Fahrwerkseinstellung (Diskussionen und Erfahrungen)

  • Für N & S wären die Werte ja erstmal nicht unbedingt passend, richtig?

    Nein, in meinen Augen nicht. Wenn ich allerdings schon ein "Rennstreckensetup" suche, folglich auf entsprechendem Level unterwegs bin oder sein will, dann halte ich die Federraten von N und S sowieso für zu niedrig.


    Ist das Neomax R denn überhaupt so abgestimmt?

    Aber auch beim R würde ich diese Balance nur in Verbindung mit einem steifen Stabi vorn und Serienstabi hinten in Betracht ziehen. Oder zum Beispiel beim Öhlins in der Track-Konfig mit der relativ weichen (40N/mm) Hinterachsfeder.

  • Svanniversary


    Ich habe eben mit erschrecken festgestellt, das meine BPS "gerade mal" 20.000km runter haben und wegen starkem einseitigen Verschleiß vorne zumindest diesen Sommer schon nicht mehr überstehen, sonst könnten sie mit 3mm zumindest noch ruhig gefahren werden. Von vorne nach hinten sind die Reifen meines Wissens nach nicht gewandert, das Jahr ging zu schnell rum, als dass ich das auf dem Schirm hatte. Ich glaub ich schalte mir den Rädertausch-Kanal doch mal auf.

    Das, gepaart mit der Tatsache, dass ich in manchen Rechtskurven ein Schleifen im Radkasten ca 45° nach vorne habe zwingt mich dazu meine Achseinstellung nochmal zu überdenken.


    Verbaut ist das R&T mit 70/40 Konfiguration und Standard-Höhe, wie von Ohlins Voreingestellt. Die erste und bisher Einzige Vermessung war direkt nach Verbau des Fahrwerks.

    Die damals eingestellten Werte:

    • Hinten
      • Sturz: 2°
      • Einzelspur: 12'
    • Vorne
      • Sturz: 1°30'
      • Nachlauf: 6°30'
      • Spur: 5'

    Ich hätte das Verschleißbild eher hinten erwartet, ich kann ehrlich nicht sagen, ob die einmal rotiert sind.

    Um der Sache mit dem Radkasten Herr zu werden müsste ich doch nach Adam-Riese das Rad weiter zurück ziehen, also den Nachlauf erhöhen oder alternativ das Fahrwerk hochschrauben.


    Wie würdest du das denn angehen?

    Grüße
    Sebastian S.


    Verbesserung macht Straßen gerade. Aber es sind die gewundenen, unverbesserten Straßen, die Ausdruck des Genies sind - William Blake

  • Die Vorderachse ist sensitiver auf Sturz und Reifenverschleiß, als die Hinterachse. Das ist mir schon mehrmals aufgefallen und bei meinem Auto auch so.

    Die hohe Spur gleicht an der Hinterachse auch den Verschleiß etwas aus und wirkt dem Innenschulterverschleiß deutlich entgegen. Der Effekt ist vorne, mit der geringeren Spur, deutlich weniger ausgeprägt.

    Das gleichst Du mit der Einstellung nur aus, wenn Du wirklich flott fährst und er hin und wieder mal vorne über die Achse schiebt.


    Im ersten Schritt würde ich natürlich mal schauen, ob die Werte noch da sind, wo sie waren/sein sollen. Ich musste meinen auch schon einmal nachstellen lassen, weil die Werte sich verstellt hatten (warum auch immer).


    Das Schleifen finde ich bei der Standhöhe recht ungewöhnlich. Wieviel tiefer steht denn das Auto real?

    Damit das Rad weiter nach hinten kommt, musst Du WENIGER Nachlauf einstellen (die Lenkachse ist oben nach hinten geneigt).