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Ich könnte jetzt von gegenteiligen bzw. relativierenden Erfahrungen und Perspektiven schreiben. aber bei so viel geballter Kompetenz von "Fortgeschrittenen" und insbesondere "Meistern" halte ich als Laie lieber die Füße still.

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Wums hast du auch Erfahrungen mit der Schwimmsattelbremse?
Weil ich könnte mir gut vorstellen man mit dem Wechsel von Schwimmsattel auf Festsattel mit zusätzlich 2 Druckpunkten auf dem Bremsbelag, statt einem Mittigen die Teigigkeit schonmal konstruktionsbedingt von 80% auf 15% bringt und mit dem Wechsel auf Sportbeläge halt nochmal 2-5% im Gefühl rausholt.
Ist von mir aber bloß Spekulatius, da ich hier keine eigenen Erfahrungen mitbringen kann.
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Jo. Aber die sind ja mal wieder insolvent und diesmal wohl endgültig. Da die halt relativ spezielle Ersatzteile benötigen (Reibringe und eigene Beläge) und es durch die relativ geringe Marktdurchdringung wenige Alternativen gibt, ist mir das eher nichts. Bei der Brembo hat man viele verschiedene Hersteller für Bremsscheiben und Beläge und damit auch langfristig mutmaßlich eine brauchbare Ersatzteilsituation